rechts|125px|Wappen der Stadt Mainz

Diese Liste bezeichnet Persönlichkeiten, die in Mainz besonders gewirkt haben, mit Ausnahme der dort Geborenen, der Ehrenbürger und solcher Persönlichkeiten, die durch ein in der Stadt ausgeübtes Amt einen besonderen Bezug zu Mainz haben.

Diese sind in eigenen Listen zusammengefasst: Liste von Söhnen und Töchtern der Stadt Mainz Liste der Ehrenbürger von Mainz Liste der Bischöfe von Mainz Liste der Mainzer Weihbischöfe Liste der Stadtoberhäupter von Mainz

Wissenschaft Johann Joachim Becher (1635 in Speyer; † 1682 in London), Alchemist, Arzt und Kameralist (Vertreter des Kameralismus) sowie Wirtschaftstheoretiker Franz Rütger von Haren (* vor 1676 in Betuwe; † 1724 in Mainz), Kanoniker bei St. Peter, erzbischöflicher Rat, Professor der Rechte und Kanzler der Universität Johann Philipp Hahn (* 1690 in Großbartloff; † 1774 in Mainz) war ein Rechtswissenschaftler, Hochschullehrer und Hofgerichtsadvokat in Mainz Johann Georg Adam Forster (* 1754 in Nassenhuben bei Danzig; † 1794 in Paris), Naturforscher, Völkerkundler und Literat. Ab 1788 Universitätsbibliothekar in Mainz, beteiligte er sich 1793 an der Ausrufung der Mainzer Republik Gotthelf Fischer von Waldheim (* 1771 in Waldheim; † 1853 in Moskau), deutscher Zoologe. Lehrer für Naturgeschichte und Bibliothekar an der Centralschule, Gemeinderat in der Mainzer Lokalpolitik Wilhelm von Reichenau (* 1847 in Dillenburg; † 1925 in Mainz), Naturforscher, Bibliothekar und erster Direktor des Naturhistorischen Museums in Mainz Romano Guardini (* 1885 in Verona; † 1968 in München), katholischer Religionsphilosoph. Verbrachte seine Kinder- und Jugendjahre in Mainz und war Mitbegründer des Mainzer Mathias-Grünewald-Verlags Franz Specht (* 1888 in Roßlau (Elbe); † 1949 in Mainz), ab 1946 Professor in Mainz Herbert Kühn (* 1895 in Beelitz; † 1980 in Mainz), Prähistoriker, Kunsthistoriker, Philosoph und Religionswissenschaftler, 1946 erster Ordinarius für Vor- und Frühgeschichte an der wiederbegründeten Johannes Gutenberg-Universität Mainz, bis 1956 Friedrich Wilhelm Straßmann (* 1902 in Boppard; † 1980 in Mainz), deutscher Kern-Chemiker Heinrich Steitz (* 1907 in Fürfeld; † 1998 in Mainz), Professor für Kirchengeschichte, bedeutender Forscher und ev. Theologe für die Hessische Kirchengeschichte Heinz Leitermann (* 1908; † 1979), Kunsthistoriker, Hochschullehrer und Zeichner Berno Wischmann (* 1910 in Tondern (Dänemark); † 2001 in Bad Sobernheim), Gründer des Fachbereichs Sport der Johannes Gutenberg-Universität und des USC Mainz Leopold Horner (* 1911 in Kehl; † 2005 in Mainz), deutscher Chemiker Wilhelm Nils Fresenius (* 1913 in Berlin; † 2004 in Wiesbaden), deutscher Chemiker und Geschäftsführer des Institutes Fresenius Hertha Hafer (* 1913 im Westerwald; † 2007 in Mainz), Mainzer Pharmazeutin und Apothekerin, deren Grundlagenforschungen zur Mundhöhlen-Biologie und Zahnkariesentwicklung bis heute wegweisend sind Rudolf Walter (* 1918 in Groß Wierau, Landkreis Schweidnitz, Provinz Schlesien; † 2009 in Eppelheim), war seit 1972 Honorarprofessor im Fach Musikwissenschaft an der Philosophischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Heinz Bach (* 1923 in Berlin; † 2013 in Mainz), Lehrstuhlinhaber für Geistigbehindertenpädagogik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Dietrich Falke (* 1927 in Coswig), Facharzt für Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, 1969–1992 Professor für Medizinische Mikrobiologie in Mainz, Autor medizinischer Fachliteratur über Mikrobiologie, Virologie und Infektiologie Bertram Huppert (* 1927 in Worms, † 2023), Professor für Mathematik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Martin Kretzschmar (* 1930 in Leipzig; † 2023), Professor des Fachbereichs Teilchenphysik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Paul Josef Crutzen (* 1933 in Amsterdam; † 2021 in Mainz), Meteorologe am Max-Planck-Institut für Chemie, Nobelpreisträger Philipp Gütlich (* 1934 in Rüsselsheim am Main; † 2022 in Roßdorf), Chemiker, ab 1975 Professor in Mainz Ulrich Hecker (* 1936 in Halle), Biologe und bekannter deutscher Dendrologe Horst Kunz (* 1940 in Frankenhausen), Chemiker und Professor an der Johannes Gutenberg-Universität Jürgen Schölmerich (* 1948 in Marburg), Mediziner, Hochschullehrer, Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft Änne Bäumer (* 1957 in Freudenberg), Biologiehistorikerin; Hochschuldozentin für Geschichte der Naturwissenschaften an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Felix Leinen (* 1957 in Wiesbaden), Professor für Mathematik an der Universität Mainz und Politiker (ÖDP) Uğur Şahin (* 1965 in İskenderun, Türkei), Mediziner, Hochschullehrer, Mitgründer und CEO von BioNTech Özlem Türeci (* 1967 in Lastrup), Medizinerin, Privatdozentin, Mitgründerin von BioNTech

