Final Fantasy IX (OT: jap. , Fainaru Fantajī IX) ist der neunte Teil der Videospielreihe Final Fantasy. Das Spiel erschien am 7. Juli 2000 in Japan. Veröffentlichungen in den USA und in Europa folgten im November desselben Jahres respektive am 16. Februar 2001.

Final Fantasy IX erschien zunächst ausschließlich für die PlayStation. Die ursprünglich angekündigte PC-Version wurde im Laufe der Entwicklung verworfen. Seit dem 20. Mai 2010 ist das Spiel ebenfalls im japanischen Playstation Network Store für 1500 Yen (etwa 12,70 €) erhältlich. Meldung von Square Enix über Twitter.com (japanisch) Später erschien es auch im europäischen und im US-Store. Im Februar 2016 wurde eine überarbeitete mobile Version des Spiels für iOS- und Android-Geräte veröffentlicht.Final Fantasy 9 ist in überarbeiteter Form für Android und iOS erschienen. In: 4Players. 9. Februar 2016. Nach annähernd 16 Jahren erschien am 14. April 2016 auch eine grafisch überarbeitete Version für den PC. Anlässlich der Tokyo Game Show 2017 kündigte Sony eine Umsetzung für die PlayStation 4 an.Major Socke: Final Fantasy IX - Umsetzung für PlayStation 4 bestätigt. Artikel von ps4info.de, 19. September 2017, abgerufen am 19. September 2017 Diese erschien am 19. September 2017.Final Fantasy 9 für die PlayStation 4 veröffentlicht. Artikel von eurogamer.de, 19. September 2017, abgerufen am 19. September 2017 Im Februar 2019 wurde Final Fantasy IX erstmals für Xbox One und Nintendo Switch veröffentlicht.

Handlung Haupthandlung Die Geschichte beginnt in Alexandria, Hauptstadt des gleichnamigen Königreiches auf dem Planeten Gaia. Der Kontinent, auf dem Alexandria liegt, ist immerzu mit dichtem, magischen Nebel überzogen, aus welchem massenhaft niedere wie stärkere Monster hervorgehen. Aus diesem Grund liegen viele Städte und Dörfer in Höhenlagen, in die der Nebel nicht aufsteigen kann. Der Nebel wird aus fremdartigen Wurzeln ausgestoßen, deren Ursprung zunächst rätselhaft bleibt. Die Bewohner des Kontinents haben jedoch gelernt, die Macht des Nebels für sich nutzbar zu machen und zum Beispiel nebelbetriebene Maschinen und Luftschiffe zu bauen.

Der Spieler schlüpft zu Beginn in die Rolle des jungen Schwarzmagiers Vivi Orunitia, der zum ersten Mal in die Stadt kommt, um sich dort eine spektakuläre Theaterinszenierung anzuschauen. Ein gigantisches, fliegendes Theaterschiff hat über dem Palasthof angelegt. Nachdem Vivi bestürzt feststellen muss, dass die Eintrittskarten gefälscht sind, er sich das Theaterstück schwarz ansehen muss und von Palastwachen verjagt wird, übernimmt der Spieler die Rolle des Ritterhauptmanns Adelbert Steiner. Unterdessen hat die Theatergruppe und Diebesbande Tantalus (welche das eben genannte Theaterschiff steuert und besagtes Stück aufführt) den Auftrag erhalten, sich Zugang zu den königlichen Palastgemächern zu verschaffen und Prinzessin Garnet zu entführen. Diese wiederum hat zur selben Zeit beschlossen, auszubüxen und aus Alexandrien zu fliehen. Die Prinzessin hat bereits seit längerem das Gefühl, dass mit der Königin etwas nicht stimmt. Der Spieler übernimmt kurzzeitig auch Garnets Rolle. Anschließend steuert der Spieler den kessen Zidane Tribal, den eigentlichen Protagonisten des Spiels. Zidane sollte die Prinzessin suchen und zum Theaterschiff verschleppen. Er ist verwirrt und verdutzt darüber, dass die Prinzessin ihn geradezu anfleht, sie zu entführen. Nach einer ziemlich chaotischen Flucht kann das Luftschiff die Stadt verlassen. Doch die Königin lässt das Schiff in blinder Rage in Brand setzen, sodass dieses über einem nahen Wald abstürzt. Nach einigen schweren Kämpfen kann das Team dem Wald entkommen.

