mini|Schwimmstrecke der Challenge Roth im Main-Donau-Kanal Challenge ist eine weltweite Triathlon-Wettkampfserie über die Lang- sowie Halbdistanz sowie der olympischen und Sprintdistanz unter Lizenz der Challenge Family GmbH mit Sitz im bayerischen Amberg. Die Serie umfasst Rennen an 25 Standorten.
Geschichte Die Wettkämpfe der Challenge-Serie werden über die Lang-, Mitteldistanz und/oder olympischen Distanz sowie der Sprintdistanz ausgetragen. Schwimmen Radfahren Laufen Challenge Full 3,86 km 180 km 42,2 km Challenge Half 1,9 km 90 km 21,1 km Challenge Olympic 1,5 km 40 km 10 kmChallenge Sprint 750 m 20 km 5 km Die einzelnen Disziplinen werden unmittelbar hintereinander absolviert, wobei bei den Wettkämpfen auch eine Anmeldung als Staffel von drei Personen möglich ist. Beim Radfahren besteht keine Windschattenfreigabe, d. h., es ist ein Mindestabstand von 10 Meter zum vorausfahrenden Athleten einzuhalten und ein dauerndes Nebeneinanderfahren ist nicht zulässig.
Ikonisch für Rennen unter der Lizenz der Challenge Family ist die herzliche Atmosphäre während des Rennens, sowie die vielen Nebenevents, wie ChallengeWomen, Triathlonrennen für Kinder und Shows während des Rennwochenendes.
Challenge Roth seit 2002 Erster Wettkampf der Serie wurde 2002 die Challenge Roth, die zuvor 14 Jahre als weltweit größter Langdistanz-Triathlon als Qualifikationsrennen für den Ironman Hawaii unter dem Namen Ironman Europe ausgetragen worden war. Von 2003 bis 2015 war die Challenge Roth – bis auf 2011 und 2012 – alljährlich Austragungsort der Deutschen Triathlon-Meisterschaft auf der Langdistanz.
2003 wurde unter dem Namen Worlds Best erstmals eine Challenge-Serie veranstaltet: Am 7. Juni 2003 organisierte Team Challenge in Hilpoltstein die Challenge Hilpoltstein als Triathlon über die Mitteldistanz, die Organisatoren des zuvor neun Jahre über die Sprintdistanz ausgerichteten Stadttriathlon Erding richteten am 22. Juni 2003 erstmals einen Triathlon über die olympische Distanz unter dem Namen Challenge Erding aus. Am 6. Juli wurde dann beim Challenge Roth der Sieger über die Serie geehrt. Die Serie sollte 2003 zunächst auf Masters ausgerichtet sein und ab 2004 dann auf Profi-Triathleten ausgeweitet werden. Mangels Einigung über die Kosten gab es für die Challenge Hilpoltstein keine Fortsetzung, Erding wurde ab 2004 – weiterhin über die olympische Distanz – wieder als Stadttriathlon Erding ausgeschrieben.
mini|Celia Kuch beim Zieleinlauf der Challenge Henley-on-Thames, 2011
Im Jahr 2007 folgte die Challenge Wanaka auf der Südinsel Neuseelands als zweite Veranstaltung über die Langdistanz innerhalb der Serie. Im darauffolgenden Jahr wurde mit der Challenge Niederbronn-les-Bains wieder ein Wettkampf über die Halbdistanz aufgenommen. 2009 kamen die Challenge Kraichgau, welche zuvor als Kraichgau Triathlon-Festival stattgefunden hatte, sowie die beiden Wettbewerbe der Challenge Barcelona-Maresme (über die Lang- und Halbdistanz) hinzu. In den Folgejahren wuchs die Anzahl der Wettkämpfe mit dem Schwerpunkt Europa weiter, 2010 wurden acht Rennen ausgetragen, 2011 fanden bereits zwölf Challenges statt.
ETU-Europameisterschaften Lang- und Mitteldistanz seit 2012 2012 sank die Zahl der Austragungen auf elf. Dafür gelang es der Challenge Family mit der European Triathlon Union zu vereinbaren, dass seither die Europameisterschaften sowohl über die Lang- wie auch die Mitteldistanz bei wechselnden Veranstaltungen im Rahmen der Challenge-Serie stattfinden.
Im Folgejahr wuchs die Anzahl der Veranstaltungen auf 17, wobei mit der Challenge Laguna Phuket und der Challenge Taiwan sowie der Challenge Penticton erstmals Wettbewerbe in Asien und Nordamerika stattfanden. Außerdem wurde im Oktober 2012 – unmittelbar vor dem Ironman Hawaii auf einer Pressekonferenz in Kailua-Kona – bekanntgegeben, dass Chris McCormack, zweifacher Sieger des Ironman Hawaii sowie bei fünf Starts in Folge in Roth von 2004 bis 2007 dort Seriensieger, für die nächsten zehn Jahre als Markenbotschafter der Challenge Family fungieren würde.
