Braunhausen ist ein Ortsteil der Stadt Bebra im osthessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Der Ort liegt nordöstlich der Kernstadt Bebra im Bebratal, einem Teil des Richelsdorfer Gebirges. Im Westen des Ortes liegt der Braunhäuser Tunnel, ein ehemaliger Eisenbahntunnel an der Nord-Süd-Strecke von Hannover nach Frankfurt am Main.

Geschichte mini|hochkant|Evangelische Kirche in Braunhausen

Ortsgeschichte Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Braunhausen erfolgte im Jahr 1252.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Braunhausen zum 31. Dezember 1971 zusammen mit weiteren Gemeinden auf freiwilliger Basis in die Stadt Bebra eingegliedert. Für Braunhausen und die weiteren eingegliederten Gemeinden von Bebra wurde je Ortsbezirk gebildet.

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter sowohl Gericht als auch Verwaltungseinheit. denen Braunhausen angehört(e):

vor 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen, Amt Rotenburg ab 1567: Heiliges Römisches Reich (bis 1806), Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Rotenburg 1627–1834: Landgrafschaft Hessen-Rotenburg (sogenannte Rotenburger Quart), teilsouveränes Fürstentum unter reichsrechtlicher Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel bzw. des Kurfürstentums Hessen ab 1806: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Rotenburger Quart, Amt Rotenburg 1807–1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Bebra ab 1815: Kurfürstentum Hessen, Amt Rotenburg ab 1821/22: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis RotenburgVerordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 73.Trennung von Justiz (Fürstlich Rotenburgisches Oberamt Rotenburg) und Verwaltung ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Rotenburg ab 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Rotenburg ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Rotenburg ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Rotenburg ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Rotenburg ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Rotenburg ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Rotenburg ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Rotenburg ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Stadt BebraAm 31. Dezember 1971 als Ortsbezirk zur Stadt Bebra.

Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Braunhausen 135 Einwohner. Nach dem Lebensalter waren 18 Einwohner unter 18 Jahren, 45 zwischen 18 und 49, 36 zwischen 36 und 64 und 81 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 57 Haushalten. Davon waren 15 Singlehaushalte, 21 Paare ohne Kinder und 18 Paare mit Kindern, sowie keine Alleinerziehenden und keine Wohngemeinschaften. In 36 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 99 Haushaltungen leben keine Senioren.

Einwohnerentwicklung

Historische Religionszugehörigkeit • 1885: 259 evangelische (= 97,00 %), 8 anderes christliche-konfessionelle (= 3,00 %) Einwohner • 1961: 227 evangelische (= 94,69 %), 227 katholische (= 3,77 %) Einwohner

Politik Für Braunhausen besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Braunhausen) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 68,22 %. Alle Kandidaten gehörten der „Bürgerliste Braunhausen“ an. Der Ortsbeirat wählte Hans-Georg Blackert zum Ortsvorsteher.

Sehenswürdigkeit Am 21. Mai 1905 wurde die neugotische Kirche eingeweiht; die beiden Glasmalerei-Fenster mit den Motiven „Evangelist Johannes“ und „Der gute Hirte“ wurden 1904 von Alexander Linnemann in Frankfurt am Main entworfen und hergestellt. Sie steht unter Denkmalschutz.

Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen

Einzelnachweise

Literatur

Weblinks Stadtteile In: Webauftritt der Stadt Bebra.

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