mini|hochkant=1.2|St.-Albertus-Magnus-Kirche Die römisch-katholische Kirche St. Albertus Magnus in Düsseldorf-Golzheim wurde 1938 an der Kaiserswerther Straße erbaut, 1939 als erste Pfarrkirche Golzheims eingeweiht, aber erst 1974 endgültig fertiggestellt. Von 1999 bis 2025 gehörte sie zur Pfarrei Heilige Familie, die 2026 mit St. Suitbertus und drei weiteren Pfarreien der Pfarreien-Gemeinschaft Angerland/Kaiserswerth fusionierte.
Geschichte mini|hochkant=0.7|Campanile mini|Blick zum Chor Bis zur Einweihung fanden die Gottesdienste in der St.-Joseph-Kapelle an der Ecke Kaiserswerther Straße/Uerdinger Straße statt. Diese Kapelle, 1660 erbaut und somit seinerzeit das älteste Gotteshaus Golzheims, musste 1937 einer Verkehrsplanung weichen.
Architekt der Pfarrkirche St. Albertus Magnus war Franz Schneider. Die Kirche entspricht dem Bautyp einer Basilika und besteht aus einem vierjochigen Hauptschiff und zwei dreijochigen Nebenschiffen. Das Gebäude ist aus Backstein gemauert.
Ursprünglich hatte die Kirche im Westen einen Turm, der in die Fassade integriert war. Beim Bau durften nach dem Baubescheid nur 2000 Kilogramm Eisen verwendet werden.
1974 wurde die Kirche durch die Düsseldorfer Architekten Hubert Brauns und Richard Janeschitz vollendet. Der alte Turm wurde abgetragen, stattdessen ein Chor und eine fensterlose Apsis angebaut. Die Seitenschiffe wurden über die volle Länge des Hauptschiffs verlängert. Als Ersatz des alten Turmes wurde auf dem Vorplatz ein Campanile errichtet.
Die Kirche ist dem Patrozinium des heiligen Albertus Magnus unterstellt. Dieser gilt in der katholischen Kirche als Kirchenlehrer und Schutzpatron der Wissenschaftler.
Orgel Die Orgel von 1954 wurde von dem Orgelbauer Romanus Seifert & Sohn (Kevelaer) erbaut. Das Kegelladen-Instrument hatte 19 Register auf zwei Manuale und Pedal. Die Spiel- und Registertrakturen waren elektrisch. Dank der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf wurde in der Albertus-Magnus-Kirche eine hochschuleigene Konzert- und Unterrichtsorgel gebaut. Die inzwischen abgebaute Orgel wurde verkauft. Nach der technischen Montage im Dezember 2018 erfolgten die klanglichen Arbeiten.
I Hauptwerk C–g3 1. Prinzipal 8′ 2. Spitzgamba 8′ 3. Metallflöte 4′ 4. Prinzipal 2′ 5. Sesquialter II 6. Mixtur IV ′ 7. Trompete 8′ II Positiv C–g3 8. Liebliche Gedackt 8′ 9. Prinzipal 4′ 10. Nachthorn 2′ 11. Spitzquinte ′ 12. Scharff II–III 1′ 13. Schalmey 8′ Tremulant Pedal C–f1 14. Subbass 16′ 15. Oktavbass 8′ 16. Gedacktbass 8′ 17. Choralbass 4′ 18. Flachflöte 2′ 19. Fagottbass 16′ Koppeln: II/I (auch als Suboktavkoppel), I/P, II/P
Die neue Orgel wurde von der Orgelbaufirma Rieger erbaut und 2019 eingeweiht. Das Instrument hat 57 Register auf drei Manualwerken und Pedal.Informationen zur Orgel auf der Website der Orgelbaufirma
I Hauptwerk C–c4Principal 16′Principal 8′Gedackt 8′Flûte harmonique 8′Viola da Gamba 8′Octave 4′Blockflöte 4′Quinte ′Superoctave 2′Mixtur major V 2′Mixtur minor IV–V ′Cornet V 8′Trompete 16′Trompete 8′ II Positif expressif C–c4Bourdon 16′Principal 8′Holzgedackt 8′Salicional 8′Unda maris 8′Prestant 4′Rohrflöte 4′Sesquialtera II ′Doublette 2′Larigot ′Scharff IV 1′Krummhorn 8′Klarinette 8′Tremulant III Récit expressif C–c4Cor de Chamois 16′Bourdon 8′Flûte 8′Viole 8′Aeoline 8′Voix céleste 8′Principal 4′Fugara 4′Flûte traversiere 4′Nazard ′Octavin 2′Tierce ′Piccolo 1′Fourniture III–V ′Basson 16′Trompette harmonique 8′Hautbois 8′Clairon harmonique 4′Voix humaine 8′Tremolo Pedal C–g1Untersatz 32′Principal 16′Subbass 16′Principal 8′Gedackt 8′Cello 8′Choralbass 4′Bombarde 16′Fagott 16′Posaune 8′Klarine 4′ Koppeln (mechanisch): II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P
Glocken Im Campanile auf dem Kirchplatz nahe der Straße hat den Grundriss einer Superellipse und fällt durch bis ganz nach oben reichende vertikale Fensterbänder an den Breitseiten auf. Im Glockenstuhl hängen vier Glocken, von denen drei im Jahr 1956 bei Petit & Gebr. Edelbrock, Gescher, gegossen wurden. Glocke II, eine historische Glocke von 1484, ist eine Leihglocke.Gerhard Hoffs, Glocken im Stadtdekanat Düsseldorf, S. 133: Düsseldorf-Golzheim, St. Albertus Magnus + Das Geläut von St. Albertus Magnus, DüsseldorfGlocke Name Durchmesser Gewicht Schlagton InschriftI Albertus 1304 mm 1300 kg dis’-1 LOB CHRISTI VERKÜNDE + DIE GLÄUBIGEN VERBINDE IN LIEBE ZU GOTT + II Christus 1010 mm 600 kg fis’+3 O REX GLORIE VENI CUM PACE (O König der Herrlichkeit, komme in Frieden)III Josef 956 mm 500 kg gis’-2 GEFAHREN ABWENDE + DEN DANKBAREN SPENDE FRIEDEN UND BROTIV Schutzengel 840 mm 350 kg ais’-1 GELEITE DIE KINDER + DIE GROSSEN UND KLEINEN INS EWIGE LICHT + Das Läutemotiv ist O Heiland, reiß die Himmel auf
Literatur Manfred Becker-Huberti (Hrsg.): Düsseldorfer Kirchen. Die katholischen Kirchen im Stadtdekanat Düsseldorf. J.P. Bachem Verlag, Köln 2009, ISBN 978-3-7616-2219-3, S. 51.
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Einzelnachweise
Albertus Magnus Kategorie:Albertus-Magnus-Kirche Kategorie:Basilika (Bautyp) Kategorie:Backsteinkirche Kategorie:Erbaut in den 1970er Jahren Albertus Magnus Albertus Magnus Kategorie:Disposition einer Orgel