Dieter Ohlendiek (* 3. November 1943 in Twistringen; † 20. Mai 2000 in Hamburg-Ohlsdorf) war ein deutscher Schauspieler, Hörspiel- und Synchronsprecher.

Leben mini|hochkant|Grabstätte Dieter Ohlendiek auf dem Friedhof Ohlsdorf Ohlendiek absolvierte die Hochschule für Musik und Theater Hannover. Auf der Bühne spielte er unter anderem 1968 am Theater der Freien Hansestadt Bremen Johannes in John Osbornes Luther und 1970 am Hebbel-Theater in Berlin Kostja in Katajews Ich will Miussow sehen!. Am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg war er 1971 bis 1974 Alfred in Storeys Home, Sordido in Cyril Tourneurs Tragödie der Rächer und Stepan in Gorkis Barbaren.

Am Thalia Theater verkörperte er 1975 Baumgartner in Harald Sommers Ich betone, daß ich nicht das geringste an der Regierung auszusetzen habe. Von 1976 bis 1978 agierte er an den Wuppertaler Bühnen in Lunins Politrevue Erst ’ne Weile rechts sowie als Carabinieri bzw. Leichenbestatter in Bezahlt wird nicht! An den Städtischen Bühnen Münster spielte er 1977 Edek in Mrożeks Tango und übernahm die Titelrolle in Saunders’ Michael Kohlhaas. Am Theater der Freien Hansestadt Bremen war er 1981/82 als Herman in Simon Grays Theaterblut, Kalle in Brechts Flüchtlingsgespräche und Detektiv Fix in Kohouts Reise um die Erde in achtzig Tagen (nach dem Roman von Jules Verne) zu sehen. 1983 stellte er auf den Bühnen der Stadt Bonn Schaper in Ödön von Horváths Der Fall E. dar.

Ohlendiek wirkte in zahlreichen Fernsehproduktionen mit. Er war auch Hörspielsprecher und Synchronsprecher, der Brion James in Unsere kleine Farm und Jeff York in Schnellboote vor Bataan synchronisierte.

Dieter Ohlendiek verstarb nur 56-jährig in Hamburg und wurde auf dem dortigen Friedhof Ohlsdorf beigesetzt. Es handelt sich um ein Urnenreihengrab im Planquadrat Bp 71 nahe der Sorbusallee.

Filmografie 1969: Die Dubrow-Krise 1969: Marinemeuterei 1917 1970: Polizeifunk ruft – Falscher Alarm 1970: Gezeiten 1971: Hamburg Transit – Der billige Jakob 1971: Tatort – Kressin stoppt den Nordexpress 1973: Hamburg Transit – Der Gepäckschein 1974: Met alleen het geweten als meester 1975: Zwei Finger einer Hand 1976: Weder Tag noch Stunde 1977: Reinhard Heydrich – Manager des Terrors 1979: Kümo Henriette 1979: Tatort – Mitternacht, oder kurz danach 1979–1982: St. Pauli-Landungsbrücken (Fernsehserie, drei Folgen) 1980: Tatort – Der gelbe Unterrock 1980: Grenzfälle 1982: Die Fischer von Moorhövd 1986: Geschichten aus der Heimat (Fernsehserie) Episode: Der Gebrauchtwagen 1988: Die Männer vom K3 – Schützenfest 1991: Tatort – Tod eines Mädchens 1991: Lebewohl, Fremde 1991–98: Großstadtrevier 1995: Tatort – Tödliche Freundschaft 1995: Kopfjagd

Literatur Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München • Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 723.

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