Nikolaus K. Gelpke (* 3. Oktober 1962 in Zürich) ist ein Schweizer Meeresbiologe und Verleger. Er war bis 2025 Herausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift Mare in Hamburg Nikolaus Gelpke, Logbuch, in Mare, Nr. 170, 06/2025, S. 5, ist Geschäftsführer der MARIBUS gemeinnützige GmbH und sitzt im Kuratorium der Roger Willemsen Stiftung.
Leben
Gelpke ist einer von drei Kindern des Schweizer Architekten und Städteplaners Wendelin Gelpke (1932–2001)https://www.corzanoepaterno.com/en/history/detailed-history-gelpke-goldschmidt-family/Stefan Keller: «Wüsste man von Anfang an, was auf einen zukommt, liesse man womöglich die Finger davon». In: NZZ, 21. Juli 2001. und Christa Engelhorn-Gelpke, aus der Unternehmerfamilie Engelhorn (1932–2014). Nach der Scheidung der Eltern 1965 wuchs er in der Schweiz und Italien auf. Gelpke machte 1982 das Abitur. Auf Vorschlag von Elisabeth Mann BorgesePressemitteilung: Handout for the press conference with subsequent panel discussion at the launch of the »World Ocean Review«. In: worldoceanreview.com, 18. November 2010, S. 4, (englisch), (PDF; 171 kB). studierte er Meeresbiologie an der Universität Kiel und schloss mit einem Diplom ab.
Er arbeitete u. a. als Forschungstaucher für die Universität Zürich und für Greenpeace.Pressemitteilung: Handout for the press conference with subsequent panel discussion at the launch of the »World Ocean Review«. In: worldoceanreview.com, 18. November 2010, S. 4, (englisch), (PDF; 171 kB). Bevor er mare gründete (1997), leitete er den Bereich Meer bei der Zeitschrift Ökozid-Journal : Zeitschrift für Ökologie und Dritte Welt.
Als Saxofonist veröffentlichte er 2026 das Jazz-Debütalbum »Ålesund 63«.
Gelpke ist mit Katja Scholtz verheiratet, Übersetzerin, Lektorin und vormalige Programmleiterin des mare-Verlags und hat zwei Kinder aus einer früheren Beziehung.
Engagement
Gelpke ist Präsident der Ocean Science and Research Foundation und Schirmherr des International Ocean Institute. Er war darüber hinaus zwischen 2006 und 2009 Mitglied der Jury für den Elisabeth-Mann-Borgese-Meerespreis, der 2009 in den Deutschen Meerespreis des Landes Schleswig-Holstein aufging. Ebenso ist Gelpke Initiator der World Ocean Review.
Er ist Eigentümer des Expeditions- und Kreuzfahrtschiffs MS Cape Race, das sich auf nachhaltige Reisen in die Arktis spezialisiert hat.
Nach dem Tod seines Freundes Roger Willemsen gründete Gelpke 2016 die Roger Willemsen StiftungRoger Willemsen Stiftung. und kaufte dessen Haus für diese Stiftung. Die Stiftung vergibt Stipendien an Kulturschaffende in den Bereichen bildende Kunst, Komposition und Musik, Literatur, Film oder Performance und ermöglicht den Stipendiaten Projektaufenthalte im mare Künstlerhaus.
Gelpke ist Mitglied im Kuratorien des Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung.
Auszeichnungen 2008: Grand Prix des Deutschen Designer Clubs für mare, da das Magazin „ein durchgängiges Gestaltungskonzept von allerhöchster Qualität und Güte“ aufweist.si: DDC verleiht Grand-Prix für Mare und 14 mal Gold. In: horizont.net, 8. Dezember 2008, aufgerufen am 31. Mai 2020. 2017: LifetimeAward der ITB Berlin BuchAwards
Veröffentlichungen
(Hrsg.): Un-endliches Meer: Zerstörung des marinen Ökosystems – wirtschaftliche, politische, ökologische und kulturelle Hintergründe. Giessen (Focus Verlag) 1992 (Hrsg.): Cape Race, Mareverlag, Hamburg 2021, ISBN 978-3-86648-678-2 Das absolute Schwarz, in: Mare, Nummer 173, Dezember 2025, S. 72f.
Weblinks
Nikolaus Gelpke auf der Website von mare Roger Willemsen Stiftung
Einzelnachweise
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