Eberhardshof ist ein Stadtteil und der statistische Bezirk 64 in der westlichen Außenstadt von Nürnberg als Teil der Gemarkung Höfen. (PDF; 1,0 MB) auf statistik.nuernberg.de

Lage Der statistische Bezirk erstreckt sich von der Maximilianstraße im Osten bis zur Ringbahn im Westen und von der Pegnitz im Norden bis zum Frankenschnellweg im Süden und besteht aus den Stadtteilen Eberhardshof und Seeleinsbühl.Eberhardshof im BayernAtlasStadtplandienst der Stadt Nürnberg, abgerufen am 24. Januar 2010.

Geschichte mini|Quelle-Areal im Stadtteil Eberhardshof mini|Fürther Straße in Eberhardshof beim ehemaligen AEG-Gelände Der Ort wurde 1344 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort war damals in Besitz des Elisabethspitals der Deutschordenskommende Nürnberg.W. Fischer-Pache: Eberhardshof, S. 230.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Eberhardshof 2 Anwesen. Das Hochgericht war strittig zwischen dem brandenburg-ansbachischen Oberamt Cadolzburg und der Reichsstadt Nürnberg. Die Deutschordenskommende Nürnberg war Grundherr des Ortes und hatte die Vogtei inne.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 110.

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Eberhardshof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Höfen und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Höfen zugeordnet.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 240.

Die Ludwigseisenbahn (1835) und der Ludwig-Donau-Main-Kanal (1840) wurden durch das Gebiet des heutigen Eberhardshof gebaut.

Am 1. Januar 1899 wurde Eberhardshof zu einem Teil des Stadtgebiets Nürnberg. (PDF; 7,3 MB)

Entlang der Eisenbahn entwickelte sich die Fürther Straße im Bereich Eberhardshof zu einem industriell geprägten Schwerpunkt in Nürnberg. Zuerst siedelten sich Spielwarenhersteller an. In den 1950er Jahren hatte die Nürnberger Motorradindustrie ihren Höhepunkt, dem ihr Niedergang am Ende des Jahrzehnts folgte. Im Bereich der U-Bahn-Station Eberhardshof ließ sich Quelle mit einem Kaufhaus und Auslieferungszentrum nieder, aber auch Produktionsstätten von AEG und Triumph-Adler. Mit der Schließung der Produktion von TA und danach von AEG setzte in den 1990er Jahren ein weiterer Strukturwandel ein. 2009 eröffnete Arcandor ein Insolvenzverfahren und schloss Quelle.

Baudenkmäler Eberhardshof 1: Gasthaus Eberhardshof 2: Wohnhaus Diverse Mietshäuser Ehemaliges Quelle-Versandhaus

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900Einwohner 8 21 16 30 34 30 HäuserEs werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1900 als Wohngebäude. 2 2 4 4 Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Michael (Fürth) gepfarrt.

Nahverkehr Eberhardshof liegt zwischen dem U-Bahnhof Maximilianstraße und dem U-Bahnhof Muggenhof und hat dazwischen noch den U-Bahnhof Eberhardshof. Wegen der Inbetriebnahme der U1 wurde 1981 der frühere Fürther Streckenast der Straßenbahn Nürnberg eingestellt. Der Bahnhof Nürnberg-Neusündersbühl musste dem viergleisigen Ausbau der Bahnstrecke Nürnberg–Fürth im Jahre 2008 weichen.

Literatur

Werner Sprung: Der Eberhardshof und der Muggenhof. Zwei ehemalige Weiler vor den Toren der Reichsstadt. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg: Eberhardshof und Muggenhof, Nr. 50, Verein für Geschichte der Stadt Nürnberg, 1960, S. 53 ff. (online)

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Stadtteil von Nürnberg Kategorie:Statistischer Bezirk von Nürnberg Kategorie:Ersterwähnung 1344