Mária Ivánka-Budinsky, geborene Ivánka, (* 23. Februar 1950 in Ungarn) ist eine ungarische Schachspielerin.

Leben Als sie vierzehn Jahre alt war, gewann sie 1964 ihre erste ungarische Meisterschaft. Während ihrer Karriere wurde sie insgesamt neun Mal Ungarischer Meister der Frauen. Die sehr gute ungarische Trainerin Éva Karakas förderte sie sehr. Auch unterstützte sie Mária regelmäßig durch Geschenke und lieh ihr Geld, damit sie Bus-Tickets kaufen konnte. Sie spielte über viele Jahre für den gleichen Verein, Budapesti Vörös Meteor, der in den 1970er Jahren mit MTK Budapest zu MTK-VM fusionierte.

Im Jahre 1970 begann eine lebenslange Beziehung zu ihrem Mann, dem IT-Spezialisten, Andrew Budinszky. Die Verlobung fand im Februar 1972 statt. Sie hat drei Söhne. Ab 1979 lebte sie aufgrund der Tätigkeit ihres Mannes für 15 Jahre in Amerika, war aber jeden Sommer für zwei bis drei Monate zu Hause in Ungarn.

Aufgrund ihrer internationalen Erfolge erhielt sie 1978 von der FIDE den Titel Großmeister der Frauen (WGM).Willy Iclicki: FIDE Golden book 1924–2002. Euroadria, Slovenia, 2002, S. 77

Ivánka-Budinsky wird bei der FIDE als inaktiv geführt, da sie seit der Mannschaftseuropameisterschaft der Frauen im November 1992 in Debrecen keine gewertete Partie mehr gespielt hat.

Interzonenturniere miniatur|Mária Ivánka-Budinsky 1982 beim Interzonenturnier in Bad Kissingen Sie spielte mehrere Interzonenturniere der Frauen. Das beste Ergebnis erreichte sie jeweils mit dem fünften Platz: 1971 in OhridWorld Chess Championship (Women) 1971 Ohrid Interzonal Tournament und beim Interzonenturnier Tiflis 1976. 1979 spielte sie in Alicante, 1982 das Interzonenturnier in Bad Kissingen, 1985 in Schelesnowodsk und 1987 in Tuzla.

Nationalmannschaft

Ab der Schacholympiade 1969 in Lublin bis zur Schacholympiade 1986 in Dubai vertrat sie die ungarische Frauenmannschaft auf allen acht Schacholympiaden (dreimal am ersten Brett), an denen ihr Team teilnahm (die Schacholympiade 1976 in Haifa wurde von den Staaten des Warschauer Paktes boykottiert).

Sie gewann insgesamt elf Medaillen, darunter sechs der Mannschaft (4 Silber und 2 Bronze) und fünf für Einzelergebnisse. Es waren Gold für das beste Ergebnis am ersten Brett bei der Schacholympiade 1974 in Medellín, jeweils Silbermedaillen bei den Schacholympiaden 1978 in Buenos Aires und 1980 in Valletta, sowie zwei Bronzemedaillen.Mária Ivánka-Budinskys Ergebnisse bei Schacholympiaden der Frauen auf olimpbase.org (englisch)

Ivánka-Budinsky nahm 1992 an der ersten Mannschaftseuropameisterschaft der Frauen teil.Mária Ivánka-Budinskys Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften der Frauen auf olimpbase.org (englisch)

Weitere Turniere Zu ihren größten Erfolgen in internationalen Frauenturnieren zählen: Geteilte Erste in Vrnjačka Banja 1970, Erste in Wijk aan Zee 1971, geteilte Erste in Vrnjačka Banja 1971, Erste in Brașov 1972, geteilte Erste in Wijk aan Zee 1973, geteilte Zweite in Subotica 1976, Erste in Belgrad 1977 und Erste in Zalaegerszeg 1979.

Einzelnachweise

Quellen W. Litmanowicz; J. Gizycki: Schach von A bis Z. Warschau 1986, S. 379 2002 wurde ein Buch veröffentlicht, das ihr Leben und ihre Karriere beschreibt: Silver Queen, ISBN 963-9160-36-9.

Weblinks

Elo-Historie bis 2001 auf olimpbase.org (englisch)

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