mini|Vena saphena magna Die Vena saphena magna, aus lateinisch vena ‚Blutader, Vene,Pons: vena. Abgerufen am 2. Dezember 2014. und aus arabisch safin ‚verborgen‘Meyers Lexikon online sowie lateinisch magnus ‚groß‘, auch große Rosenader oder kurz Saphena magna und in der Tieranatomie Vena saphena medialis genannt, ist eine Blutader der unteren Extremität.

Sie entsteht aus dem Zusammenfluss mehrerer oberflächlich gelegener Fußvenen am Unterschenkel und zieht vor dem Knöchel dann mittig zum Schienbein und dorsomedial am inneren Gelenkknorren des Oberschenkelknochens (Condylus medialis) an die Oberschenkelinnenseite. Außer beim Menschen wird sie dabei von der Arteria saphena begleitet. Die Vene nimmt am Venenstern die epifasziellen Venen der Leistenregion auf, zieht durch den Hiatus saphenus und mündet schließlich in der Leistenregion in die Oberschenkelvene (Vena femoralis).

Die subkutan, bei dünnhäutigen Menschen sichtbar verlaufende Vena saphena magna kann zur Blutentnahme und zum Legen eines peripheren Venenkatheters verwendet werden. Insbesondere bei Katzen ist sie die größte der leicht zugänglichen oberflächlichen Venen. Die großen subkutanen Venen neigen jedoch zur Bildung von Varizen (Krampfadern).Detlef Kießling, Sabine Stannat: Anatomie am Lebenden (= Exa-Med. Band 4b). Verlag Jungjohann, Heidelberg 1981, ISBN 3-88454-104-8, S. 108.

Krampfadern in der Vena saphena magna können mittels endovenöser Lasertherapie (ELT) behandelt werden.T. M. Proebstle et al.: Konsensus zur endovenösen Lasertherapie der Varikose. (PDF) In: Phlebologie Band 33, 2004, S. 106–109.

Siehe auch Unterschenkel#Venen

Literatur Dos Winkel et al.: Anatomie in vivo für den Bewegungsapparat. Elsevier, Urban & Fischer Verlag 2004, ISBN 978-3-437-45676-3, S. 209. Uwe Gille: Herz-Kreislauf- und Abwehrsystem, Angiologia. In: F.-V. Salomon et al. (Hrsg.): Anatomie für die Tiermedizin. 2. Auflage. Enke-Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8304-1075-1, S. 404–463.

Einzelnachweise

Saphena magna