Tanja Schleiff (* 1973 in Erfurt) ist eine deutsche Schauspielerin.
Biografie Tanja Schleiff wuchs in Erfurt und Leipzig als Tochter der Schauspieler Renate Hundertmark und Klaus Schleiff auf. Bereits als Kind und Jugendliche sammelte sie praktische Erfahrungen im Schauspielfach beim Kinder- und Jugendtheater und an den Städtischen Bühnen Erfurt.Susan Tuchel: „Ich habe meine Leidenschaft zum Beruf gemacht“, djournal.de, 20. Februar 2018 Sie studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig Tanja Schleiff bei castupload.com, abgerufen am 5. Oktober 2021 und spielte daneben am Schauspiel Leipzig. Anschließend ging sie ans Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen, bis Konstanze Lauterbach sie 1997 für eine Rolle ans Bayerische Staatsschauspiel München holte. Dort wurde sie fest ins Ensemble aufgenommen und spielte unter Regisseuren wie Roberto Ciulli, Dieter Dorn, Klaus Emmerich und Andreas Kriegenburg. Zu ihren Rollen in München gehörten Frank Wedekinds Lulu,Tanja Schleiff beim Düsseldorfer Schauspielhaus, abgerufen am 27. Mai 2023 die Enkelin in Thomas Bernhards Die Macht der Gewohnheit und die Hermia in Ein Sommernachtstraum. Für ihre darstellerischen Leistungen am Staatsschauspiel wurde Tanja Schleiff 2000 mit dem Bayerischen Kunstförderpreis im Bereich Darstellende Kunst sowie 2001 und 2002 mit dem Kurt-Meisel-Preis ausgezeichnet. Seit 2002 arbeitet sie freischaffend und war seitdem außer in München auch am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg zu sehen. In der Uraufführungsinszenierung der musikalischen Komödie Die Weberischen an den Vereinigten Bühnen Wien, die fürs ORF-Fernsehen aufgezeichnet wurde, hatte sie 2006 bis 2008 die Hauptrolle der Constanze Weber-Mozart.
Seit einem Auftritt in Heinrich Breloers Die Manns – Ein Jahrhundertroman 2001 spielt Tanja Schleiff auch regelmäßig in Kino- und Fernsehfilmen. Sie gehörte zum Hauptensemble des Spielfilms Shoppen und hatte Hauptrollen in Dominik Grafs Film Das Gelübde, in Rainer Kaufmanns Vier Töchter und in Max Färberböcks Bella-Block-Folge Vorsehung.
Sie hat drei Kinder: zwei Söhne namens Hugo und Oscar und eine Tochter namens Clara. Ihre Kinder hat sie zusammen mit ihrem Lebensgefährten René Heinersdorff. Die Kinder tragen seinen Nachnamen.Max Kirschner: Die Heinersdorffs: (K)eine ganz normale Theaterfamilie. In Westdeutsche Zeitung, 5. Januar 2015, abgerufen am 1. Februar 2026.
Filmografie (Auswahl) 2001: Die Manns – Ein Jahrhundertroman (Regie: Heinrich Breloer) 2002: Die Freunde der Freunde (Regie: Dominik Graf) 2003: Unter Verdacht – Beste Freunde (Regie: Uwe Frießner) 2004: Tatort – Mörderspiele (Regie: Stephan Meyer) 2004: Der Untergang (Regie: Oliver Hirschbiegel) 2004: Der Rote Kakadu (Regie: Dominik Graf) 2006: Shoppen (Regie: Ralf Westhoff) 2006: Vier Töchter (Regie: Rainer Kaufmann) 2007: Das Gelübde (Regie: Dominik Graf) 2008: Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen (Regie: Ralf Huettner) 2008: Selbstgespräche (Regie: André Erkau) 2009: Tatort – Um jeden Preis (Regie: Peter Fratzscher) 2009: Bella Block: Vorsehung (Regie: Max Färberböck) 2009: Polizeiruf 110 – Klick gemacht (Regie: Stephan Wagner) 2010: Mein Leben im Off (Regie: Oliver Haffner) 2010: Klimawechsel (Regie: Doris Dörrie) 2011: Tatort – Der Weg ins Paradies (Regie: Lars Becker) 2012: Tatort – Hinkebein (Regie: Manfred Stelzer) 2012: Marie Brand und die falsche Frau (Regie: Josh Broecker) 2012: Tatort – Mein Revier (Regie: Thomas Jauch) 2012: Mord mit Aussicht – Die Saat des Bösen 2013: Nord Nord Mord – Clüver und die fremde Frau (Regie: Anno Saul) 2014: Unter anderen Umständen – Falsche Liebe (Regie: Judith Kennel) 2015: Kommissarin Heller – Schattenriss (Regie: Christiane Balthasar) 2015: Notruf Hafenkante – Der glatte