Weißbach an der Alpenstraße (amtlich: Weißbach a.d.Alpenstraße; bis 1958 Weißbach) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Schneizlreuth und eine Gemarkung im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land. Bis 1978 bestand die Gemeinde Weißbach an der Alpenstraße. Der Name setzt sich aus dem Namen des Fließgewässers Weißbach und der Lage an der Deutschen Alpenstraße zusammen.
Geographie Weißbach an der Alpenstraße liegt in den Chiemgauer Alpen zwischen dem Kirchdorf Schneizlreuth und Inzell. Von Berchtesgaden kommend über die Schwarzbachwacht verläuft die Bundesstraße 305 durch den Ort und über den Masererpass nach Bernau am Chiemsee. Die B 305 ist hier ein Teilstück der Deutschen Alpenstraße. Parallel dazu verläuft der Bach Weißbach, der sich zwischen den Ortsteilen Weißbach und Schneizlreuth zur Weißbachschlucht verengt. Die Klamm ist ein beliebtes Wanderziel. Knapp 1200 Meter nördlich vom Brunnhaus Nagling liegt entlang der rechten Straßenseite der B 305 (in Richtung Inzell) das Geotop Gletschergarten Weißbach. Südwestlich des Ortes liegt mit dem Naturwald Kraxenbach eines der größten Waldschutzgebiete Deutschlands.
Geschichte mini|Kirche St. Vinzenz in Weißbach an der Alpenstraße
Am 1. August 1349 wurde erstmals Weißbach urkundlich erwähnt, ein Landgut Schnaezenreut 1285 erstmals genannt. Beide Ortschaften blieben nach der Landwerdung von Salzburg beim Herzogtum Baiern. Sie bildeten die wichtige Verbindung zwischen Reichenhall mit seiner bedeutenden Saline und dem übrigen herzoglich bairischen Herrschaftsgebiet.
Aus der bereits 1555Johannes Lang: Das Erzbistum Salzburg 2: Das Augustinerchorherrenstift St. Zeno in Reichenhall (= Germania Sacra. Dritte Folge, Band 9). Bearbeitet im Auftrage der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. De Gruyter Akademie Forschung, Berlin 2015. ISBN 978-3-11-030538-8 (online). Zu Jochberg S. 543–544, zum Jahr 1555 s. S. 544. erwähnten Obmannschaft Jochberg, die den Weiler Jochberg, das Dorf Weisbach und die fünf Güter im Höllnbachtal umfasste, entstand im Königreich Bayern der Steuerdistrikt Weisbach. Die daraus laut Angaben der Gemeinde Schneizlreuth etwa 1820Kurzer Überblick über die geschichtliche Entwicklung unserer Gemeinde, Webseite der Gemeinde Schneizlreuth mit tabellarischem Abriss der Ortsgeschichte, online unter schneizlreuth.de gebildete Gemeinde Weißbach hatte 1885 eine Gemeindefläche von etwa 406 Hektar. (Die Quellenlage zum Zeitpunkt der Gemeindebildung ist widersprüchlich, da es dazu Angaben gibt, die ihn wie die Gemeinde Schneizlreuth um 1820, andere auf das Jahr 1833Werner Bauregger: Gründung mit Hindernissen, Webseite des Gebirgstrachten – Erhaltungsvereins „D`Weikertstoana“ e. V., online unter weikertstoana.de oder exakt auf den 25. September 1883, online unter saalacherlebniswelt.com.Neuaufstellung des Flächennutzungsplans mit integriertem Landschaftsplan PDF von Juli 2021 der Gemeinde Schneizlreuth, zur Gemeindebildung von Weißbach an der Alpenstraße siehe S. 11, Abs. 2 von 33 Seiten, online unter schneizlreuth.de datieren.)
Am 1. Januar 1978 erfolgte die Eingliederung des gemeindefreien Gebiets Weißbacher Forst (2863,94 Hektar) sowie eine Aufteilung des Karlsteiner Forsts zwischen Weißbach an der Alpenstraße (1235,18 Hektar) und Karlstein. Durch die Eingliederung der Forstgebiete vergrößerte sich die Gemeindefläche fast um das Zehnfache von 461,76 auf 4560,88 Hektar.
Bis zum Abschluss der Gemeindegebietsreform war Weißbach an der Alpenstraße eine eigenständige Gemeinde. Sie wurde zum 1. Mai 1978 nach Schneizlreuth eingemeindet.
Einwohnerentwicklung Bei einer Zählung im Verwaltungsjahr 1823/1824 gab es in dem zur Gemeinde Weisbach im Landgericht Reichenhall und Rentamt Berchtesgaden gehörigen Dorf Weisbach 15 Häuser, 15 Familien mit 145 Seelen, davon 67 weiblich. 1885 gab es im Dorf Weissbach des Bezirksamts Berchtesgaden 19 Wohngebäude und 155 Einwohner. +Einwohner1823/1824184018711885190019251950196119701987Gemeinde221237232214316579488539WeißbachDorf, Kirchdorf145150155159257522440503597JochbergWeiler6467615559574836Höll(e)nbach, HelmbachWeiler402016LettenklauseBrunnhaus6NaglingBrunnhaus5
Wappen
Weblinks
Gemeinde Schneizlreuth
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Berchtesgadener Land Kategorie:Geographie (Schneizlreuth) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Berchtesgadener Land) Kategorie:Gemarkung in Schneizlreuth Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Ortsteil in Deutschland Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)