Walentina Jakowlewna Koslowskaja (, beim Weltschachbund FIDE Valentina Kozlovskaya; * 18. April 1938 in Jessentuki, Region Stawropol; † 22. Dezember 2025Ушла из жизни Валентина Яковлевна Козловская (1938-2025) auf ruchess.ru (russisch)) war eine russische Schachspielerin.

Leben miniatur|hochkant|links|Walentina Koslowskaja, 1968 Sie war von Beruf Biochemikerin und mit dem Schachspieler Igor Bondarewski verheiratet. Neben Schach liebte sie klassische Musik. Auch ist sie in der Sowjetischen Enzyklopädie enthalten.Шахматы : Энциклопедический словарь. Москва : Советская энциклопедия, 1990. Стр. 163. ISBN 5-85270-005-3. (russisch)

Schach

Mit der sowjetischen Frauennationalmannschaft gewann sie, am zweiten Brett hinter Nona Gaprindaschwili, die Schacholympiade 1966 der Frauen in Oberhausen.Walentina Koslowskajas Ergebnisse bei Schacholympiaden der Frauen auf olimpbase.org (englisch) An der sowjetischen Vereinsmeisterschaft nahm sie siebenmal am ersten oder zweiten Frauenbrett von Trud teil und gewann den Wettbewerb mit der Mannschaft im Jahr 1964.Walentina Koslowskajas Ergebnisse bei sowjetischen Vereinsmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)

Aufgrund ihrer internationalen Erfolge verlieh ihr die FIDE 1965 den Titel Internationaler Meister der Frauen (WIM) und 1976 den Titel Großmeister der Frauen (WGM).Willy Iclicki: FIDE Golden book 1924–2002. Euroadria, Slovenia, 2002, S. 76

Im Jahre 1965 gewann sie die sowjetische Frauenmeisterschaft, 1976 und 1979 die russische Meisterschaft der Damen. Sie nahm an vier Interzonenturnieren zur Schachweltmeisterschaft der Frauen teil (Ohrid 1971, Menorca 1973, Tiflis 1976 und Rio de Janeiro 1979). Zweimal qualifizierte sie sich für die Kandidatenwettkämpfe, sie scheiterte bei den Kandidatenwettkämpfen zur Schachweltmeisterschaft der Frauen 1975 im Halbfinale an Irina LevitinaKandidatenwettkämpfe zur Schachweltmeisterschaft der Frauen 1975 auf mark-weeks.com (englisch) und bei den Kandidatenwettkämpfen zur Schachweltmeisterschaft der Frauen 1978 im Viertelfinale an Jelena FatalibekowaKandidatenwettkämpfe zur Schachweltmeisterschaft der Frauen 1978 auf mark-weeks.com (englisch).

Sie gewann mehr als zehn internationale Turniere, unter anderem in Ungarn (1966 und 1980), Woronesch (1973), Belgrad (1975) und Halle (1976).

Im Jahre 1996 wurde sie in Bad Liebenzell Weltmeisterin der SeniorenSenioren-Weltmeisterschaft 1996 in Bad Liebenzell vor Tamar Chmiadaschwili.

Außerdem nahm sie an den Seniorenweltmeisterschaften 1995 in Bad Liebenzell, 1997 in Bad Wildbad, 2000 in Rowy, 2001 in Arco, 2008 in Bad Zwischenahn und 2009 in Condino teil.

Bei der zehnten Seniorenweltmeisterschaft 2000 in Rowy wurde sie Dritte bei den Frauen, hinter Jelena Fatalibekowa und Tamar Chmiadaschwili. Bei den Männern gewann Oleg Tschernikow vor Jānis Klovāns und Mark Taimanow.10th World Senior Championships (2000) auf The Week in Chess #307 vom 25. September 2000 by Mark Crowther

Mit ihrer höchsten Elo-Zahl von 2315 belegte sie im Januar 1975 in der Weltrangliste der Frauen den fünften Platz.

Einzelnachweise miniatur|Koslowskaja (links) gegen Vreeken, 1968

Quellen Die Schachweltmeister der Senioren und Berichte hierzu von Gerhard Hund

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