Minuskel 99 (in der Nummerierung nach Gregory-Aland), ε 266 (von Soden) ist eine griechische Minuskelhandschrift des Neuen Testaments auf 22 Pergamentblättern (21,5 × 165 cm). Mittels Paläographie wurde das Manuskript auf das 15. oder 16. Jahrhundert datiert. Es ist nicht vollständig.K. Aland, M. Welte, B. Köster, K. Junack: Kurzgefasste Liste der griechischen Handschriften des Neues Testaments, Walter de Gruyter, Berlin, New York 1994, S. 52.
Beschreibung
Die Handschrift enthält den Text des Matthäus- (4,8–5,27; 6,2–15,30) und des Lukasevangeliums (1,1–13). Er wurde einspaltig mit je 21–23 Zeilen geschrieben und ist voll itazistischer Fehler. Die Handschrift enthält Epistula ad Carpianum, Listen der κεφαλαια, κεφαλαια, τιτλοι, Ammonianische Abschnitte, den Eusebischen Kanon, Lektionar-Markierungen und Synaxarion (10. Jahrhundert).
Text Der griechische Text des Kodex repräsentiert den byzantinischen Texttyp. Kurt Aland ordnete ihn in Kategorie V ein.Kurt und Barbara Aland: Der Text des Neuen Testaments. Einführung in die wissenschaftlichen Ausgaben sowie in Theorie und Praxis der modernen Textkritik. Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 1989, ISBN 3-438-06011-6, S. 324.
Geschichte
Die Handschrift wurde durch Christian Friedrich Matthäi kollationiert.
Der Kodex befindet sich in der Universitätsbibliothek Leipzig (Cod. Gr. 8).
Siehe auch Liste der Minuskelhandschriften des Neuen Testaments
Einzelnachweise
Literatur C. F. Matthäi: Novum Testamentum Graece et Latine. Riga 1782–1788 (wie 18).
Kategorie:Minuskelhandschrift des Neuen Testaments Kategorie:Handschrift der Universitätsbibliothek Leipzig