Bei einer Relaxatio diaphragmatica (genannt auch Zwerchfellschwäche) handelt es sich um eine extreme Erschlaffung einer Zwerchfellhälfte mit einem permanenten Zwerchfellhochstand.

Ursachen Man unterscheidet zwischen einer angeborenen und einer erworbenen Form.

angeborene Form: Fehlbildung des Nervus phrenicus

erworbene Form: Geburtstrauma mit ein- oder doppelseitiger Parese des Nervus phrenicus einseitig: intraoperative Schädigung des Nervus, Thoraxtrauma, Malignomwachstum im Bereich des Nervus, intrathorakaler (subphrenischer) Abszess beidseitig: Neuropathie des Nervus phrenicus; Myopathie

Klinische Erscheinungen angeborene Form: Eine doppelseitige Relaxatio ist in der Regel nicht lebensfähig. Bei einer einseitigen Relaxatio fallen die Säuglinge durch eine akute Luftnot und Herzinsuffizienz auf.

erworbene Form: Luftnot, Tachypnoe und rezidivierende Pneumonien. Circa die Hälfte der Patienten sind beschwerdefrei.

Als seltene Komplikation kann es zu einem Magenvolvulus kommen.

Diagnostik In der Regel wird die Diagnose durch das klinische Bild der Erkrankung in Verbindung mit einer Röntgenthoraxaufnahme gestellt.

Therapie Eine operative Zwerchfellraffung sollte bei einer deutlichen Beeinträchtigung der Atmung durchgeführt werden.

Literatur

Kategorie:Krankheitsbild in der Kinderheilkunde Kategorie:Zwerchfell