Man beschließt, umgehend in das benachbarte Großherzogtum Lindblum zu reisen, weil die Tantalus-Bande dort offenbar erwartet wird. Außerdem erhofft sich Prinzessin Garnet dort Hilfe. Während der nun folgenden Reise quer über den Kontinent muss Zidanes Gruppe wiederholt gegen drei gewisse „Tenöre“ (geflügelte Schwarzmagier) kämpfen, die mit der gewaltsamen Verhaftung Garnets beauftragt wurden. Außerdem scheint auch Vivi, der sich der Gruppe eher zufällig angeschlossen hatte, ein begehrtes Anschlagsziel für Entführer zu sein und auch er muss aus allerlei misslichen Lagen befreit werden. Die Gruppe beschließt, Prinzessin Garnets Identität zu verschleiern und sie gibt sich den Decknamen „Lily“. Endlich in Lindblum angekommen, begibt sich Garnet umgehend zu Cid Fabel, dem Großherzog von Lindblum. Die Privataudienz mit Garnet ist sehr aufschlussreich. Auch dem Großherzog und seinen Ministern ist die Veränderung von Königin Brane nicht entgangen und er vermutet kriegerische Absichten hinter ihren Taten. Außerdem scheint die Königin unter dem Bann eines gewissen Kuja zu stehen. Es gelingt der Königin bald darauf tatsächlich, Lindblum und das benachbarte Königreich Burmecia gewaltsam zu unterwerfen. Die Truppe um Zidane und Garnet beschließt daher, den Kontinent zu verlassen, um Kuja ausfindig zu machen und aufzuhalten. Auf dem Nachbarkontinent entdeckt die Gruppe schließlich den Baum Iifars, die wahre Quelle des Nebels. In der Nähe des Baumes liegt das geheimnisvolle und sagenumwobene Madain Sari, die Heimat des magiekundigen Volkes der Esper. Das Reich liegt seit Jahrzehnten in Trümmern, nur noch ein Waisenkind namens Eiko lebt dort. Zur Verblüffung Aller entdeckt Garnet, dass sie, wie Eiko, eine Nachfahrin der Esper ist. Als sie noch ein Baby war, waren die Esper fast vollständig ausgelöscht worden, Garnets Mutter war per Schiff nach Alexandria geflohen. Im Hafen der Stadt fand man nur noch die tote Mutter und das Mädchen im Boot. Weil die leibliche Tochter von Königin Brane erst kürzlich verstorben war, hatte man Garnet kurzerhand adoptiert.

Zidane und sein Team erkunden Iifar und bekämpfen dessen Wächter erfolgreich, geraten jedoch in eine Seeschlacht zwischen Kuja und Brane, die machttrunken nur noch Kuja zwischen sich und der Weltherrschaft wähnt. Die Königin beschwört schließlich einen Drachen namens Bahamut herbei und hetzt diesen auf Kuja. Kuja aber hatte dies von Anfang an vorhergesehen und bringt Bahamut unter seine Kontrolle, um so den Kampf zu seinen Gunsten zu wenden. Bahamut vernichtet die gesamte Flotte. Brane wird im Sterben liegend von der Truppe am Strand aufgefunden, wo sie sich in tiefster Reue bei Prinzessin Garnet für ihre schrecklichen Taten entschuldigt. Nach Branes Tod scheint zunächst wieder Frieden einzukehren. Prinzessin Garnet soll zur Königin gekrönt werden, während die von Brane verwüsteten Städte wieder aufgebaut werden. Doch Kuja greift überraschend Alexandria mit Bahamut an. Als Garnet und Eiko zur Verteidigung der Stadt die Bestia Alexander beschwören, wähnt sich Kuja am Ziel seines Plans und versucht, auch die Kontrolle über Alexander an sich zu reißen. Zu seiner Bestürzung tritt überraschend ein alter Mann namens Garlant auf den Plan und zerstört Alexandria mitsamt der Beschwörungen, nach eigener Aussage „aus Furcht, Kuja könnte zu mächtig werden“.

