Verena Merz (* 8. Juni 1959 in St. Gallen; † 31. März 1990 ebenda) war eine Schweizer Malerin.
Leben Verena Merz besuchte in St. Gallen die Schulen bis zur Maturität und wurde in Rorschach zur Primarlehrerin ausgebildet. Ab 1981 studierte sie mehrere Semester Ethnologie und Weltreligionen an der Universität Zürich. Sie besuchte erste Malkurse in Florenz und reiste 1982 für einige Monate zu einem Malaufenthalt nach Indien und Sri Lanka. 1983 begann sie mit dem Studium der Malerei an der École nationale supérieure des beaux-arts de Paris und schloss 1986 mit dem Diplom ab. Es folgten Studienaufenthalte in New York (1984), Berlin (1985) und Florenz (1986). Ab 1986 war sie freischaffende Künstlerin in St. Gallen, es folgten die ersten Einzelausstellungen in Chur, St. Gallen, Zürich und Paris. 1989 machte sie einen Studienaufenthalt in Ägypten, der einen grossen Einfluss auf die folgenden Werke hatte. 1990 starb sie bei einem Verkehrsunfall.
Künstlerisches Werk Verena Merz war eine vielseitige, kreative Malerin, die sich durch ihre Experimentierfreude auszeichnete. Ihre meist grossformatigen Bilder auf Leinen oder Kraftpapier bearbeitete sie mit verschiedenen Techniken und Materialien wie z. B. Sand und Gips. Nebst Bildern und Serien in allen Formaten hinterliess sie zahlreiche Werk- und Skizzenbücher. Ihre Motive sind meist figürlich, von Kuben bis zu erzählenden Darstellungen, oft mit Wortspielereien und Neologismen. Archaische Tiere und geflügelte Wesen bringt sie in ihrer eigenen Mythologie zum Ausdruck. Zum Nachlass gehören auch ein 8-mm-Experimentalfilm und ein umfangreiches Foto-Werk.
Ausstellungen 1986: Chur, Galerie Planaterra 1987: St. Gallen, Atelier Galerie 1988: Zürich, Galerie Wiedenkeller 1989: St. Gallen, Atelier Galerie 1989: Paris, Galerie Horloge 1990: Appenzell, Kunsthalle Ziegelhütte 1991: Frauenfeld, Eisenwerk, Kulturzentrum 1991: St. Gallen, Atelier Galerie 1992: St. Gallen, Kunstverein Katharinen 1993: Feldkirch, Galerie Jochum 1994: Zürich, Galerie Wiedenkeller 1995: St. Gallen, Ateliergalerie 1997: Zürich, Galerie Wiedenkeller 1997/98: Rorschacherberg, Schloss Wartensee 1999: Zürich, Galerie Wiedenkeller 2001: St. Gallen, Regierungsgebäude, Kunstverein St. Gallen 2009/10: St. Gallen, Kunstmuseum 2002–2010: Zürich, St. Gallen, Appenzell, diverse Galerien
Literatur Elisabeth Keller-Schweizer; Henri Cueco; Florian Vetsch: Verena Merz. VGS-Verlagsgemeinschaft, St. Gallen 1992, ISBN 3-7291-1067-5. Elisabeth Keller-Schweizer: Das verlorene Paradies. In: Bodensee-Hefte 1990, Nr. 9 (September), S. 12–15. Gerhard Mack: Künstlerin Verena Merz. In: Turicum Nov./Dez. 1993, S. 40–51.
Weblinks
https://verenamerz.kleio.com/
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