St. Michael250px|zentriert Patrozinium: Erzengel Michael Bauzeit: 1938 bis 1939 Kirchweihe: 26. September 1954 durchWeihbischof Joseph Ferche Anschrift: Sandstraße 3351379 Leverkusen

Die römisch-katholische Kirche St. Michael wurde 1939 im Norden der damaligen Stadt Opladen errichtet und war bis 2009 Sitz der gleichnamigen Pfarrgemeinde.

Geschichte 1937 musste die Opladener Pfarrgemeinde St. Remigius dem Druck der nationalsozialistischen Stadtverwaltung nachgeben und das katholische Vereinshaus (heute Stadthalle Opladen) zum Preis von 150.000 Reichsmark verkaufen. Es gelang der Gemeinde jedoch, im Rahmen des Verkaufs Zusagen der Stadt für den Bau einer Kirche im Norden Opladens und für die Bereitstellung des entsprechenden Baumaterials zu erhalten. Der Grundstein der Kirche wurde am 13. November 1938 gelegt und die Kirche nach Entwürfen von Bernhard Rotterdam mit einem massiven Chorturm erbaut. Am 15. Oktober 1939 wurde sie durch Dechant Rohde „benediziert“ und stand jetzt für Gottesdienste zur Verfügung.Rolf Müller: Upladhin – Opladen. Stadtchronik. Opladen 1974, S. 64.

Die Gemeinde wurde am 30. September 1939 zunächst als Rektorat von St. Remigius eingerichtet und am 1. Mai 1954 zur selbständigen Pfarrei erhoben. Am 26. September 1954 fand die feierliche Kirchweihe durch den Kölner Weihbischof Joseph Ferche statt. 1957 wurde ein Kindergarten errichtet, 1964 das Pfarr- und Jugendheim. Seit 1987 wurde die Pfarrei durch Priester von St. Remigius mitbetreut, seit 1998 gehörte sie zum Pfarrverband Opladen.

Zum 1. Januar 2010 haben sich die Gemeinden Hl. Drei Könige, St. Elisabeth, St. Engelbert, St. Michael und St. Remigius aufgelöst und zur neuen Pfarrgemeinde St. Remigius Opladen zusammengeschlossen. Ab dem 1. September 2022 bildet die Pfarrei St. Remigius mit der Pfarrei St. Maurinus und Marien den Sendungsraum St. Maurinus und Marien und St. Remigius mit gemeinsamem Seelsorgerteam und insgesamt sieben Kirchorten.

Orgel Die Orgel von St. Michael wurde 1964 von der Werkstatt Ernst Weyland Orgelbau, damals mit Sitz in Opladen, hergestellt. Sie umfasst 17 Register auf zwei Manualen und Pedal.Orgeldatenbank organindex.de: Leverkusen/Opladen, St. Michael Disposition I Hauptwerk C–g3 Bordun 16′ Prinzipal 8′ Rohrflöte 8′ Oktave 4′ Waldflöte 2′ Sesquialter I–III Mixtur IV-V ′ Trompete 8′ II Schwellpositiv C–g3 Holzgedackt 8′ Quintade 8′ Prinzipal 4′ Flachflöte 2′ Scharff IV ′ Dulcian 8′ Tremulant Pedal C–f1 Subbass 16′ Offenbass 8′ Piffaro II 4′ + 2′ Koppeln: II/I, I/P, II/P

Glocken Im Jahr der Kirchweihe lieferte die Glockengießerei Otto drei Bronzeglocken für die neuerrichtete Michaelskirche. Zwei der drei Glocken wurden kurz darauf im Zweiten Weltkrieg beschlagnahmt und eingeschmolzen. Nur die kleine cis-Glocke blieb der Gemeinde. Zehn Jahre später wurde das Geläut durch den Guss von zwei neuen Otto-Glocken wieder zu einem dreistimmigen Geläut ergänzt. Glocke Name Gussjahr Gießer Durchmesser Masse Schlagton(HT-) Inschrift 1 Michael-Glocke 1959 Karl (III) Otto 944 mm 575 kg gis1 +8 + MICHAEL, SCHÜTZE KIRCHEUND VATERLAND + 1959 2 Don-Bosco-Glocke 1959 Karl (III) Otto 795 mm 350 kg h1 +8 + DON BOSCO, FÜHRE DIE DEUTSCHE JUGEND ZU CHRISTUS 3 Marien-Glocke 1939 Ernst Karl (Karl II) Otto 728 mm 250 kg cis2 +8 MARIA BITTE FÜR UNSERE PFARRFAMILIE

Siehe auch Liste von Sakralbauten in Leverkusen

Weblinks

Chronik der Pfarrei St. Michael, jetzt St. Remigius Beschreibung auf den Seiten der Internet Initiative Leverkusen e. V. (mit Bildern)

Einzelnachweise

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