mini|Außenansicht mini|Innenansicht mini|Altar Die katholische Kirche St. Agnes steht in Düsseldorf-Angermund. Sie wurde als Pfarrkirche nach dem Dreißigjährigen Krieg gebaut und gehört seit 2026 zur Pfarrei St. Suitbertus, Kaiserswerth.
Geschichte Angermund gehörte bis zum Dreißigjährigen Krieg zum Pfarrbezirk Kalkum. Es verfügte über eine Kapelle aus dem 9. Jahrhundert. 1632 wurde diese Kapelle zerstört.
Herzog Wolfgang Wilhelm von Berg stellte ein Grundstück zur Errichtung einer neuen Kirche zur Verfügung. 1646 waren die Außenmauern fertig, 1651 stand der Rohbau. 1658 fand der erste Gottesdienst in der neuen Kirche St. Agnes statt. 1669 wurde die Kirche nach einem Brand schwer zerstört und bis 1697 wiederhergestellt. Am 9. August 1697 konnte schließlich die offizielle Kirchweihe stattfinden.
1703 wurde Angermund eine selbstständige Pfarrei, St. Agnes wurde Pfarrkirche.
Im Jahr 1870 wurde die Kirche durch den Architekten August Carl Lange zu einer neuromanischen Basilika umgebaut und erweitert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Bau 1953 unter Leitung des Architekten Theo Scholten grundlegend saniert, wozu auch die Beseitigung von Kriegsschäden gehörte. Dieser Sanierung fiel die historische Innenausmalung zum Opfer. im Portal gemeinden.erzbistum-koeln.de, abgerufen am 22. Dezember 2013
Architektur Die Kirche wurde ursprünglich als Hallenkirche mit Satteldach angelegt. Die Konstruktion bestand aus Bruchsteinen. Das Dach wurde durch Holzstützen gehalten. Die Glocken befanden sich in einem Dachreiter.
Der Umbau der Kirche 1870 nach Plänen des Baumeisters Lange führte zu deutlichen Veränderungen: Anstelle von Holzstützen wurden Säulen errichtet, das so entstandene Mittelschiff angehoben und mit fünf Obergadenfenstern ausgestattet. Insgesamt ist die Kirche seitdem dreischiffig. Der Ausbau erfolgte mit Ziegelsteinen. Zudem wurde nunmehr ein Glockenturm errichtet.
Ausstattung Kreuzweg Die Kreuzwegbilder stammen vom Angermunder Kirchenmaler Heinrich Nüttgens. Nach dem Vaticanum II waren sie 1967 im Zuge einer Umgestaltung der Kirche gegen moderne bronzene Kreuzwegstationen ersetzt worden. Doch 1996 entschied sich die Gemeinde, den modernen Kreuzweg zu entfernen und Nüttgens Kreuzweg wieder aufzuhängen.
Orgel Die Orgel wurde 1933 von dem Orgelbauer Johannes Klais erbaut; sie ersetzte eine von Thomas Weidtmann 1738 gebaute Orgel. Düsseldorf/Angermund, St. Agnes Das Kegelladen-Instrument hat 46 Register auf drei Manualen und Pedal. Die Spiel- und Registertrakturen sind elektrisch.Nähere Informationen zur Orgel
I Rückpositiv C–g3 1. Rohrgedackt 8′ 2. Weidenpfeife 8′ 3. Principal 4′ 4. Hornprincipal 4′ 5. Nasard ′ 6. Kleinprinzipal 2′ 7. Terz ′ 8. Scharff IV 1′ 9. Krummhorn 8′ II Hauptwerk C–g3 10. Quintadena 16′ 11. Principal 8′ 12. Gemshorn 8′ 13. Flöte 8′ 14. Octave 4′ 15. Rohrflöte 4′ 16. Superoctave 4′ 17. Hohlflöte 2′ 18. Rauschquinte II ′ 19. Mixtur V 2′ 20. Trompete 16′ 21. Kupfertrompete 8′ 22. Clairon 4′ III Schwellwerk C–g3 23. Principal 8′ 24. Liebl. Gedackt 8′ 25. Violflöte 8′ 26. Flötenschwebung 8′ 27. Nachthorn 4′ 28. Quintatön 4′ 29. Blockflöte 2′ 30. Principal 1′ 31. Mixtur V ′ 32. Dulcian 16′ 33. Schalmei-Oboe 8′ 34. Kropftrompete 4′ Tremulant Pedal C–f1 35. Principalbass 16′ 36. Subbass 16′ 37. Zartbass 16′ 38. Quintbass ′ 39. Octavbass 8′ 40. Bassflöte 8′ 41. Choralbass 4′ 42. Octave 2′ 43. Hintersatz V ′ 44. Posaune 16′ 45. Basstrompete 8′ 46. Trompete 4′ Koppeln: I/II (auch als Suboktavkoppel), III/I, III/II, II/I, III/III (Superoktavkoppel), I/P, II/P, III/P
Glocken Im Glockenturm hängt ein Glockengeläut von sieben Bronze-Glocken, die alle, in verschiedenen Jahren, von der Gießerei Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher gegossen wurden.Gerhard Hoffs, Glocken im Stadtdekanat Düsseldorf, S. 30: Düsseldorf-Angermund, St. Agnes; auf den Folgeseiten auch die Inschriften der Glocken +Nr.PatronGussjahrDurchmesserGewichtSchlagton1 Maria19551326 mm1516 kges1 −22 Engelbert 19881092 mm848 kgges1 −13 Agnes1928932 mm420 kgas1 −24 Sebastianus1955845 mm360 kgb1 −25 Georg1955805 mm324 kgces2 −16 Angelus1955717 mm223 kgdes2 −17 Josef 1988628 mm168 kges2 ±0 mini|hochkant|Kapelle St. Agnes, Kalkweg in Angermund
Läutemotiv ist das „Beuroner Geläutemotiv“
Weiteres Zwischen Schlosspark Heltorf und der Ortschaft Angermund gibt es am Kalkweg noch eine Kapelle St. Agnes.
Weblinks
Erfahren Sie mehr über St. Agnes in Angermund, abgerufen am 24. Oktober 2013 Turmaufnahme mit Vollgeläut der katholischen Kirche St. Agnes in Düsseldorf-Angermund
Literatur Manfred Becker-Huberti (Hrsg.): Düsseldorfer Kirchen. Die katholischen Kirchen im Stadtdekanat Düsseldorf. J.P. Bachem Verlag, Köln 2009, ISBN 978-3-7616-2219-3, S. 16f.
Einzelnachweise
Agnes Agnes Kategorie:Agnes-von-Rom-Kirche Kategorie:Erbaut in den 1650er Jahren Agnes Agnes Agnes Kategorie:Disposition einer Orgel