Rozmierka ( Rosmierka, 1936–1945 Groß Maßdorf) ist eine Ortschaft in Oberschlesien. Der Ort liegt in der Gemeinde Strzelce Opolskie im Powiat Strzelecki in der Woiwodschaft Oppeln.
Geographie Geographische Lage Das Angerdorf Rozmierka liegt etwa 18 Kilometer nördlich von der Kreis- und Gemeindestadt Strzelce Opolskie (Groß Strehlitz) und 28 Kilometer östlich von der Woiwodschaftshauptstadt Opole (Oppeln). Der Ort liegt in der Nizina Śląska (Schlesischen Tiefebene) innerhalb der Równina Opolska (Oppelner Ebene).
Rozmierka ist von Waldgebieten umgeben. Südöstlich des Ortes befinden sich die Groß Strehlitzer Kalkwerke.
Ortsteile Ortsteil von Rozmierka ist Podborzany (Waldhäuser).
Nachbarorte Nachbarorte von Rozmierka sind im Westen Rozmierz (Rosmierz), im Nordwesten Grodzisko (Grodisko), im Norden Jędrynie (Jendrin) und im Süden der Gemeindesitz Strzelce Opolski (Groß Strehlitz).
Geschichte miniatur|Bildstock und Speicher miniatur|hochkant|Altes Siegel Der Ort wurde 1413 erstmals urkundlich erwähnt.
1736 wurde eine katholische Schule gegründet.
Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Rosmierka ab 1816 zum Landkreis Groß Strehlitz im Regierungsbezirk Oppeln. 1832 kam der Ort in den Besitz des Grafen Hyazinth von Strachwitz. 1845 bestanden in Ort ein Vorwerk, eine katholische Schule, eine Wassermühle, ein Sägewerk, eine Brennerei, eine Brauerei sowie 83 Häuser. Im gleichen Jahr zählte Rozmierka 685 Einwohner, davon 10 evangelisch und 5 jüdisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 557. 1865 hatte der Ort, damals auch Rosmirka geschrieben, 20 Bauern, 22 Gärtner und 29 Häusler.Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865Vorstellung der Orte in der Gemeinde Strzelce Opolskie: (PDF; 2,5 MB) 1874 wurde der Amtsbezirk Kadlub gegründet, welcher die Landgemeinden Grodzisko, Kadlub, Oschiek und Rosmierka und die Gutsbezirke Grodzisko, Kadlub Vorwerk, Oschiek und Schimonia Vorwerk umfasste.Territorial Amtsbezirk Kadlub/Starenheim
Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 181 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 315 für PolenVgl. . Rosmierka verblieb beim Deutschen Reich. 1933 lebten im Ort 1102 Einwohner. Am 15. April 1936 wurde der Ort in Groß Maßdorf umbenannt. 1939 hatte der Ort 1156 Einwohner. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Groß Strehlitz.
1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung und wurde in Rozmierka umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. Von 1945 bis 1954 und von 1973 bis 1975 war Rozmierka Sitz der Gemeinde Rozmierka. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Oppeln. 1999 kam der Ort zum wiedergegründeten Powiat Strzelecki. Während des ersten Maibaumaufstellens in Rozmierka seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Mai 2012 wurde das neue Wappen des Ortes vorgestellt. Es enthält Elemente aus dem alten Gemeindesiegel.Internetseite des Ortes
Wappen Das Wappen, das im Mai 2012 erstmals vorgestellt wurde, zeigt drei Leinenblüten, eine weiße Taube und eine Krone. Die Krone bezieht sich auf den Gutshof und auf die früheren adligen bzw. gräflichen Besitzer des Ortes. Die Leinenblüten und die Taube beruhen auf dem alten Gemeindesiegel. Dies weist auf den landwirtschaftlichen Charakter des Ortes hin.
Sehenswürdigkeiten Römisch-katholische Herz-Jesu-Kirche (poln. Kościół Najświętszego Serca Pana Jezusa) Kapelle aus dem 18. Jahrhundert Gutshaus/Schloss, erbaut um 1800 im klassizistischen Stil Empfangsgebäudes des ehemaligen Bahnhofs Bildstock aus dem 19. Jahrhundert Wegkreuz aus dem Jahr 1888 Wegkreuz aus dem 19. Jahrhundert Altes Speichergebäude
Verkehr mini|Ehem. Empfangsgebäude Bahnhof Rozmierka Rozmierka hatte einen Bahnhof an der Bahnstrecke Kędzierzyn-Koźle–Kluczbork.
Vereine Deutscher Freundschaftskreis Sportverein LKS Jedność Rozmierka
Weblinks
Internetseite des Ortes
Einzelnachweise
Kategorie:Gmina Strzelce Opolskie Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Ersterwähnung 1413 Kategorie:Angerdorf