mini|Brücke über den Fluss Rába bei Rum Rum [] ist eine ungarische Gemeinde im Kreis Szombathely im Komitat Vas.
Geographie Geographische Lage Rum liegt 20 Kilometer südöstlich des Komitatssitzes und der Kreisstadt Szombathely am linken Ufer des Flusses Rába. Die Gemeinde ist 24 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Nachbargemeinden sind Csempeszkopács, Meggyeskovácsi, Kám, Alsóújlak, Zsennye und Rábatöttös.
Geschichte Schon in der Zeit der Römer führte die Straße von Sabaria nach Sopianae über den Fluss. Die Reste der Brücke und des Wachhäuschens für die Soldaten wurden offengelegt. Die Pfähle der Holzbrücke sind im Flussbett bei niedrigem Wasserstand auch heute sichtbar. Ebenfalls bekannt ist der dem Posten gehörende Friedhof.
„Terra Rum“ heißt es im ältesten Dokument aus dem Jahr 1246, das seinen Namen erwähnt. Während des Tatarenfeldzugs im Jahre 1242 wurde das Gebiet entvölkert, wahrscheinlich deswegen wird es als Land („Terra“) und nicht als Siedlung referenziert. Im Jahre 1260 wurde es als „terra castri Rwm“, 1560 als „Rwm fortalicium“ (Festung, Burg) bezeichnet – wohl ein Hinweis auf die Festung, von der die Brücke bewacht wurde. 1619 wurde die Siedlung das erste Mal als „Rum oppidum“ (Feldstadt) erwähnt.
Im Jahre 1857 wohnten hier 645 Menschen in 68 Häusern. 1869 brannte fast der ganze Ort ab. Im Jahr 1913 gab es in der damaligen Kleingemeinde 176 Häuser und 1315 Einwohner auf einer Fläche von 2953 Katastraljochen. Sie gehörte zu dieser Zeit zum Bezirk Vasvár im Komitat Vas.
Seit 1988 ist Rum eine selbständige Gemeinde. 1990 fanden die ersten freien Wahlen für die Selbstverwaltung statt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten István-Rumi-Rajki-Büste Marienstatue mit Kind aus dem Jahr 1899 Páduai-Szent-Antal-Statue, erschaffen 1914 von József Kondor 1956er-Denkmal Römisch-katholische Kirche Szent László király, dem Heiligen Ladislaus geweiht, im gotischen Stil des 14. Jahrhunderts erbaut, später im barocken Stil umgebaut. Schloss der Familie Bezerédj. Im Mittelalter stand an dieser Stelle ein Wachturm, heute dient das Schloss als Erziehungsheim. Szentháromság-Säule aus dem Jahr 1906 Weltkriegsdenkmal
Wirtschaft und Verkehr Der Hauptbeschäftigungssektor der Bevölkerung ist traditionell die Landwirtschaft. Zur Zeit der Volksrepublik arbeiteten die Bauern in einer Produktionsgenossenschaft. Seit 1990 beschäftigt sich die Nachfolgegesellschaft auch mit Handel und Dienstleistungen. Sie betreibt auch eine Kiesgrube.
Seit 1970 wurden viele Ferienhäuser eingerichtet. Heute siedeln auch Deutsche und Österreicher in die Region um, wo viele deutsch sprechen.
Seit 1980 gibt es eine Näherei.
Von 1894 bis 1974 fuhr die Eisenbahn zwischen Szombathely und Rum; entlang der Strecke gibt es heute einen Radweg. Die ehemalige Endstation wurde beim Kreisverkehr der Hauptstraße Nr. 87, die durch den Ort führt, als Erinnerungsstätte gestaltet. Die Landstraße Nr. 8701 von Sárvár nach Rábahídvég kreuzt im Ort die Hauptstraße. Es bestehen Busverbindungen nach Nagytilaj, Sárvár, Szombathely und Vasvár. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich elf Kilometer südwestlich in Püspökmolnári.
Literatur András Vályi: Magyar Országnak leírása. Band 3, Buda 1799. Elek Fényes: Magyarország Geographiai Szótára. Pest 1851. János Sziklay, Samu Borovszky: Magyarország vármegyéi és városai Vas vármegye. Budapest 1898.
Einzelnachweise
Weblinks
Rum Kategorie:Ersterwähnung 1246