Das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten (TMUENF) ist eines der neun Ministerien des Freistaats Thüringen. Es hat seinen Sitz in der Beethovenstraße 3 im Süden von Erfurt in der Nachbarschaft des Thüringer Landtags. Minister ist seit dem 13. Dezember 2024 Tilo Kummer. Als Staatssekretärin steht ihm Karin Arndt zur Seite.
Geschichte Mit der Wiedergründung Thüringens im Jahr 1990 wurden das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft und Forsten und das Thüringer Ministerium für Umwelt und Landesplanung eingerichtet. Nach der Landtagswahl 1994 wurden die Ministerien in Thüringen neu strukturiert und beide Ministerien zum Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft zusammengefasst. Erster Minister für Umwelt und Landwirtschaft wurde der bisherige Landwirtschaftsminister Volker Sklenar (CDU). Ab 1999 hieß das Ministerium Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, nach der Landtagswahl 2009 erfolgte mit Amtsantritt des Ministers Jürgen Reinholz (CDU) die erneute Umbenennung in Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN). Seit 2024 heißt das Ministerium Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten (TMUENF).
Nach der Landtagswahl 2014 wurde der Aufgabenbereich Landwirtschaft und Forsten ausgegliedert und dem bisherigen Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr zugeordnet. Neu zum Ministerium kam der Bereich „Energie“ aus dem Wirtschaftsministerium. Mit dem Kabinett Voigt wurde der Bereich „Forsten“ wieder übernommen. Seitdem trägt das Ministerium seinen Namen.
Folgende Personen waren seit 1990 in Thüringen für Umwelt zuständig:
Gebäude mini|Ministeriumsgebäude in der Beethovenstraße, Portal|265x265px Das 1886 errichtete Hauptpostamt Erfurt erforderte mit dem gewachsenen Umfang und im Zusammenhang mit der Bildung des Landes Thüringen eine neue Oberpostdirektion. Dieses Gebäude wurde von 1929 bis 1930 nach Entwürfen von Oberpostbaurat Ludwig Meyer und Postbaurat Richard Lütje als neuer Sitz der Oberpostdirektion Erfurt errichtet.Historie des Gebäudes Tafelausstellung im Gebäude, 2025. Es ist durch die Formensprache des Neoklassizismus gekennzeichnet und verfügt über eine monumentale Westfassade von insgesamt etwa 150 Metern Länge. Der Baukörper gliedert sich in einen etwa 80 Meter langen Hauptbau in der Mitte und niedrigere, pavillonartige Anbauten rechts und links davon, die nach vorn hinausragen. Zwei weitere Flügel sind an der Ostfassade (Rückseite) angebaut. Vor dem Gebäude befindet sich eine parkartige Freifläche, was die monumentale Wirkung des Baus ebenso unterstreicht wie das durch sechs Säulen gegliederte Hauptportal mit Freitreppe.
Mit der Gründung der DDR wurde das Gebäude der Sitz der Erfurter Bezirksdirektion Post- und Fernmeldewesen. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 wurde die Deutsche Bundespost Eigentümer des Gebäudes bis zu ihrer Auflösung 1995.Hauptfassade mit Wandpfeilerportikus Bildarchiv Foto Marburg, 1993.
Geschäftsbereiche In seinem Geschäftsbereich nimmt das TMUEN im dreistufigen Verwaltungsaufbau Thüringens die Funktion der Obersten Verwaltungsbehörde ein. Dem TMUEN ist das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz als Fachbehörde und Obere Verwaltungsbehörde nachgeordnet.Geschäftsbereich, Webseite des TMUEN, aufgerufen am 12. Februar 2020
Zum Geschäftsbereich gehören als Nationale Naturlandschaften ein Nationalpark, zwei Biosphärenreservate sowie fünf Naturparke: Nationalpark Hainich Biosphärenreservat Rhön Biosphärenreservat Vessertal Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal Naturpark Kyffhäuser Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale Naturpark Thüringer Wald Naturpark Südharz
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Einzelnachweise
Erfurt Kategorie:Umweltministerium (Deutschland) Umwelt Energie Naturschutz und Forsten Kategorie:Löbervorstadt Thuringen Kategorie:Bauwerk des Historismus in Erfurt Kategorie:Energiewirtschaft (Thüringen) Kategorie:Bauwerk des Neoklassizismus in Thüringen Kategorie:Behördengründung 1990