1. Mai 87 ist eine Deutschpunk-Band aus Erkelenz. Die Band, die sich nach den Ausschreitungen am 1. Mai 1987 in Kreuzberg benannte, will nach eigener Aussage kritisieren und zum Nachdenken anregen. Dementsprechend nehmen politische und sozialkritische Songs große Teile im Schaffen von 1. Mai 87 ein.

Bandgeschichte Im Herbst 1987 gründeten Stefan, Rudi, Ralf und André in Erkelenz die Band. Sie waren durch Deutschpunkbands wie Slime und Razzia einerseits, aber auch die frühen Toten Hosen und Ärzte andererseits beeinflusst.

Der Name entstand auf Grund der Erlebnisse, die Stefan und André am 1. Mai 1987 in Kreuzberg gemacht hatten. Die ersten Proben fanden im Cusanus-Gymnasium in Erkelenz statt, das alle Gründungsmitglieder besuchten.Die Punk Chronik (Blog): Da der Schulleitung die Lärmbelästigung aber zu groß wurde, begann die Band mit einer Serie von Umzügen, zuerst in eine Garage und später in einen selbst ausgehobenen Proberaum unter dem Elternhaus von Stefan. Weitere Räume wurden später in Köln bezogen, ab 1995 Heimat von 1. Mai 87.

Wunsch ist Wunsch, Nackt durch Jülich Als André 1990 für einige Monate in die USA ging, vertrat Markus ihn. Rudi stieg wegen musikalischer Unstimmigkeiten aus und wurde durch Sven ersetzt. 1992 entstand im eigenen Proberaum das erste Demotape Wunsch ist Wunsch, das mit seinen guten Resonanzen die Möglichkeit eröffnete, auch außerhalb des Erkelenzer Landes zu spielen. Die stark steigende Zahl von Konzerten bewog Ralf, aus der Band auszusteigen. Mit Oli am Schlagzeug wurde 1993 das zweite Demotape Nackt durch Jülich eingespielt, von dem schließlich zwei Stücke auf dem ersten CD-Sampler des Selfkanter Labels Vitaminepillen Records landeten.

Viecher im Leib Trotz der räumlichen Distanzen zwischen den Mitgliedern (Köln, Düsseldorf, Erkelenz) festigte sich die Formation und nahm 1994 das erste Album Viecher im Leib bei Vitaminepillen Records auf. 1995 wurden weitere Samplerbeiträge aufgenommen und der Erfolg von Viecher im Leib für einige Kurztouren genutzt. Im Dezember 1995 wurde das Live-Album Rastamannallematanzbeinschwingen während der Vitaminepillen-Labelparty in Neuss aufgenommen. 1995 stieß Oliver "Bolle" zunächst als Keyboarder dazu. Wegen der hohen zeitlichen Belastung stieg Oli 1996 aus und Bolle übernahm das Schlagzeug.

Fohlenwurst im Federkleid Im Winter 1996/97 folgte eine Tour mit Knochenfabrik. Im selben Jahr wurde das Album Fohlenwurst im Federkleid in Eigenregie aufgenommen und vor knapp 10.000 Zuschauern im Rahmen der Kundgebung am 1. Mai zum zehnjährigen Jubiläum auf dem Mariannenplatz in Berlin-Kreuzberg präsentiert. Darauf zu hören ist auch der Rauchhaussong von Ton Steine Scherben, der zuvor auf dem Sampler Viva L'Anarchia (Tollshock Records) als Sequenzer-Version zu hören war. Zur Fohlenwurst gab es in limitierter Auflage selbst gebastelte und gestempelte Holzschuber.

Wurzel Da einige Lieder der Zeit von 1987 bis etwa 1990 noch nicht auf CD erschienen waren, beschloss die Band mit „Knochenfabrik-Claus“ ADAT im eigenen Proberaum diese aufzunehmen und veröffentlichte 1998, letztmals auf Vitaminepillen Records, das Album Wurzel.

Bollebummbasta Da Vitaminepillen Records zuvor die Ragga-Punk-Techno Single BolleBummBasta nicht veröffentlichen wollten, nutzte die Band den Kontakt zu Tollshock Records in Berlin, die diese Single auf gelbem Vinyl veröffentlichten. In Berlin und England gab es Airplay und gute Resonanzen. BolleBummBasta, als Erinnerung an einen Supermarktbrand an der Skalitzer/Wiener Str. in Berlin-Kreuzberg am 1. Mai 1987, war eine der ersten deutschen Ragga/Dub-Produktionen. 1998 verließ Bolle die Band.

Rip Off „Tuberkel“ kam als Schlagzeuger neu dazu und 1999 wurde beschlossen, die Band wegen „Abnutzungserscheinungen“ aufzulösen und auf Tollshock Records noch eine Abschieds-CD mit dem Titel Rip Off zu veröffentlichen. Die Abschiedstour zur CD begann im März 2000 und endete zuerst in Berlin am 1. Mai 2000 und endgültig mit dem Auflösungskonzert am 6. Mai in Köln.

Sven und Stefan spielen jetzt unter anderem bei 2LHUD und Mosh Slam.

Neugründung 2023 Anfang 2023 reformierte sich die Band.

Diskografie 1994: Viecher im Leib (Vitaminepillen Records) 1996: Rastamannallematanzbeinschwingen (Vitaminepillen Records) 1997: Fohlenwurst im Federkleid (Vitaminepillen Records) 1998: Wurzel (Vitaminepillen Records) 2000: Rip Off (TollShock) 2026: Vorspeise (Sterbt Alle)

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Einzelnachweise

Kategorie:Deutschpunk-Band Kategorie:Deutsche Band