Suicide Club (engl. suicide – Suizid; club – Verein) ist eine Tragikomödie mit groteskem Humor aus Deutschland. Der 96-minütige Film ist die Abschlussarbeit von Olaf Saumer an der Kunsthochschule Kassel.
Inhaltsangabe Zum Sonnenaufgang erscheinen fünf Menschen mit völlig unterschiedlichen Charakteren auf einem Hochhausdach, um gemeinsam in den Tod zu springen. Sie wissen nichts voneinander. Ihre einzige Gemeinsamkeit ist der geplante gemeinsame Suizid. Jedoch zwingt sie eine widersinnige Verkettung von Geschehnissen, ihren Plan bis zum Abend aufzuschieben und auf dem Dach zu bleiben. So entwickeln sie, abgekoppelt vom Trubel des Alltags und des Stadtlebens, ein vorher unvorstellbares Gemeinschaftsgefühl und verbringen gemeinsam einen unvergesslichen Tag.
Kritiken
Produktionsnotizen Der Film ist eine Low-Budget-Produktion (50.000 EUR) und wurde fast vollständig durch Eigenfinanzierung realisiert. Die Hessische Filmförderung hat den Film finanziell (5.000 Euro) und der Hessische Rundfunk – Studio Kassel sowie die Kunsthochschule Kassel mit technischem Equipment unterstützt. Die Idee zu diesem Spielfilm entstand bereits 1999, als Olaf Saumer einen Artikel über japanische Teenager las, die sich anonym über das Internet verabredet hatten, gemeinsam Selbstmord zu begehen. Das Drehbuch schrieb Olaf Saumer gemeinsam mit seinem Bruder Martin Saumer. Neben Regie, Produktion und Co-Autor des Films ist er auch für den Schnitt des Films verantwortlich. Das gesamte Team inklusive der Schauspieler arbeiteten bei diesem Film auf Rückstellungen. Der Filmverleih Kinostar brachte den Film am 25. November 2010 in die deutschen Kinos. Die DVD gibt es seit dem 24. Juni 2011 im Handel. Die TV-Rechte wurden nach der Kinoauswertung an den SWR/SR und ARTE verkauft. Die TV-Premiere war am 29. Februar 2012 im SWR/SR. Weitere Ausstrahlungen fanden am 26. April 2013 sowie am 12. September 2014 statt.
Technische Daten Deutschland 2010 ca. 96 Minuten 16:9 anamorphotisch / 1:2.35 – Cinemascope DigiBeta / DCP Tonformat: STEREO
Festivals 31. Filmfestival Max Ophüls Preis (Uraufführung) 25. Unabhängiges FilmFest Osnabrück (Eröffnungsfilm) 22. Tage des unabhängigen Films Augsburg 34. MOSTRA – São Paulo International Film Festival (NewFilmmakersCompetition / International Premiere) 32. Biberacher Filmfestspiele (nominiert für „Bester Debütfilm“) 8ème Ciné-Festival en Pays de Fayence, Cinéma de Montauroux, Frankreich 27. Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest 23. exround filmfest Wiesbaden 7th Dubai International Film Festival (Cinema of the World) 10th Tiburon International Film Festival (US-Premiere) Discovery Zone – Luxemburg XIX St. Petersburg International Film Festival " Festival of Festivals" 14th Shanghai International Film Festival (German Films Focus) Yerevan International Film Festival / Filmfestival „Goldene Aprikose“ (nominiert für den Golden Apricot) Arsenal Film Festival / Riga Film Festivals 15th German Film Festival – Singapore (Goethe-Institut Singapore)
Preise und Auszeichnungen
Interfilmpreis 2010: Der Film feierte auf dem 31. Filmfestival Max Ophüls Preis am 24. Januar 2010 Premiere und gewann dort den Interfilmpreis 2010. CIGALE D’OR / Preis der Jury 2010: Auf dem französischen Filmfestival „Ciné Festival en Pays de Fayence“ erhielt Suicide Club am 7. November 2010 den Hauptpreis des Festivals, den Preis der Jury «CIGALE D’OR». Goldener Herkules 2010: Bei dem 27. Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest 2010 gewann Suicide Club den Goldenen Herkules. Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) hat im Dezember 2010 Suicide Club das Prädikat „wertvoll“ verliehen. Federico-Fellini-Award 2011: Bei der US-Premiere auf dem Tiburon International Film Festival erhielt Suicide Club den FEDERICO-FELLINI-AWARD für den besten internationalen Debütfilm.
Einzelnachweise
Weblinks
Kategorie:Filmtitel 2010 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Low-Budget-Film Kategorie:Filmdrama Kategorie:Filmkomödie Kategorie:Suizid im Film