Beschotenweg ist ein Ortsteil der Stadt Weener. Bis zur Eingemeindung 1973 war sie die nach der Fläche kleinste Gemeinde des Rheiderlandes. Im Jahr 2017 lebten hier 178 Einwohner.

Lage und Gebiet Das Reihendorf liegt auf einem etwa 0,4 Quadratkilometer großen abgetorften Hochmoorgebiet etwa zwei Kilometer westlich von Weener auf einer Höhe zwischen 1,25 und über NN. Beschotenweg grenzt direkt an die Gemeinde Bunde. In unmittelbarer Nähe des Ortes befindet sich die Anschlussstelle Weener der A 31.

Geschichte Der Beschotenweg ist eine mittelalterliche Straße durch das Hochmoor zwischen Weener und Bunde. In einer Urkunde des Jahres 1450 tauchte erstmals die Bezeichnung am Schotenwege auf, die vermutlich diesen Weg bezeichnet. Der Name wird als aufgeworfener, erhöhter Weg gedeutet.Ortschronisten der Ostfriesischen Landschaft: Beschotenweg, Gemeinde Weener, Landkreis Leer (PDF; 13 kB). Bis Mitte des 17. Jahrhunderts war das Moor hier noch unbesiedelt und gehörte der Landesherrschaft Ostfrieslands. Nach dem Übergang Ostfrieslands an Preußen ließen sich hier vor 1800 die ersten Siedler nieder und begannen das Hochmoor abzutorfen. Anschließend wurde es landwirtschaftlich genutzt. Spätestens seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts ist die Gemeinde selbständig gewesen. Zunächst gehörte sie zum Amt, ab 1885 zum Kreis Weener. Seit dessen Auflösung im Jahre 1932 gehört sie zum Landkreis Leer.

Am 1. Januar 1973 wurde Beschotenweg in die Stadt Weener eingegliedert.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohnerzahl 1823 298 1848 374 1871 361 1885 329 1905 319 1925 292 1933 300 1946 554 1961 276 1970 253 2001 169 2009 181

Literatur Arbeitskreis Dorfchronik (Hrsg.): Dorfchronik Weenermoor – Möhlenwarf – Beschotenweg, Weener, 1993.

Weblinks Beschreibung von Beschotenweg in der Historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Leer Kategorie:Geographie (Weener) Kategorie:Rheiderland Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Leer) Kategorie:Gemeindeauflösung 1973