Axel Schmidt (* 19. August 1940 in Zwickau; † 9. Dezember 2024 in LeipzigTraueranzeige in der Leipziger Volkszeitung vom 4. Januar 2025, abgerufen am 4. Januar 2025) war ein deutscher Englischhornist und Oboist.

Leben Schmidt lernte das Oboespielen bei Alfred Gleißberg, dem Solo-Oboisten des Gewandhausorchesters Leipzig und bei Peter Fischer an der Leipziger Musikhochschule.

Von 1962 bis 1964 wirkte er beim Schweriner Sinfonieorchester. 1964 wurde er dann Solo-Englischhornist beim Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig unter Herbert Kegel. Er war Interpret Alter Musik im Pro Arte Antiqua Lipsienis, Telemann-Ensemble und der Capella Fidicinia unter dem Musikwissenschaftler Hans Grüß. 1970 wurde er Mitglied der Gruppe Neue Musik Hanns Eisler und des Leipziger Consorts, welche sich der Neuen Musik widmeten. 1992 gründete er das Trio PianOvo.

Er unterrichtete Englischhorn und seit 1976 Oboe; 1993 wurde er Professor an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Hier fungierte er als Dekan und Prorektor. Zu seinen Schülern gehören Michael Goldammer, Walter Klingner, Sebastian Röthig und Gunter Sieberth. Außerdem war er Gastdozent in den Niederlanden, Polen, Tschechien, Finnland und Großbritannien.

Axel Schmidt wohnte im Leipziger Ortsteil Mölkau.

Diskographie 1986: Luca Lombardi: Einklang für Oboe und sieben Instrumente (Deutsche Schallplatten) 1996: Neue Musik für Oboe (Edel Classics) 2002: Musik in Deutschland 1950–2000 (Red Seal)

Literatur Burkhard Glaetzner, Reiner Kontressowitz (Hrsg.): Gruppe Neue Musik „Hanns Eisler“ 1970–1990. Spiel-Horizonte. Leipzig 1990, S. 50. Annelie Schneider: Vereint Tradition und Moderne. Axel Schmidt, Oboe. In: Resonanz. I/2002, S. 12 f.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Englischhornist Kategorie:Klassischer Oboist Kategorie:Interpret (Neue Musik) Kategorie:Hochschullehrer (HfM Weimar) Kategorie:Musiker (Leipzig) Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1940 Kategorie:Gestorben 2024 Kategorie:Mann