Beuren ist ein Teilort der Stadt Mengen mit 267 Einwohnern (Stand: 20. Dezember 2010Angaben nach Sabine Reger, Hauptamtsleiterin der Stadt Mengen, vom 13. Januar 2011.) im Landkreis Sigmaringen (Baden-Württemberg).
Geographie Geographische Lage Das Dorf liegt rund fünf Kilometer nordöstlich von Mengen auf . Beuren ist somit der am höchsten gelegene Teilort Mengens. Unterhalb des Dorfes befinden sich die renaturierte Donauaue. Beuren selbst befindet sich auf einer Hochfläche linksseitig der Donau. Die Gemarkungsfläche umfasst rund 351 HektarGemarkungsfläche 3.510.031 m² (Stand: 23. Dezember 2010).
Geschichte Urkundlich im Jahr 1262 erstmals als Burun (Anselm von Burun) erwähnt, ist das Dorf jedoch früheren Ursprungs. So fanden sich im Gewann „Bürgle“ römische Fundmünzen. Eine erste Besiedlung dürfte um 900 n. Chr. erfolgt sein. 1476 wird ein Ortsadel von Beuren genannt. Beuren lag in der Grafschaft Sigmaringen. 1504 schlossen die Grafen Hugo und Christoph zu Werdenweg einen Vertrag mit dem Kloster Heiligkreuztal und dem Spital Mengen wegen der niederen Gerichtsbarkeit. Ab 1590 war Beuren gänzlich im Besitz des Klosters.
Nach der Auflösung des Klosters Heiligkreuztals, ein vorderösterreichischer Landstand, im Jahr 1803 war Beuren Teil des Oberamts Heiligkreuztal. Damit einher ging, dass der Dollhof zur Gemeinde Beuren kam. 1807 ging das Oberamt Heiligkreuztal im württembergischen Oberamt Riedlingen auf. 1856 wurde der Dollhof von Beuren zur politischen Gemeinde Heiligkreuztal umgemeindet.
1938 wurde das Oberamt Riedlingen aufgelöst und die selbstständige Gemeinde zum Landkreis Ehingen eingegliedert. Im Zuge der Gemeindereform in Baden-Württemberg wurde Beuren am 1. Januar 1975 nach Mengen eingemeindet.
Religionen Beuren ist mehrheitlich katholisch geprägt. Die katholischen Einwohner der Gemeinde sind zu Hundersingen eingepfarrt, die evangelischen zu Mengen.
Politik Ortschaftsrat Der Ortschaftsrat Beuren setzt sich aus sechs Mitgliedern zusammen. Im Gemeinderat Mengen repräsentiert ein Vertreter die Beurener. Ebenfalls vertreten ist der Ortsvorsteher, der aber nur beratend teilnimmt.
Wappen Das Wappen der ehemals selbständigen Gemeinde Beuren zeigt in Silber ein aufrechtes grünes Lindenblatt mit gespaltenem Stiel, darunter eine grüne Raute.
Kultur und Sehenswürdigkeiten Bauwerke Der Hügel „Bürgle“ südöstlich von Beuren wird als der Standort der Burg HirschbühlMax Miller (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 6: Baden-Württemberg (= Kröners Taschenausgabe. Band 276). Kröner, Stuttgart 1965, , S. 79. verortet. Mauerreste, Scherben und metallische Fundstücke deuten auf einen Burgstall hin. Wobei die Fundmünzen der Beschreibung nach römischen Ursprungs sind. Um diesen Hügel rankt sich die mündliche Überlieferung „Das Bürgle bei Beuren“.Das Bürgle bei Beuren. In: Anton Birlinger, M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 99. Das Rathaus Beuren befindet sich in der Heiligkreuztaler Straße. Die Kapelle zum Heiligen Wendelin wurde im Jahr 1908 geweiht und gehört zur katholischen Kirchengemeinde Hundersingen-Beuren.Beuren feiert seinen großen Tag. In: Schwäbische Zeitung vom 21. Oktober 2008
Regelmäßige Veranstaltungen Der St. Wendelinusritt feierte 2009 sein 60-jähriges Jubiläum. Er führt von Beuren nach Hundersingen, an der dortigen Kirche vorbei, dann entlang des Waldes und zuletzt über einen Verbindungsweg zurück ins Dorf.Blutreitergruppe und Gutenzell und Beuren. In: Mitteilungsblatt der Gemeinde Ertingen mit den Teilgemeinden Binzwangen und Erisdorf. Ausgabe 45. 46. Jahrgang. vom 5. November 2009
Wirtschaft und Infrastruktur Verkehr Bei Beuren verläuft der Donauradweg nicht entlang der Donau, sondern oberhalb durch das Dorf.
Bildung In Beuren befindet sich ein Sprachheilkindergarten namens Spatzennest. Diese Ganztagseinrichtung wird durch die Stadt Mengen und den Landkreis Sigmaringen getragen.
Literatur
Weblinks Ortsteilinfo auf der Internetpräsenz der Stadt Mengen
Anmerkung
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Sigmaringen Kategorie:Ortschaft von Mengen Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Sigmaringen) Kategorie:Ort in Oberschwaben Kategorie:Ersterwähnung 1262 Kategorie:Ort auf der Schwäbischen Alb Kategorie:Gemeindeauflösung 1975