Politik

Nero Claudius Drusus, römischer Politiker und Feldherr („Drusus-Stein“ in der Zitadelle) Severus Alexander, römischer Kaiser; errichtete eine Rheinbrücke bei Mainz und wurde 235 vor den Toren der Stadt in einem Feldlager ermordet Anton Heinrich Friedrich von Stadion, Großhofmeister am kurfürstlichen Hof, Verfechter der Aufklärung Karl Christian Parcus, Verwaltungsjurist und Revolutionär Jeanbon St. André, französischer Präfekt in Mainz unter Napoleon François Joseph Rudler, französischer Regierungskommissar der Direktorialregierung. Bernhard Adelung, Politiker Raymond Schmittlein, französischer General und Politiker, Gründer der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Marie Böckel-Grosch (* 1900, † 1988), Rechtsanwältin und Kommunalpolitikerin Joachim Schulte, LGBT-Aktivist Josef Hofmann, Kommunal- und Bundespolitiker Hans Friderichs (* 1931 in Wittlich, † 2025), Bundesminister für Wirtschaft Georg Gölter (* 22. Dezember 1938 in Kaiserslautern; † 5. April 2025), Politiker (CDU). unter anderem Staatsminister, lebte in Mainz Michael Pietsch (* 1958; † 2022), Mediziner, Hochschullehrer und Politiker (CDU), Ehrenringträger der Stadt Mainz für kommunalpolitische Verdienste Christin Sauer (* 1992), Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen), Mitglied des Mainzer Stadtrats und Ortsvorsteherin von Hartenberg-Münchfeld

Militär Didius Julianus, zweiter Kaiser des römischen zweiten Vierkaiserjahres (193), befehligte in Mogontiacum eine römische Legion. Maximilian Lorenz von Starhemberg, wurde am 6. September 1689 beim Sturm auf die Stadt Mainz schwer verwundet und erlag am 17. September 1689 seinen Verletzungen Jean-Baptiste Kléber, zunächst Bauinspektor in Belfort, später bei der Befestigung von Mainz Adam-Philippe de Custine setzte Mainz 1793 in Verteidigungsstand François-Christophe Kellermann, französischer General, Pair und Marschall von Frankreich. François Ignace Ervoil d’Oyré, 1792/93 Kommandant en chef von Mainz, Kastel und den dazugehörigen Posten Louis Baraguey d’Hilliers, französischer General Armand Samuel de Marescot, französischer General, Oberkommandant der Genietruppe in Mainz Anne Pierre Nicolas de Lapisse, französischer Oberst, 1810 bis 1814 Colonel-directeur der Festung Mainz François Ignace Schaal, Kommandant der republikanischen Rheinarmee Paul-Louis Courier, französischer Autor von Werken zur Antike, war in den „Mainzer Linien“ aufgestellt Karl von Österreich-Teschen Albrecht Friedrich von Österreich Woldemar von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg Wilhelm von Woyna Albert von Rauch, Generalmajor und Kommandeur der Mainzer 41. Infanterie-Brigade, später General der Infanterie Paul von der Planitz Konrad Ernst von Goßler Paul Baron von Collas, Militärgouverneur von Mainz (1898–1903) Martin Wilhelm von Waldthausen, Husarenoffizier und Erbauer von Schloss Waldthausen Hugo von Kathen, Militär-Gouverneur von Mainz Victor Goybet, erster Stadtkommandant von Mainz nach dem Waffenstillstand von Compiègne Sylvain Eugène Raynal, zunächst Gefangener auf der Zitadelle, ab 1920 Stadtkommandant von Mainz Norman Schwarzkopf junior, war Unterstützungsoffizier und Kommandant der 8. mechanisierten Abteilung in Mainz-Gonsenheim