26 Wettkämpfe 2014 Im Jahr 2014 wurden insgesamt 26 Wettkämpfe unter Lizenz der Challenge Family veranstaltet, wovon sich acht über die Langdistanz erstreckten. Am 4. September 2014 wurde eine Partnerschaft der Challenge Family mit der nordamerikanischen Triathlon-Serie Rev3 bekannt gegeben. Seit 2015 werden die bisherigen Rev3-Wettbewerbe unter dem Label Challenge ausgerichtet, wodurch die Zahl der Veranstaltungen in Nordamerika um acht auf zwölf Wettbewerbe stieg. Daneben wurden weitere neue Wettbewerbe in Europa (Challenge Denmark, Challenge Heilbronn, Challenge Menorca, Challenge Poznań, Challenge Salou Costa Darouda), Südamerika (Challenge Maceió) und Asien (Challenge Camsur, Challenge Dubai) in den Rennkalender aufgenommen.
Die (einmalig) im Dezember 2014 ausgetragene Challenge Bahrain war zuvor innerhalb der Serie das Rennen mit den höchsten Preisgeldern: Hier wurden an die zehn Bestplatzierten insgesamt 500.000 US-Dollar an Preisgeldern ausgezahlt, die Sieger erhielten je 100.000 US-Dollar (Stand November 2014).Die weltbesten Athleten werden bei der Challenge Bahrain am Start stehen. 22. August 2014.
37 Wettkämpfe 2015 Für das Jahr 2015 waren insgesamt 37 Wettbewerbe geplant, davon acht über die Langdistanz. Neun davon fanden in den Vereinigten Staaten statt, vier in Australien sowie drei in Spanien.
Im Rahmen einer „Challenge Triple-Crown-Serie“ 2015 bei den drei Rennen auf der Halbdistanz in Dubai (Februar), Oman (August) und Bahrain (Dezember) wurden außergewöhnlich hohe Preisgelder angekündigt: Die Sieger bei den Frauen und Männern sollten je 65.000 US-Dollar, die Zweitplatzierten je 35.000 US-Dollar, die Drittplatzierten je 20.000 US-Dollar erhalten und insgesamt wurden Preisgelder bis zum zehnten Rang angekündigt.Challenge Serie erhöht nochmals die Preisgelder – die 1 Million Dollar Marke wird geknackt.Hecheln für die Triathlon-Million. 25. Februar 2015.Challenge Dubai lockt mit 300.000 US-Dollar Preisgeld. Für einen Sieg bei allen drei Rennen wurde zusätzliche 1 Million US-Dollar ausgeschrieben. Nachdem im Mai das für Anfang August geplante zweite Rennen im Sultanat Oman aus politischen Gründen abgesagt wurde, war zunächst das Abschlussrennen in Bahrain auf November vorverlegt und als Nachtrennen angekündigt worden. 18. Mai 2015. 9. Juni 2015. Im Oktober erfolgte auch eine Absage des Rennens in Bahrain mit der Begründung, im zweiten Anlauf wäre mangels wichtiger Genehmigungen für eine Sperrung keine sichere Radstrecke zu garantieren gewesen. In: tri-mag.de, 22. Oktober 2015.
Der Wettkampf in Posen, von 2013 an über die Mitteldistanz ausgerichtet und 2015 erstmals mit Lizenz der Challenge-Serie unter dem Namen Challenge Poznań, wurde 2016 erstmals über die Langdistanz ausgetragen und war Gastgeber der ETU Europameisterschaft über die Langdistanz.
Im Juli 2015 kündigte Challenge Family an, in den Profi-Kategorien ihrer Rennen zukünftig nur noch Mitglieder der neugegründeten Gewerkschaft der Profi-Triathleten Professional Triathletes Organisation (PTO) zu berücksichtigen.
Die Familie Walchshöfer konzentrierte sich auf den Challenge Roth, zog sich aus der Challenge Family GmbH zurück und seit 2016 ist Zbigniew (Zibi) Szlufcik alleiniger Geschäftsführer.Familie Walchshöfer zieht sich aus Challenge Family zurück. 15. Dezember 2015.
Nach der Saison 2023 wurde die Challenge St. Pölten zum beliebtesten Rennen der weltweiten Serie erklärt und die Challenge Roth konnte die Kategorien „Best Bike“ und „Best Finish Line Party“ für sich entscheiden.Internes Athletenvoting: Roth hat beste Challenge-Radstrecke – Rennen des Jahres 2023 in Österreich (27. Januar 2024)
Challenge World Bonus Zu Beginn der Saison 2018 wurde angekündigt, das bestehende European Money Ranking der Challenge Family zu einem neuen Challenge World Ranking zu erweitern: Alle Ergebnisse des laufenden Jahres werden in ein Punkte-Ranking umgerechnet. Basierend auf dem Ranking wird am Ende der Saison unter den besten fünf Profi-Athleten und Profi-Athletinnen eine Bonusprämie ausgezahlt.CHALLENGE FAMILY INTRODUCES A WORLD RANKING FOR PRO-ATHLETES Athleten ist es nur möglich, die besten sechs Rennen innerhalb der Challenge Family Rennserie als Rennen für den Challenge World Bonus einzurechnen.
