mini|Haus Graffeln Das Schloss Graffeln liegt nördlich von Wewelsburg, einem Ortsteil der Stadt Büren im Kreis Paderborn, im Almetal direkt an der Landesstraße 751.

Geschichte Reinhard Franz Carl von und zu Brenken kümmerte sich neben der Bewirtschaftung der Familiengüter auch um die ansehnliche Vermehrung des Familienbesitzes durch Ankäufe des Gutes Graffeln bei Wewelsburg am 1. März 1866 von der Witwe Gieffers sowie der Wewelsburger Mühle von Anton Böhmer am 4. Januar 1867.

Das schlossartige Gebäude wurde in den Jahren 1910 und 1911 als Herrenhaus einer Gutsanlage, die der Familie von und zu Brenken seit dem Kauf von der Witwe Gieffers gehörte, erbaut. Das Hauptgebäude besteht aus einem eingeschossigen Landhaus auf hohem Sockelgeschoss, das von einem Mansarddach bedeckt wird. Die drei Rundtürme an den Ecken des Bauwerkes erinnern an die Bauart der nur wenige Kilometer entfernten Wewelsburg. Ein Großteil der früheren Gartenanlage ist heute verwildert. Obwohl die Nationalsozialisten den Gutshof faktisch enteignet hatten, verblieb die Eigentümerfamilie von Wolff-Metternich bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs im Haus. Mit der Einnahme der Region durch die amerikanischen Truppen im Frühjahr 1945 musste die Familie das Anwesen verlassen. In der Folgezeit wurde Haus Graffeln geplündert und schwer verwüstet, jedoch von den alliierten Truppen nicht dauerhaft militärisch genutzt. Die Zerstörungen an den Wirtschaftsgebäuden waren so massiv, dass ein Teil von ihnen in den 1960er Jahren für den Bau einer neuen Straße abgerissen wurde. Das Hauptgebäude wurde in den darauffolgenden Jahren aufwendig restauriert.

Quellen Sehenswertes in Paderborn und Umgebung, S. 48/Bü 7 – Schloss Graffeln

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Einzelnachweise

Graffeln Kategorie:Baudenkmal in Büren (Westfalen) Kategorie:Bauwerk in Büren (Westfalen) Kategorie:Wohngebäude im Kreis Paderborn