Wahnsinn 2015: Die Eisläuferin 2017: Neben der Spur – Dein Wille geschehe (Regie: Anno Saul) 2017: Die Füchsin – Spur auf der Halde (Regie: Samira Radsi) 2017: Der Alte – Geteiltes Leid (Regie: Michael Kreindl) 2017: Der Tod und das Mädchen – Van Leeuwens dritter Fall (Regie: Hans Steinbichler) 2017: Charité (Regie: Sönke Wortmann) 2017: Harter Brocken – Der Bankraub (Regie: Andreas Senn) 2018: SOKO Leipzig – Der Sohn 2018: Ella Schön: Die Inselbegabung (Fernsehfilm) 2018: Ella Schön: Das Ding mit der Liebe (Fernsehfilm) 2018: So viel Zeit 2018: Schattengrund – Ein Harz-Thriller (ZDF, Regie: Dror Zahavi) 2018: Die Füchsin – Spur in die Vergangenheit (Fernsehreihe) 2019: Notruf Hafenkante – SOKO Kiebitz 2019: Helen Dorn – Nach dem Sturm 2019: Ella Schön: Die nackte Wahrheit (Fernsehfilm) 2019: Ella Schön: Sturmgeschwister (Fernsehfilm) 2019: Väter allein zu Haus: Gerd 2019: Väter allein zu Haus: Mark 2019: Scheidung für Anfänger 2020: Sechs auf einen Streich: Helene, die wahre Braut (Fernsehfilm) 2020: Unter Freunden stirbt man nicht (Miniserie, 2 Episoden) 2020: Ella Schön: Schiffbruch (Fernsehfilm) 2021: In aller Freundschaft: Falsche Spur 2021: Tatort – Der Reiz des Bösen 2021: Ella Schön: Land unter (Fernsehfilm) 2021: Ella Schön: Familienbande (Fernsehfilm) 2021–2024: Sisi (Fernsehserie) 2021: Charlotte Link – Die Suche (Fernsehfilm) 2022: Ella Schön: Das Glück der Erde (Fernsehfilm) 2022: Ella Schön: Freischwimmer (Fernsehfilm) 2022: Ella Schön: Seitensprünge (Fernsehfilm) 2022: Marie Brand und der entsorgte Mann 2023: Der Staatsanwalt – Die letzte Partie 2023: Ostfriesenfeuer 2023: Merz gegen Merz – Hochzeiten (Fernsehfilm) 2024: Bettys Diagnose – Schmetterlingskinder 2024: SOKO Köln: Jagdzeit 2024: Wäldern (Fernsehreihe, 2 Folgen) 2024: Yvonne und der Tod 2025: Wilsberg – Über dem Gesetz (Fernsehreihe) 2025: Tatort: Restschuld (Fernsehreihe) 2025: Ganzer halber Bruder 2026: Fast perfekte Frauen (Fernsehfilm) seit 2026: Der Lehrer (Fernsehserie, 6 Episoden)
Theater (Auswahl) 1986: Erich Kästner: Emil und die Detektive (Pony Hütchen) – Regie: Karl-Heinz Krause (Pioniertheater Erfurt) Städtische Bühnen Erfurt 1987: Wilhelm Schmidtboom: Der Graf von Gleichen (Anna, Tochter des Grafen) – Regie: Klaus Stephan 1991: Josef Stein / Jerry Bock: Anatevka, der Fiedler auf dem Dach (Bielke, Tochter des Milchmanns Tevje) – Regie: Manfred Straube 1991: Gerdt von Bassewitz: Peterchens Mondfahrt (Annelieses Stern) – Regie: Marcus Everding 1992: Klaus Stephan: Klappe zu, Affe tot (Revue-Girl) – Regie: Klaus Stephan Düsseldorfer Schauspielhaus 2014: Johann Wolfgang von Goethe: Iphigenie auf Tauris – Regie: Mona Kraushaar
Hörspiele 2008: Jean-Patrick Manchette / Jean-Pierre Bastid: Lasst die Kadaver bräunen! – Bearbeitung und Regie: Silke Hildebrandt (WDR) 2001: Philip K. Dick: Zeit aus den Fugen – Bearbeitung und Regie: Marina Dietz (Hörspiel – BR) 2013: Eva Lia Reinegger: Weihnachten mit Pitbull – Regie: Maike Dörries (Kinderhörspiel – WDR) 2014: Tom Peukert: Paradise – Regie: Annette Kurth (Hörspiel – WDR) 2010: Guy Helminger: Frau Gantner – Regie: Jörg Schlüter (Hörspiel – WDR) 2018: Der dunkle Wald. Trisolaris-Trilogie nach Liu Cixin, Regie: Martin Zylka (Hörspiel – WDR) 2021: Jenseits der Zeit. Trisolaris-Trilogie nach Liu Cixin, Regie: Martin Zylka (Hörspiel – WDR) 2024: The Belles. Fantasy-Hörspiel-Serie nach Dhonielle Clayton, Hörspiel, WDR
Weblinks
Agenturprofil Engel, Girlie, Kindfrau, Welt.de vom 6. Mai 2001 zur Verleihung des Kurt-Meisel-Preises Eng verbunden mit dem Glauben, Welt.de vom 25. Mai 2008 zu ihrer Rolle in Das Gelübde
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Hörspielsprecher Kategorie:Darstellender Künstler (Erfurt) Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1973 Kategorie:Frau