Kurt Junek (* 31. Juli 1934 in Wien; † 20. Juli 1991) war ein österreichischer Kameramann und Fernsehregisseur.

Leben und Werk Der Sohn des Filmtechnikers Hans Junek hatte nach dem Abschluss des Realgymnasiums (Matura) eine fotografische Ausbildung an Wiens Graphischer Lehr- und Versuchsanstalt erhalten. Anschließend durchlief er mehrere untergeordnete Tätigkeiten bei diversen Filmgesellschaften und Kopieranstalten. Erste praktische Erfahrungen sammelte Junek ab 1955 als Kameraassistent, unter anderem von Bruno Mondi beim zweiten Sissi-Film Sissi – Die junge Kaiserin.

Junek blieb bis 1965 als Kameraassistent beim Kinofilm tätig, zuletzt überwiegend für die Sascha-Film. Sein Einstand als Chefkameramann für das Kino war 1968 der vielbeachtete Experimentalfilm Moos auf den Steinen, der als Erstlingswerk des Neuen Österreichischen Films gilt. Bereits mit Beginn der 1970er Jahre arbeitete Junek ausschließlich für das deutsche und österreichische Fernsehen. Nebenbei führte er auch regelmäßig TV-Regie, so in den 1980er Jahren bei einer Reihe von Kriminalfilmen der Reihe Tatort.

Junek war auch als Filmfunktionär tätig, 1980 wurde er Obmann der Austrian Association of Cinematographers (AAC), 1984 folgte ihm Kurt Brazda in dieser Funktion nach.. Abgerufen am 5. August 2018.. Abgerufen am 5. August 2018. Junek war von 1975 bis 1991 mit der Schauspielerin Ulli Fessl verheiratet.Ulli Fessl: „Machen und genießen“. Artikel vom 14. April 2017, abgerufen am 5. August 2018. Er sollte ursprünglich beim Kaisermühlen-Blues von Drehbuchautor Ernst Hinterberger Regie führen, starb allerdings vor der Realisierung.Interview Ernst Hinterberger. Abgerufen am 5. August 2018.

Kurt Junek war seit 1970 Mitglied der Freimaurerloge Libertas und 1976 Gründungsmitglied der Loge Zur Bruderkette.

Filmografie Als Kameramann 1968: Moos auf den Steinen 1968: Immer Ärger mit den Paukern 1968: Die tolldreisten Geschichten – nach Honoré de Balzac 1969: Unser Doktor ist der Beste 1969: Alle Kätzchen naschen gern 1969: Hilfe, ich liebe Zwillinge! 1971: Wenn der Vater mit dem Sohne. 13 Folgen 1975: Des Christoffel von Grimmelshausen abenteuerlicher Simplizissimus (Fernsehmehrteiler) 1977: Glückssachen (TV) 1979: Wunder einer Nacht (TV) 1980: Maria Theresia (TV, auch Regie) 1982: Alfred auf Reisen (Fernsehmehrteiler, auch Regie)

Als Regisseur 1983–1990: Tatort (Fernsehserie) 1983: Mord in der U-Bahn 1984: Der Mann mit den Rosen 1985: Des Glückes Rohstoff 1986: Wir werden ihn Mischa nennen 1987: Der letzte Mord 1987: Wunschlos tot 1987: Superzwölfer 1987: Die offene Rechnung 1988: Feuerwerk für eine Leiche 1989: Blinde Angst 1990: Seven Eleven

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Einzelnachweise

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