Karl Alwin Elling (* 20. Julientgegen allen Internetquellen, die den 20. April angeben, steht in seinem Fragebogen und Lebenslauf in der Personalakte der Reichsfilmkammer der 20. Juli, siehe Bundesarchiv R 9361-V/109229 1897 in Hannover; † 7. November 1973 ebenda) war ein deutscher Filmregisseur und Filmproduzent.

Leben und Wirken Elling absolvierte bis zur Promotion von 1920 bis 1924 in Göttingen ein Musikstudium. Anschließend knüpfte er Kontakte zur Filmbranche und arbeitete als Schnittmeister. Nebenbei gab er 1932 sein Regiedebüt bei einem Kurzfilm. Im April 1934 gründete er gemeinsam mit Walter Bergmann die Astra-Film Herstellungs- und Vertriebsgesellschaft m.b.H.Handelsregister Berlin HRB Nr. 49037 Er drehte leichtgewichtige Unterhaltung ohne größeren Anspruch, Komödien und Lustspiele harmloser Machart, gelegentlich unter der Aufnahmeleitung seines jüngeren Bruders Adolf Elling.

Der mit einer zwölf Jahre älteren Jüdin verheiratete Alwin Elling geriet im Laufe der Jahre bei den nationalsozialistischen Machthabern unter Druck, erhielt kaum mehr Spielfilm-Aufträge und konnte seinen Lebenserwerb nach 1938 fast nur noch mit der Herstellung von Lehrfilmen für die Wehrmacht verdienen. Kurz nach 1945 gingen er und seine jüdische Gattin Anna für einige Zeit in die USA, wo Elling in den ausgehenden 1940er Jahren als Schauspieler an Walter Wicclairs "Freier Bühne" wirkte. Wieder zurück in (der Bundesrepublik) Deutschland, konnte er nur schwer Anschluss an das Kinofilmschaffen der Bundesrepublik finden. Schließlich kehrte Alwin Elling in seine Heimatstadt Hannover heim.

Filme (als Ton- und Filmeditor) 1930: Der Andere 1930: Stürme über dem Montblanc 1930: Die Firma heiratet 1931: Walzerparadies 1931: Gloria 1931: Die schwebende Jungfrau 1931: Der unbekannte Gast 1931: Der Zinker 1932: Drei von der Kavallerie 1932: Melodie der Liebe 1932: Kampf 1932: Moral und Liebe 1933: Ein Unsichtbarer geht durch die Stadt 1934: Der schwarze Walfisch 1934: Ein Walzer für dich 1935: Wer wagt – gewinnt 1935: Eva

Filme (als Regisseur) 1932: Nur ein Viertelstündchen (Kurzfilm, auch Drehbuchmitarbeit) 1932: Herr Direktor engagiert (Kurzfilm, auch Drehbuch) 1935: Achte mir aufs Gakeki (Kurzfilm, auch Produzent) 1935: Eine Seefahrt, die ist lustig (auch Produzent) 1936: Trau – schau – wem (Kurzfilm) 1936: Befehl ist Befehl 1936: Hummel – Hummel 1936: Die Ballmutter (Kurzfilm) 1936: Der lustige Witwenball (auch Drehbuchmitarbeit und Produzent) 1936: Meine Frau, die Perle 1937: Karussell (auch Drehbuchmitarbeit und Produzent) 1937: Kein Wort von Liebe 1938: Kleines Bezirksgericht (auch Produzent) 1941: Ehe man Ehemann wird (auch Produzent) 1943: Überwinden von Minensperren (Dokumentar- und Lehrfilm) 1954: Sanatorium total verrückt (auch Drehbuchmitarbeit) 1958: Er ging an meiner Seite (nur Produktion)

Literatur Kay Weniger: Zwischen Bühne und Baracke. Lexikon der verfolgten Theater-, Film- und Musikkünstler 1933 bis 1945. Mit einem Geleitwort von Paul Spiegel. Metropol, Berlin 2008, ISBN 978-3-938690-10-9, S. 104.

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Einzelnachweise

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