Die Stadt Murska Sobota (, , prekmurisch Mürska Subouta, Mürska Sobota) ist eine Kleinstadt im äußersten Nordosten Sloweniens, in der Ravensko-Ebene der historischen Landschaft Prekmurje (Übermurgebiet). Sie ist Hauptort der Stadtgemeinde Murska Sobota.

Im Jahr 2006 wurde die Stadt zum Bischofssitz der neuerrichteten Diözese Murska Sobota erhoben, die ein Suffraganbistum der Erzdiözese Maribor ist.

Die Stadtgemeinde Murska Sobota (slow.: Mestna občina) hatte 2021 18.622, die Stadt selbst 11.025 Einwohner.

Lage und Stadtgliederung

Geschichte mini|Kathedrale St. Nikolaus (slow. Sv. Nikolaj) mini|hochkant|Evangelische Kirche von Murska Sobota mini|Stadtmitte Historisch gehörte die Stadt seit dem Mittelalter zum Königreich Ungarn. Sie erscheint bereits früh unter verschiedenen Namen (so als Belmura (1297), Murazombatha (1348), Murazumbota (1366)), wobei sich „Mur“ offenkundig auf den gleichnamigen Fluss bezieht. Slowenisch „Sobota“ bzw. ungarisch „Szombat“ bedeuten Samstag. Zu dieser Benennung gibt es verschiedene Erklärungen, so die Herleitung vom üblichen Markttag oder von einem Personennamen. Der deutsche Name der Stadt Olsnitz ist eine Eindeutschung des alten slowenischen Namens Olšnica. Der moderne slowenische Name ist eine Übersetzung des ungarischen Namens Muraszombat. Im Vertrag von Trianon aus dem Jahr 1920 wurde die Stadt dem neugegründeten Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (ab 1929 zu Jugoslawien) zugeschlagen. Nach dem Balkanfeldzug im Frühjahr 1941 kam die Stadt zu Ungarn und nach dem Ende des Krieges 1945 wieder zu Jugoslawien. Seit dem Zerfall Jugoslawiens gehört sie zu Slowenien.

Wirtschaft In der Stadt hat der österreichische Aufbauhersteller für Reisebusse Kutsenits sein Fertigungswerk.

Sehenswürdigkeiten Schloss Murska Sobota (Soboški Grad) Regionalmuseum Murska Sobota Kathedrale St. Nikolaus ev. Pfarrkirche Schloss Rakičan Galerie Murska Sobota 5 Ausstellungspavillons (Expano) am Flussufer in hochmoderner Architektur Botanischer Garten

Städtepartnerschaften

Söhne und Töchter der Stadtgemeinde

Mikloš Luttár (1851–1936), Pädagoge, Dichter und Schriftsteller Miki Muster (1925–2018), Bildhauer, Zeichner und Filmregisseur Jana S. Rošker (* 1960), Sinologin Vera Granfol (* 1963), Politikerin (GS) Ksenija Škrilec (* 1966), Botschafterin Dušan Šarotar (* 1968), Schriftsteller, Dichter, Drehbuchautor und Fotograf Nataša Avšič Bogovič (* 1971), Politikerin (GS) Danijel Brezič (* 1976), Fußballspieler Dejan Nemec (* 1977), Fußballspieler Ana Marwan (* 1980), Schriftstellerin Denis Škofič (* 1985), Dichter Staša Špur (* 1988), Fußballschiedsrichterassistentin Tjaša Tibaut (* 1989), Fußballspielerin Denis Kramar (* 1991), Fußballspieler Erik Janža (* 1993), Fußballspieler Manja Rogan (* 1995), Fußballspielerin Tomi Horvat (* 1999), Fußballspieler Tio Cipot (* 2003), Fußballspieler Filip Kosi (* 2004), Fußballspieler

Siehe auch Synagoge (Murska Sobota) Jüdischer Friedhof (Murska Sobota) Liste der Gemeinden in Slowenien

Literatur Muraszombat. In: Guy Miron (Hrsg.): The Yad Vashem encyclopedia of the ghettos during the Holocaust. Jerusalem : Yad Vashem, 2009, ISBN 978-965-308-345-5, S. 505.

Weblinks

Offizielle Website der Stadt Karte der Stadtgemeinde Murska Sobota

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Slowenien Kategorie:Ort an der Mur Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Ledava Kategorie:Ersterwähnung 1297 Kategorie:Prekmurje Kategorie:Geographie (Stadtgemeinde Murska Sobota) Kategorie:Ravensko