mini|Johann Nepomuk Ehrlich, Lithographie von Eduard Kaiser, 1846 Johann Nepomuk Ehrlich (* 21. Februar 1810 in Wien; † 23. Oktober 1864) war ein katholischer österreichischer Philosoph und Theologe.

Ehrlich tritt 1827 den Piaristen bei. Er studierte 1828–29 Philosophie in Krems und 1829–34 Philosophie und Theologie in Wien. Er war beeinflusst von Günther. 1834 wurde er ordiniert. Seit 1836 unterrichtete er Philosophie, Geschichte und Literatur an einem Gymnasium in Krems. 1850 wurde er in Tübingen promoviert, dann Professor für Moraltheologie in Graz. Er wechselte schon nach zwei Jahren nach Prag auf eine Professur für Moraltheologie. 1856 erhält er dann den ersten Lehrstuhl für Fundamentaltheologie.

Werke Leitfaden der Metaphysik, 1841 Metaphysik als rationale Ontologie, 1841 Lehre von der Bestimmung der Menschen als rationale Teleologie, 2 Bde., 1842 und 1845. Das Christentum und die Religionen des Morgenlandes, 1843 Die neuesten Vorschläge zur Reform der philosophische Ethik, 1847 Briefe eines Piaristen an seine Ordensbrüder in den K. K. österreichischen Staaten, 1848 Über das christlichen Prinzip der Gesellschaft, 1856 Fundamentaltheologie, 1859–1862. Apologetische Ergänzungen zur Fundamentaltheologie, 2 Bde., 1863 und 1864 Lehrbuch der Logik für Gymnasien, 1863 Lehrbuch der empirischen Psychologie, 1864 Der Buddhismus und das Christenthum, 1864, Online

Literatur

Joseph Pritz: Wegweisung zur Theologie, Briefe Anton Günthers an Johann Nepomuk Ehrlich mit einer Einleitung, Wiener Beiträge zur Theologie 37, Wien 1971. Erwin Mann: Idee und Wirklichkeit der Offenbarung, Methode und Aufbau der Fundamentaltheologie des Güntherianers J. N. Ehrlich (1810–1864), Verband der Wissenschaftlichen Gesellschaft Österreichs, Wien 1977.

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