Religion

Konrad von Hochstaden wurde durch Klerus und Volk von Mainz eindeutig zum Nachfolger des verstorbenen Siegfried III. von Eppstein gewählt. Dieses lehnte er jedoch auf päpstliches Verlangen hin ab und wurde 1238 Erzbischof von Köln Bernhard von Breidenbach, Autor einer viel gelesenen Reisebeschreibung Gottfried Bessel, Generalvikar und Offizial in Mainz, Abt des Stiftes Göttweig Gabriel Biel, Domprediger im Dom zu Mainz, genannt der „letzte Scholastiker“ Lupold von Bebenburg, Domherr in Mainz, Rechtsgelehrter, Offizial des Würzburger Bischofs und als Lupold/Leopold III. Bischof von Bamberg Wolfgang Capito versuchte als kurfürstlicher Kanzler, einen Ausgleich mit Luther, aus seinen humanistischen Voraussetzungen zu erreichen. Reinhard von Hanau, umfangreich bepfründeter Kleriker im böhmischen und süddeutschen Bereich Johann von Wesel spätmittelalterlicher Theologe, Verfasser der „Disputatio adversus indulgentias“ gegen die Ansprüche des Papsttums Kraft VI. von Hohenlohe-Waldenburg-Neuenstein war Domherr in Mainz und Speyer Friedrich Nausea, Domprediger in Mainz, später Bischof der Diözese Wien Georg von der Pfalz, war von 1499 bis 1506 Dompropst in Mainz, Bischof von Speyer von 1513 bis 1529 Wilhelm von Wertheim, Domherr Kuno II. von Falkenstein, Domherr, später Bischof von Köln Stephan von Pfalz-Simmern, Domherr in Straßburg, Mainz, Köln, Speyer und Lüttich Ruprecht von Pfalz-Veldenz, Domherr in Mainz, Köln und Straßburg, heiratete jedoch später Melchior Pfintzing, Propst des Ritterstifts von St. Alban zu Mainz Rudolf von Rüdesheim, Kanoniker in Mainz, später Bischof von Lavant und danach Erzbischof von Breslau Johann Heinrich von Wallbrunn, Domherr Rudolf von und zu Frankenstein, zunächst Mainzer Domherr, später Bischof von Speyer Raban von Helmstatt, Domherr in Mainz, ab 1399 Bischof von Speyer und ab 1430 Erzbischof von Trier und damit einer der drei geistlichen Kurfürsten des Heiligen Römischen Reiches. Rabanus Maurus, Benediktinermönch und Dichter („Veni creator spiritus“) Caspar Dietrich von Fürstenberg, Kanoniker (zuletzt Dompropst in Mainz), Alchimist, Kavallerieobrist, Künstler und unterlegener Kandidat bei der Wahl zum Mainzer Kurfürsten Salentin von Isenburg, Domherr in Mainz, später Kurfürst von Köln und Fürstbischof von Paderborn Johannes Cochläus, Kleriker in Mainz, einer der erbittertsten Gegner Martin Luthers Rudolf von Baden, badischer Titular-Markgraf und Domherr in Mainz, Köln, Straßburg und Augsburg Adolf III. von Schaumburg, Domherr zu Köln und Mainz, später Erzbischof des Erzbistums Köln Hartger Henot, Kölner Domherr, Jurist und Doktor beider Rechte, Propst an St. Maria ad Gradus (Mainz) Otto Gereon von Gutmann zu Sobernheim, Kanoniker an St. Maria ad Gradus (Köln) und St. Stephan (Mainz), später Weihbischof in Köln Christoph Rudolf von Stadion, Reichsfreiherr, war Hofratspräsident im Kurfürstentum Mainz, Dompropst und mehrfacher Kandidat für das Kurfürstenamt in Mainz Johann Jakob Waldbott von Bassenheim, Domherr von Kurmainz Statthalter in Erfurt Casimir Waldbott von Bassenheim, bewahrte den Bassenheimer Reiter aus dem Westlettner des Mainzer Doms Philipp Christoph von Sötern, Doktor beider Rechte, Domherr in Trier, Mainz und Speyer. Ab 1610 Bischof von Speyer und ab 1623 Erzbischof und Kurfürst von Trier. Friedrich Wilhelm von Bicken, achter Statthalter Erfurts, war Domkapitular zu Mainz Karl III. Philipp von der Pfalz, Domherr in Mainz, Kurfürst von der Pfalz Carl Friedrich Hatzfeldt zu Gleichen, österreichischer Staatsmann, bereits in jungen Jahren Domherr zu Mainz Wilderich von Walderdorff, Domherr in Würzburg und Mainz, später Bischof der Diözese Wien Kaspar Maria von Sternberg war Theologe, Politiker, Mineraloge und Botaniker. Verhandelte als Begleiter Karl Theodor von Dalbergs die Vereinigung des Bistums Mainz mit Regensburg bei Talleyrand.