Ruotbert von Trier († 19. Mai 956 in Köln) war von 931 bis 956 Erzbischof von Trier.

Leben Die Annahme, Ruotbert sei ein Bruder von Mathilde, der Gemahlin König Heinrichs I., gewesen, wird in der neueren Forschung bezweifelt. Eduard HlawitschkaEduard Hlawitschka: Kontroverses aus dem Umfeld König Heinrichs I. Gemahlin Mathilde. In: Ernst-Dieter Hehl (Hrsg.): Deus qui mutat tempora: Menschen u. Institutionen im Wandel d. Mittelalters ; Festschr. für Alfons Becker zu seinem 65. Geburtstag. Thorbecke, Sigmaringen 1987. vermutet eine Herkunft aus Lothringen. Ruotbert wurde 931 zum Erzbischof von Trier ernannt, kurz darauf wurde er von König Heinrich I. zum Erzkanzler von Lothringen berufen. Von 937 bis 951 ist er als Erzkanzler und Erzkapellan Ottos I. belegt. Im Jahr 951 nahm er am ersten Italienzug Ottos I. teil. Der Schwerpunkt seiner Politik lag im Westen des Reiches, was ihn in Konflikt mit dem lothringischen Herzog Konrad dem Roten und Ottos Bruder Brun (Bruno von Sachsen, Kanzler des römisch-deutschen Kaiserreichs und Erzbischof von Köln) brachte. Konrad beschuldigte ihn bei Otto der Untreue und Brun verdrängte ihn nach 940 zunehmend aus der Hofkapelle. 946 erreichte Ruotbert die Rückübertragung der Abtei St. Servatius in Maastricht. Er starb während seiner Teilnahme am Kölner Hoftag 956. Sein Leichnam wurde in Trier beigesetzt.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Erzbischof von Trier Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (10. Jahrhundert) Kategorie:Geboren im 9. oder 10. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 956 Kategorie:Mann