mini|Alexei Utschitel, 2019

Alexei Jefimowitsch Utschitel (; * 31. August 1951 in Leningrad) ist ein russischer Filmregisseur und Produzent.

Leben und Werk Alexei Utschitel kam 1951 als Sohn des Dokumentarfilmregisseurs Jefim Utschitel zur Welt. 1975 schloss er das Gerassimow-Institut für Kinematographie ab und begann, für das Leningrader Dokumentarfilmstudio zu arbeiten. 1991 gründete er ein eigenes Filmstudio namens Rok.Website des Filmstudios abgerufen am 4. Januar 2010.

Sein Debüt als Spielfilmregisseur gab er 1996 mit dem Film Manija Schiseli (, Giselles Wahn), der vom Leben der Tänzerin Olga Spessiwzewa erzählt. Sein zweiter Spielfilm, Dnewnik jewo scheny (, Das Tagebuch seiner Frau), erschien 2000 und handelt von den letzten Lebensjahren des Schriftstellers Iwan Bunin. Für Dnewnik jewo scheny erhielt Utschitel den russischen Filmpreis Nika. Für seinen Film Progulka (Прогулка, Der Spaziergang) wurde er auf dem Filmfestival Cottbus mit dem „Spezialpreis für eine herausragende künstlerische Leistung“Heinz Kersten: Land- und Stadtspaziergänge. freitag.de, 14. November 2003; abgerufen am 17. Dezember 2013. ausgezeichnet. 2008 gewann Alexei Utschitel auf demselben Festival mit dem Film Plenny (, deutscher Titel: Gefangen) den Hauptpreis für den besten Film. filmfestivalcottbus.de

Im Frühjahr 2014 gehörte Utschitel zu den Mitunterzeichnern eines Aufrufs von Kulturschaffenden der Russischen Föderation zur Unterstützung der Politik Präsident Putins beim russischen Krieg in der Ukraine und bei der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim. (russisch).

Im Herbst 2017 kam es in Russland zu zahlreichen, überwiegend religiös motivierten Protesten gegen Utschitels Film Matilda, woraufhin mehrere Kinoketten ankündigten, den Film aus Sicherheitsgründen nicht zeigen zu wollen.Proteste und Festnahmen wegen Historienfilm „Matilda“. Zeit Online, 21. September 2017; abgerufen am 20. März 2019.

Filmografie

Spielfilme (Manija Schiseli, Giselles Wahn), 1996 (Dnewnik jewo scheny,Tagebuch seiner Frau), 2000 (Progulka, Der Spaziergang), 2003 (Kosmos kak predtschuwstwije, Der Kosmos als Vorahnung), 2005 (Plenny, Der Gefangene, dt. Titel: Gefangen), 2008 Edge of War – Zug des Todes, 2010 (Sem glawnych schelani, 7 Hauptwünsche), 2013 (Wosmjorka, Die Acht, engl. Titel Break Loose), 2013 Durak – Der ehrliche Idiot, 2014 (Mathilde), 2017

Dokumentarfilme (100.000 Ichs), 1978 (Der Start. Porträt eines Ereignisses), 1978 (Gesichter einer Diskothek), 1980 (Wer ist dafür? Drei Episoden zu einem modernen Thema.), 1982 (Dir anvertraut, Erde), 1983 (Aktion), 1983 (Der Planet Natascha), 1986 (Rock), 1987 (Obwodny-Kanal), 1989 (Joly-paly oder Die Mitki in Europa), 1990 (Der letzte Held), 1992 (Butterfly), 1993 (Die Elite), 1997

Weblinks uchitel.info Sendungen mit Alexei Utschitel von Echo Moskwy

Einzelnachweise

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