Otto Berger (* 15. April 1900 in Oppeln; † 22. Mai 1985 in der Nähe von Darmstadt) war ein Berliner Zahnarzt, der in der Zeit des Nationalsozialismus Verfolgten half und als Gerechter unter den Völkern geehrt wurde.

Otto Berger trat zum 1. März 1930 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 219.024)Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/2521607 und schloss sich auch der SA an. Er hatte unter anderem seinem zahnärztlichen jüdischen Kollegen Fedor Bruck geholfen, indem er ihn ab 1943 in seinen Privat- oder Praxisräumen versteckt hielt. Der jüdische Zahnarzt hatte im Oktober 1942 von der jüdischen Kultusgemeinde zu Berlin die Benachrichtigung von seiner bevorstehenden Deportation bekommen und hielt sich seitdem versteckt. Er berichtete im Jahr 1964 darüber:Zahnärztekammer Berlin: Verleihung der Ewald-Harndt-Medaille 2008 (abgerufen am 10. Oktober 2025)

Otto Berger wusste anfangs nicht, dass sein Schützling ein Berufskollege war. Er unterstützte außerdem den Leiter der jüdischen Friedhofsverwaltung sowie den ehemaligen Leiter der jüdischen Kultusgemeinde.

Ehrungen Für seinen Einsatz als „Judenretter“ wurde Berger 1964 vom damaligen Berliner Bürgermeister Willy Brandt geehrt und 1974 vom Bundespräsidenten in das Schloss Bellevue eingeladen. Im Jahr 2008 erhielt er posthum die Ewald-Harndt-Medaille der Zahnärztekammer Berlin.

Otto Berger wurde im Oktober 2009 von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem für seinen selbstlosen Einsatz für Verfolgte in der Zeit des Nationalsozialismus mit dem Titel Gerechter unter den Völkern ausgezeichnet.Bericht über die Auszeichnung auf zahn-online.de (abgerufen am 7. Februar 2010)Otto Berger auf der Website von Yad Vashem (englisch)

Einzelnachweise

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