Die Schule für Gestaltung Zürich war eine Schule für Kunst und Design. Heute bezeichnet der Name eine Zürcher Bildungsinstitution für gestalterische Lehrberufe und Weiterbildungen.

Geschichte Die Schule wurde 1878 in Zürich als Kunstgewerbliche Fachschule gegründet und 1883 in Kunstgewerbeschule Zürich umbenannt. 1933 zog sie gemeinsam mit dem Kunstgewerbemuseum Zürich (heute Museum für Gestaltung Zürich) in das inzwischen denkmalgeschützte Gebäude von Adolf Steger und Karl Egender an der Ausstellungsstrasse.

1985 wurde der erste Studiengang für „freie“ Bildende Kunst eingerichtet, nach jahrelangen Auseinandersetzungen um eine zeitgemässe Künstlerausbildung in Zürich. Ein früherer Versuch, die Klasse F+F, war abgebrochen worden, worauf eine Gruppe von Studierenden und Lehrenden 1971 die F+F Schule für experimentelle Gestaltung (heute F+F Schule für Kunst und Design) gründeten.

1984/85 folgte die Umbenennung in Schule für Gestaltung Zürich (SfGZ). 2007 schloss sich die seit 1998 Hochschule für Gestaltung und Kunst HGKZ genannte Schule mit der Hochschule Musik und Theater Zürich zur Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) zusammen.

Parallel zur Hochschulentwicklung wurde im Kanton Zürich die berufliche Grundbildung organisatorisch neu geordnet. Dabei entstanden spezialisierte kantonale Berufsfachschulen bzw. Kompetenzzentren für bestimmte Berufsfelder. Die Berufsfachschule für gestalterische Lehrberufe übernahm 2000 den Namen Schule für Gestaltung Zürich (SfGZ), der durch die Hochschulentwicklung frei geworden war. Die neue Schule für Gestaltung ist keine direkte institutionelle Fortsetzung der Kunstgewerbeschule als Hochschule, sondern eine kantonale Berufsfachschule im dualen Berufsbildungssystem. Es werden dort u. a. Lernende im Rahmen der beruflichen Grundbildung unterrichtet, in den Bereichen Druckvorstufe, Drucktechnologie und Printmedienverarbeitung, Fotografie, Grafik, Interactive Media Design, Werbetechnik, Polydesign 3D/Theatermalerei, Schmuck, Malerei und Lackiertechnik.

Ehemalige Lehr- und Leitungspersonen

Kunstgewerbeschule Zürich Heinrich Scheu (1845–1926), österreichischer Sozialdemokrat und Xylograph, Sekretär der Kunstgewerbeschule von 1899 bis 1906 Alfred Johann Altherr leitete von 1912 bis zu seiner Pensionierung 1937 sowohl die Kunstgewerbeschule als auch das Kunstgewerbemuseum Zürich Sophie Taeuber-Arp (1889–1943), Malerin, Bildhauerin, Textil-Gestalterin, Architektin und Tänzerin der Avantgarde, leitete von 1916 bis 1929 die Textilklasse an der Kunstgewerbeschule. Ernst Keller leitete ab 1918 die Grafikklasse. Johannes Itten (1888–1967), Maler, Kunsttheoretiker und Kunstpädagoge, war von 1938 bis 1943 Direktor der Kunstgewerbeschule. Hans Finsler (1891–1972) baute 1932 die Fachklasse für Fotografie auf und prägte dort mehrere Generationen von Schweizer Fotografen, wie beispielsweise Werner Bischof, René Burri, Anita Niesz oder Ernst Scheidegger. Hansjörg Mattmüller (1923–2006) und Serge Stauffer (1929–1989) leiteten von 1965 bis 1970 die künstlerische Klasse F+F (Form und Farbe) Robert Haussmann (1931–2021), Architekt, Möbelkonstrukteur, Innenarchitekt, Designer und Hochschullehrer. hatte von 1972 bis 1978 einen Lehrauftrag für Innenarchitektur und Produktgestaltung.

Schule für Gestaltung Zürich André Gelpke (* 1947), deutsch-schweizer Fotograf und Dozent, unterrichtete Fotografie. Cécile Wick (* 1954), Künstlerin und Dozentin, unterrichtete Fotografie.

Einzelnachweise

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