Kuja kann jedoch entkommen und Zidanes Gruppe beschließt, ihm nachzujagen. In einer halb zerfallenen Hochburg namens Oeil Vert finden sie dank uralter Inschriften und singender Masken schließlich erstaunt heraus, dass Kuja ursprünglich von einem anderen Planeten namens Terra stammt. Durch ein Portal über der „Insel des Lichts“ konnte Kuja einstmals zwischen den Welten wechseln, doch nun ist das Portal versiegelt. Nach der Entsiegelung des Portals gelangt nun auch Zidanes Team nach Terra, wo ihnen Garlant Auskunft über die Geschichte Terras und Zidanes wahre, ursprüngliche Mission gibt. Kuja ist es inzwischen gelungen, sich die Kraft der von Iifar eingefangenen Seelen anzueignen, er besiegt die Truppe im Kampf zunächst und beseitigt anschließend den alten Garlant. Im Moment seines Triumphes gesteht ihm aber der Geist von Garlant, dass Kujas künstliches Leben von vornherein begrenzt war und Letzterer schon sehr bald sterben wird. In Rage beschließt Kuja, beide Planeten zu vernichten. Die Truppe verfolgt ihn mit Garlands Hilfe an den Ort der Erinnerungen, mit dessen Hilfe man den Ursprung allen Lebens, das Kristall, erreichen kann. Zwar gelingt es der Truppe, Kuja zu bezwingen, doch dessen grenzenloser Neid auf alles Lebende ruft ein omnipotentes Wesen namens „Ewiges Dunkel“ auf den Plan, welches Kujas Wunsch vollenden will. Erst nach dem Sieg über dieses Wesen ist die Apokalypse abgewendet. Die Truppe wird vom reumütigen Kuja zurück nach Gaia teleportiert, wo Zidane beschließt, im Baum Iifars zurückzubleiben, um Kuja vielleicht doch noch zu retten. Er kann sich mit Kuja versöhnen, Letzterer stirbt aber kurz darauf.

Ein Jahr später erholt sich Gaia von den Ereignissen. Garnet hat ihr Königreich wieder aufbauen können und will dies nun mit einer prächtigen Theateraufführung feiern. Zur Überraschung aller hat Zidane überlebt, gibt sich inmitten der Aufführung zu erkennen und schließt Garnet lächelnd in seine Arme.

Rahmenhandlung Die Rahmenhandlung von Final Fantasy IX ist äußerst vielschichtig und komplex und wird erst nach und nach, zur späteren Spielhälfte hin, enthüllt. Gemäß der Hintergrundstory existiert neben dem Heimatplaneten Gaia noch ein weiterer, bewohnter Planet namens Terra. Beide Planeten werden jeweils durch einen magischen Kristall am Leben gehalten und dank diesem von Lebewesen besiedelt. Wird ein Mensch geboren, empfängt er vom Lebenskristall eine eigene Seele, die schon bald darauf erwacht. Stirbt der Mensch, kehrt seine Seele wieder zum Kristall zurück. Dadurch schließt sich der Kreislauf des Lebens wieder. Allerdings scheint jeder „Lebenskristall“ einer begrenzten Zeitspanne der Existenz unterworfen zu sein: nach soundsovielen Millennia erlischt der Kristall und alles Leben endet binnen kürzester Zeit. Terra ist um Jahrmillionen älter als Gaia und Ersterem droht nun eben jenes traurige Schicksal. Die Bewohner Terras fürchten ihren Tod jedoch sehr und suchen nach einer Möglichkeit, ihren Planeten am Leben zu erhalten. Sie entdecken schließlich, dass man den Lebenkristall wie eine Batterie gewissermaßen „wieder aufladen“ kann – nämlich mit Seelenenergie. Natürlich wollen die wenigen verbliebenen Terraner nicht ihre eigenen Seelen opfern. Also beauftragen sie den Weisen Garlant damit, einen Planeten zu finden, dem man Seelenenergie entziehen könnte.

In der Zwischenzeit werden die entseelten Körper in eine magische Kryostasis versetzt und gleichzeitig magische Klone, sogenannte Genome geschaffen, um die spätere Bevölkerung sozusagen aufzustocken. Sollten jemals menschliche Seelen gefunden und gesammelt werden, würden die terranischen Körper mit diesen Seelen gefüllt und wiederbelebt. Nach hunderten von Jahren entdeckt Garlant den blutjungen Planeten Gaia. Als er versucht, den sterbenden Kristall Terras mit jenem von Gaia zu verschmelzen, „wehrt“ sich Gaia und stößt den Fremdkörper ab. Garlant kommt zu dem Schluss, dass er den Kristall von Gaia daran hindern muss, gaianische Seelen aufzunehmen. Wenn menschliche Seelen nicht zum Kristall zurückkehren können, lässt sich deren Energie einfangen, der verbleibende Rest wird zu Nebel. Garlant pflanzt schließlich den Baum Iifars, der die Energie der Seelen aufnimmt und den Rest als Nebel über die Wurzeln wieder ausstößt. Da der Nebel Monster erzeugt, will Garlant ihn dazu nutzen, die Ausrottung der gaianischen Bevölkerung zu beschleunigen. Zunächst scheint Garlants Plan aufzugehen. Doch dann muss er missmutig mit ansehen, wie die Bewohner Gaias nicht nur die Nebelmonster erfolgreich abwehren können, sondern auch noch lernen, „seinen“ kostbaren Nebel für ihre Technologien zu nutzen.