Das Gesetz über die Vereinheitlichung des Unterrichts ist ein türkisches Reformgesetz, mit dem alle Schulen und sonstigen Einrichtungen zur Bildung dem Ministerium für Nationale Erziehung untergeordnet wurden. Die Vereinheitlichung führte zur Schließung der Madāris und sollte das herrschende Chaos im Schulsystem beseitigen, dem Analphabetismus entgegenwirken und die „Erziehung zur Nation“Mustafa Gencer: Bildungspolitik, Modernisierung und kulturelle Interaktion. Deutsch-türkische Beziehungen (1908–1918). In: Ferhad Ibrahim (Hrsg.): Konfrontation und Kooperation im Vorderen Orient. Band 8, Lit Verlag, Münster, u. a. 2002, ISBN 978-3-8258-6370-8, S. 75. ermöglichen.

Das Gesetz vom 3. März 1924 trat am 6. März 1924 mit der Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft. Als Reformschutzgesetz steht es unter besonderem Schutz der Türkischen Verfassung (Art. 174).

Nationale Erziehung In Ankara wurde am 16. Juli 1921 der Kongress zum Unterrichtswesen (Maarif Kongresi) eröffnet, bei dem Mustafa Kemal Pascha die Eröffnungsrede hielt. In dieser Rede erklärte der spätere Präsident der Republik die „nationale Erziehung“ folgendermaßen:

Literatur Asım Arı: Tevhid-i Tedrisat ve Laik Eğitim. In: G.Ü. Gazi Eğitim Fakültesi Dergisi. Band 22, Nr. 2, 2002, S. 181–192 (PDF, 212 kB; türkisch).

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Rechtsquelle (Türkei) Kategorie:Bildung in der Türkei Kategorie:Öffentliches Recht (Türkei) Kategorie:Rechtsquelle (20. Jahrhundert)