Kurt Kodal (* 17. September 1924 in Wien; † 19. Jänner 1989 ebenda) war ein österreichischer Kameraassistent, Filmproduktionsleiter und Filmproduzent.
Kodal hatte kurz nach dem Zweiten Weltkrieg seine filmische Ausbildung erhalten, stieß schon bald zur Entourage des Wiener Regisseurs Franz Antel und begann seine Karriere 30-jährig als einer von Antels Kameraassistenten (bei der Historienbiografie Spionage, 1954/55). Zusammen mit dem Kollegen Hanns Matula arbeitete Kurt Kodal bis Ende des Jahrzehnts in dieser Funktion an einer Fülle von Antel-Inszenierungen. Während Matula 1961 zum Chefkameramann aufstieg, blieb Kodal bis 1964 Assistent (zuletzt bei Axel von Ambessers Willy- und Thomas-Fritsch-Klamotte Das hab ich von Papa gelernt) und rückte anschließend kurzzeitig zum zweiten Kameramann bzw. einfachen Kameramann (bei Rolf Olsens Wildwestgeschichte Heiß weht der Wind, 1964, und Antels Krambambuli-Neuverfilmung Ruf der Wälder, 1965) auf.
Schließlich wechselte Kodal in den Produktionsbereich und diente Antel als Produktionsleiter bzw. Produzent, vor allem bei den an der Kinokasse wegen ihrer Softsex-Elemente recht erfolgreichen Frau-Wirtin-Kostümstreifen. In späteren Jahren arbeitete Kodal mehrfach für das österreichische Fernsehen und war als Produktionsleiter u. a. 1981 an Axel Cortis viel gelobter Inszenierung An uns glaubt Gott nicht mehr beteiligt. Seine Karriere beendete er 1986 als Mitproduzent von Antels in den Babelsberger DEFA-Studios entstandener, ebenso aufwändig gestalteter wie konventioneller Musiker-Biographie Johann Strauß – der König ohne Krone.
Filmografie als Produktionsleiter oder Produzent 1967: Das große Glück 1967: Die Wirtin von der Lahn 1968: Otto ist auf Frauen scharf 1968: Frau Wirtin hat auch einen Grafen 1969: Warum hab’ ich bloß 2x ja gesagt? 1969: Liebe durch die Hintertür (Nacke-di, nacke-du, nacke-dei) 1969: Frau Wirtin hat auch eine Nichte 1969: Frau Wirtin bläst auch gern Trompete 1970: Frau Wirtin treibt es jetzt noch toller 1970: Mein Vater, der Affe und ich 1971: Einer spinnt immer 1971: Außer Rand und Band am Wolfgangsee 1972: Sie nannten ihn Krambambuli 1972: Frau Wirtins tolle Töchterlein 1973: Das Wandern ist Herrn Müllers Lust 1974: Wenn Mädchen zum Manöver blasen 1975: Die Brücke von Zupanja 1975: Auch Mimosen wollen blühen 1976: Casanova & Co. 1977: Der Einstand 1978: Das Love-Hotel in Tirol 1979: Austern mit Senf 1980: Der Bockerer 1984: Popcorn & Paprika 1986: Johann Strauß – Der König ohne Krone
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