Die Ergebnisse der Rennen der Saisons 2020 und 2021 wurden in eine Challenge-World-Bonus-Rechnung genommen, da 2020 aufgrund der globalen COVID-19-Pandemie nur drei Rennen stattfinden konnten. Den Bonus gewannen Patrick Lange und Anne Haug.
In der Saison 2022 beinhaltete der Preispool ein Preisgeld von 125.000 US-Dollar, welches anteilig ausgezahlt wurde. Die Sieger erhielten je 25.000 US-Dollar, Rang zwei wurde mit 16.500 US-Dollar belohnt und für Rang drei gab es 12.000 US-Dollar. Der Viertplatzierte erhielt 6000 US-Dollar und der Fünftplatzierte bekam zusätzliche 3000 US-Dollar. Die Titel gingen 2022 an die Britin Fenella Langridge und den US-Amerikaner Sam Long.Sam Long and Fenella Langridge win 2022 Challenge Family Pro Athlete World Bonus (7. Dezember 2022)
2024 wurden in Summe 100.000 US-Dollar – wie in den Jahren zuvor – aufgeteilt auf die jeweils fünf bestplatzierten Frauen und Männer ausgeschüttet. Die Sieger erhielten je 22.000 US-Dollar. Die Wertung gewannen die Schweizerin Alanis Siffert und der Neuseeländer Jack Moody.
2025 wurde der Challenge Family World Bonus mit einer parallel verlaufenden Erhöhung der Preisgelder bei einzelnen Rennen abgeschafft.Drei Rennen stechen heraus: Deutliche Preisgeld-Erhöhung bei Challenge Family in 2025 (4. Februar 2025)
Männer Jahr Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz Vierter Platz Fünfter Platz2024 Jack Moody Ognjen Stojanović Jesper Svensson Tom Hug Will Draper 2023 Mathis Margirier Caleb Noble Thomas Bishop 2022 Sam Long Niek Heldoorn Magnus Ditlev Reinaldo Colucci Patrick Lange Kieran Lindars–2020/2021 Patrick Lange Magnus Ditlev Frederic Funk Pablo Dapena González Braden Currie Thomas Steger2019 Pieter Heemeryck Steven McKenna Pablo Dapena González Andreas Dreitz Romain Guillaume 2018 Sebastian Kienle Pablo Dapena González – Jaroslav Kovačič Pieter Heemeryck Cameron Wurf 2017 Joe Skipper Lukas Krämer – Pieter Heemeryck Thomas Steger Jan Raphael 2016 Chris Fischer Jan Raphael Giulio Molinari Dirk Wijnalda Per Bittner
Frauen Jahr Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz Vierter Platz Fünfter Platz 2024 Alanis Siffert Aurélia Boulanger Els Visser Rebecca Robisch Anne Haug 2023 Magda Nieuwoudt Imogen Simmonds Els Visser 2022 Fenella Langridge Sara Perez Sala Lucy Byram Lucy Buckingham Anne Haug 2020/2021 Anne Haug Sarissa de Vries Lucy Hall Nicola Spirig Laura Siddall 2019 Radka Kahlefeldt Daniela Bleymehl Lucy Charles-Barclay Lisa Roberts Emma Pallant 2018 Yvonne van Vlerken -2- Laura Siddall Lisa Roberts Katrien Verstuyft Margie Santimaria 2017 Yvonne van Vlerken Laura Siddall Sofie Goos Heather Wurtele Lucy Charles 2016 Mirjam Weerd Yvonne van Vlerken Erika Csomor Anne Jensen Julia Viellehner
Verhältnis zur WTC und deren Marke Ironman Die Challenge Roth als Ursprung der Challenge-Serie war 1988 unter dem Namen Ironman Europe viertes Qualifikationsrennen außerhalb der USA für den Ironman Hawaii geworden und entwickelte sich rasch zum größten Langdistanz-Triathlon weltweit mit einer sechsstelligen Zuschauerzahl vor Ort, bis zu 4000 Anmeldungen für 2700 Startplätze sowie hoher Medienpräsenz. Nachdem die WTC, seit 1990 Inhaber der Rechte an der Marke Ironman sowie des Ironman Hawaii, höhere Lizenzgebühren, eine Reduktion der Startplätze in Roth sowie Änderungen am Wettkampfmodus forderte, lehnte der Veranstalter in Roth 2001 eine Verlängerung des Lizenzvertrags mit der WTC ab und richtete den Wettkampf seither unter dem Namen Challenge Roth aus.