Der Wahlkreis Wil ist eine Verwaltungseinheit des Schweizer Kantons St. Gallen, die nach der neuen St. Galler Kantonsverfassung vom 10. Juni 2001 gebildet wurde. Er besteht aus den beiden früheren Bezirken Wil und Untertoggenburg (ohne Ganterschwil und Mogelsberg, die zum Wahlkreis Toggenburg kamen).
Politik und Wirtschaft mini|links|Der Hof in Wil, wo früher oft die Fürstäbte von St. Gallen residierten. Heute würde Wil gerne eine Zentrumsfunktion einnehmen, aber Degersheim und Flawil sind weit weg und der angrenzende Hinterthurgau gehört zum Nachbarkanton. Politisch stehen sich die Gemeinden im Wahlkreis Wil nahe. Grösste Partei ist die Schweizerische Volkspartei (SVP).Katharina Brenner: Vor den Wahlen im Kanton St.Gallen: Im Dazwischenland – der Wahlkreis Wil im Porträt. In: St. Galler Tagblatt (online), 25. Februar 2020 Sie erreichte 2016 genau 30 Prozent der Wählerstimmen,Thomas Oegerli: Kantonale Wahlen im Kanton St.Gallen. Kantonsratswahlen 2004–2016. In: Statistik aktuell 58, Amt für Statistik des Kantons St. Gallen, Februar 2017 (PDF; 1,0 MB) hat aber vier Jahre später an Stimmen verloren. Sie hat die CVP als stärkste Partei abgelöst. CVP, FDP und SP bewegen sich um rund 15 bis 20 Prozent. Die Grünen erreichen Anteile über 5 Prozent. Die Stadt Wil schert politisch nicht links aus wie die Kantonshauptstadt.
Sitze im Kantonsrat (2024–2028) +Sitzverteilung Wahljahr 2004Protokoll der Erneuerungswahl des Kantonsrates vom 14. März 2004. Auf der Webseite des Kantons St. Gallen, 29. März 2004 2008Kantonsratswahl 2008: Wahlkreis Wil. Auf der Webseite des Kantons St. Gallen, 18. Juni 2019 2012Kantonsratswahl 2012: Wahlkreis Wil. Auf der Webseite des Kantons St. Gallen, 18. Juni 2019 2016Kantonsratswahl 2016: Wahlkreis Wil. Auf der Webseite des Kantons St. Gallen, 13. Juni 2019 2020Kantonsratswahl 2020: Wahlkreis Wil. Auf der Webseite des Kantons St. Gallen, 8. März 2020 2024Kantonsratswahl 2024: Wahlkreis Wil. Auf der Webseite des Kantons St. Gallen, 10. März 2024P Grüne 2 1 1 1 2 1 SP 5 2 3 3 2 2 GLP 1 1 1 Die Mitte (bis 2020 CVP) 8 5 4 4 5 5 BDP 1 FDP 5 4 3 4 3 3 SVP 7 6 5 6 5 6 insgesamt 27Bis 2008 hatte das Kantonsparlament 180 statt wie seither 120 Sitze. 18 18 18 18 18
Für Degersheim und Flawil hat die Zugehörigkeit zum Wahlkreis Wil, obwohl sie nach St. Gallen orientiert sind, Vorteile, denn im Wahlkreis St. Gallen hätten sie nur wenig Gewicht.
mini|hochkant|Bahnhof Uzwil. Viele Bewohner der Wahlkreises pendeln nach Zürich, Winterthur oder St. Gallen zur Arbeit. In der Region Wil – zu der auch der Hinterthurgau zählt – sind im Alltag für Kultur und Wirtschaft die Kantonsgrenzen unbedeutend. Die Region Wil hat die Charta Metropolitanraum Bodensee unterzeichnet. Mit dem Projekt Wil West geht es hingegen nicht vorwärts. Zwischen Münchwilen, Sirnach und Wil sollen in den nächsten Jahren 2000 bis 3000 Arbeitsplätze entstehen.Entwicklungsschwerpunkt Wil West. Auf der Webseite des Amt für Raumentwicklung des Kantons Thurgau, abgerufen am 28. Februar 2020
Wichtigster Arbeitgeber ist Bühler in Uzwil, aber auch Benninger (Uzwil), Stihl (Wil) und Maestrani (Flawil) sorgen für Zupendler. Sowohl in der Stadt Wil als auch in den Landgemeinden spielen Vereine eine grosse Rolle. Mit der FDP-Politikerin Karin Keller-Sutter stellt Wil ein Mitglied im Bundesrat.
Politische Gliederung Der Wahlkreis Wil umfasst seit dem 1. Januar 2013 folgende Gemeinden: Wappen Name der Gemeinde Einwohner() Flächein km² Einw.pro km²35px|zentriert|Degersheim Degersheim 35px|zentriert|Flawil Flawil 35px|zentriert|Jonschwil Jonschwil 35px|zentriert|Niederbüren Niederbüren 35px|zentriert|Niederhelfenschwil Niederhelfenschwil 35px|zentriert|Oberbüren Oberbüren 35px|zentriert|Oberuzwil Oberuzwil 35px|zentriert|Uzwil Uzwil 35px|zentriert|Wil Wil (SG) 35px|zentriert|Zuzwil Zuzwil (SG) Total (10)
Veränderungen im Gemeindebestand seit 2003 mini|150px|Gemeinden bis 2012 2013: Fusion Bronschhofen und Wil → Wil
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Anmerkungen
Einzelnachweise
Kategorie:Bezirk des Kantons St. Gallen