Strohschütz, , ist eine kleine Ansiedlung mit eigener Gemarkung rund einen Kilometer südwestlich von Milkwitz, einem Ortsteil der Gemeinde Radibor im sächsischen Landkreis Bautzen. Es hat weniger als 10 Einwohner und liegt am Nordostrand des hohen Roten Bergs auf etwa 190 Meter über dem Meeresspiegel.
Das Millenniumsdenkmal für die slawischen Heiligen Cyrill und Methodius an der Via Regia ist etwa 150 Meter entfernt an der Kreuzung Schmochtitz–Luga und Strohschütz–Löschau. An der Straße unterhalb des Kreuzungsbereichs steht ein Kreuzstein.Kreuzstein von Strohschütz Strohschütz ist über die S107 (Göda–Radibor) zu erreichen.
Geschichte Der Bauernweiler Strohschütz wurde 1419 das erste Mal als Stroschitz erwähnt. Der Name kommt vermutlich vom altsorbischen Wort für „Wache“, vgl. und den verwandten Ortsnamen Wartha/Stróža. Stróžišćo wäre dann ein Ort, von dem aus man ein Gebiet bewachen kann. Diese Deutung passt zur geografischen Lage der Ansiedlung weit oben an einem Hügel, der die Umgebung überblickt.
Der Wissenschaftler Arnošt Muka zählte 1884/85 in Strohschütz noch 23 Einwohner, von denen ausnahmslos alle Sorben waren. 1910 war Strohschütz mit 11 Einwohnern die kleinste Gemeinde der Amtshauptmannschaft Bautzen und auf der Einwohnerstatistik auf Platz 240.
+ Einwohnerentwicklung Datum Einwohner 1834 24 1871 27 1890 26 1910 11 1925 26 2010 8
Weblinks
Ortsteile der Gemeinde Radibor In: radibor.de
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Bautzen Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bautzen) Kategorie:Ortsteil von Radibor Kategorie:Gemeindeauflösung 1936