Rambach ist einer der beiden Ortsteile der Gemeinde Weißenborn im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis. Der Ort liegt in dem Bergland südöstlich von Weißenborn nahe der Grenze zu Thüringen.

Geschichte Ortsgeschichte Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Rambach erfolgte unter dem Namen Rampeche im Jahr 1360.

Rambach wurde 1995 als Bundessieger im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden ausgezeichnetRambach in Nordhessen, Mittendrin und doch ganz am Rand. In Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 15. Juni 2012..

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen fusionierten zum 1. Oktober 1971 die Gemeinden Rambach und Weißenborn zur erweiterten Gemeinde Weißenborn. Für den Ortsteil Rambach wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung eingerichtet. Die Grenzen des Ortsbezirks folgen den seitherigen Gemarkungsgrenzen.

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Rambach angehört(e):

nach 1365: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen, Amt Wanfried ab 1567: Heiliges Römisches Reich, Niederhessen, Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Wanfried 1627–1834: Landgrafschaft Hessen-Rotenburg (sogenannte Rotenburger Quart), teilsouveränes Fürstentum unter reichsrechtlicher Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel bzw. des Kurfürstentums Hessen ab 1806: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Wanfried ab 1807: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Aue ab 1815: Kurfürstentum Hessen, Rotenburger Quart, Amt Wanfried ab 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis EschwegeVerordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 72 f.Trennung von Justiz (Fürstlich Rotenburgisches Justizamt Wanfried) und Verwaltung. ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege ab 1867: Norddeutscher Bund, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Eschwege ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege, Gemeinde Weißenborn ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis, Gemeinde Weißenborn

Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011 Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Rambach 213 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 42 Einwohner unter 18 Jahren, 81 waren zwischen 18 und 49, 39 zwischen 50 und 64 und 51 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 87 Haushalten. Davon waren 27 Singlehaushalte, 18 Paare ohne Kinder und 36 Paare mit Kindern, sowie 6 Alleinerziehende. Wohngemeinschaften gab es keine. In 21 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 51 Haushaltungen leben keine Senioren.

Einwohnerzahlen  >Quelle: Historisches Ortslexikon 1574: 65 Haushaltungen 1747: 84 Haushaltungen 1834: 63 Haushaltungen 1997: 275 EinwohnerLucia Schmidt: Mittendrin und doch ganz am Rand, in: FAZ Nr. 138, 16. Juni 2012, S. 3.

Religion Die Kirchgemeinde Weißenborn-Rambach gehört zum Sprengel Kassel der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.entnommen aus Weißenborn (Hessen)

Historische Religionszugehörigkeit • 1885: 301 evangelische (= 99,34 %), zwei katholische (= 0,66 %) Einwohner • 1961: 266 evangelische (= 88,08 %), 33 katholische (= 10,93 %) Einwohner

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini| Die evangelische Pfarrkirche Bauwerke

Die historische Ortsstruktur Rambachs verfügt über eine wenig gestörte Bausubstanz, die bis in die Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg zurückreicht. Im Ortskern befinden sich die an exponiertem Platz erbaute Dorfkirche, der Anger und bemerkenswerte Hofanlagen. Besonders markant ist der Einfluss thüringischer Fachwerkarchitektur, der sich an zahlreichen Häusern findet. Als Gesamtanlage ist der Ortskern aus geschichtlichen Gründen denkmalgeschützt. Zitiert aus: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. - Kulturdenkmäler in Hessen. Werra-Meißner-Kreis I, Altkreis Eschwege. Peer Zietz in Zusammenarbeit mit Thomas Wiegand. Braunschweig, Wiesbaden: Vieweg. 1991. ISBN 3-528-06240-1. S. 647 f.

Kirche

Die im Kern mittelalterliche evangelische Pfarrkirche von Rambach wurde im 17. Jahrhundert erweitert und 1711 durch einen Fachwerkaufbau erhöht. Im Jahr 1799 wurde die Dorfkirche grundlegend umgestaltet und mit einem Dachtürmchen versehen. Das Innere der Kirche überrascht mit reich verzierten umlaufenden Emporen und einer Orgel aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Als Kleinod gilt auch die Barock-Kanzel die um 1700 entstanden ist. Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler - Hessen. Bearbeitet von Magnus Backes. München, Berlin: Deutscher Kunstverlag, 1966. S. 681. Wegen ihrer künstlerischen, baulichen und geschichtlichen Bedeutung ist die Kirche ein geschütztes Kulturdenkmal.

Literatur

Weblinks

Webauftritt der Gemeinde Weißenborn.

Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Werra-Meißner-Kreis Kategorie:Geographie (Weißenborn, Hessen) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Werra-Meißner-Kreis) Kategorie:Ersterwähnung 1360 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971