Šuqamuna (dŠu-qa-mu-na) war der kassitische Kriegsgott. Seine Gattin war Šumalija, sie sind "ein liebendes Paar". Šuqamuna wurde mit den babylonischen Göttern NergalTheophilus G. Pinches, The Language of the Kassites. Journal of the Royal Asiatic Society of Great Britain and Ireland 1917, 106 und NuskuSebastian Hageneuer: Art. Nusku, Iconography of Deities and Demons (electronic pre-publication), 2008. gleichgesetzt, in anderen Inschriften wird er zusammen mit dem Lichtgott Nusku genannt. Sein Symbol ist die KeuleFrank M. Cross, Jr., An inscribed Seal from Balâtah (Shechem). Bulletin of the American Schools of Oriental Research 167, 1962, 14. Es wurde auch versucht, ṯkmn, den ugaritischen Mondgott, mit Šuqamuna gleichzusetzenAndré Caquot: Nouveaux documents ougaritiens. Syria 46/3–4, 1969, 264.
Šuqamuna galt als Ahnherr des Königshauses, In einer Inschrift nennt sich Agum Kakrime, der zweite Herrscher der Dynastie „Sohn des Uršig-urumaš, reiner Same des Šuqamuna, eingesetzt von Anu und Enlil, Ea und Marduk, Sin und Šamaš, der starke Mann der kriegerischen Ištar“Peter Stein: Die Mittel- und Neu-babylonischen Königsinschriften bis zum Ende der Assyrerherrschaft. Harrassowitz, Wiesbaden 2000, ISBN 3-447-04318-0, S. 151.
Šuqamuna und Šumalija waren 'die Götter des Königs'kudurru aus der Zeit des Meli-Šipak, BKI 103 = BBS 3; Geeta De Clercq, Die Göttin Ninegal/Bēlet-ekallim nach den altorientalischen Quellen des 3. und 2. Jt. v. Chr., Diss. Würzburg 2003, 110; oder "die Götter des Königs und des Königshauses"kudurru des Marduk-apla-iddina, Geeta De Clercq, Die Göttin Ninegal/Bēlet-ekallim nach den altorientalischen Quellen des 3. und 2. Jt. v. Chr., Diss. Würzburg 2003, 110; . Ein weiterer kudurru Marduk-apla-iddina nennt sie "die ehrfurchtgebietenden Götter, die Zepter, Thron und Regierungszeit festigen"Geeta De Clercq, Die Göttin Ninegal/Bēlet-ekallim nach den altorientalischen Quellen des 3. und 2. Jt. v. Chr., Diss. Würzburg 2003, 111; . Kurigalzu nennt sie "Gott des Königs und Schutzgöttin des Königs (il šarri u3 dlamassu šarri). Nach einer Inschrift von Kurigalzu III. nahmen Šuqamuna und Šumalija an der Krönung des Königs in Babylon teilGeeta De Clercq, Die Göttin Ninegal/Bēlet-ekallim nach den altorientalischen Quellen des 3. und 2. Jt. v. Chr., Diss. Würzburg 2003, 114; .
Šuqamuna ist auch aus Namar im Zagros, Nuzi, Dēr, Ugarit, und Ḫattuša belegt.
Literatur K. Balkan, Kassitenstudien. 1. Die Sprache der Kassiten (AOS 37). New Haven 1954.
Einzelnachweise
Kategorie:Mesopotamische Gottheit Kategorie:Kassiten Kategorie:Kriegsgottheit Kategorie:Männliche Gottheit