Teodoro „Dorino“ Serafini (* 22. Juli 1909 in Pesaro; † 5. Juli 2000 in Bolognavgl. 24-en-piste.com oder Pesarovgl. 8w.forix.comvgl. motorsportmemorial.orgvgl. statsf1.com) war ein italienischer Motorrad- und Automobilrennfahrer.
Karriere Serafini absolvierte eine Lehre als Mechaniker bei der Officina Meccanica Benelli in seiner Heimatstadt Pesaro. Im Jahr 1928 nahm er im Alter von 21 Jahren er auf einer 175-cm³-Benelli in Rimini an seinem ersten Rennen teil. Serafini startete in den folgenden vier Jahre für Benelli und wechselte danach zum Hersteller M.M. nach Bologna, der von Alfonso Morini und Mario Mazzetti betrieben wurde. 1933 gewann er auf M.M. in der 175-cm³-Klasse seinen ersten Titel in der italienischen Straßenmeisterschaft.
Wenig später wechselte Serafini zu Bianchi und stieg in die 500-cm³-Klasse auf. Im Jahr 1935 erzielte er den Gesamtsieg beim prestigeträchtigen Rennen Circuito del Lario am Comer See und im folgenden Jahr gewann er erneut die italienische Meisterschaft – diesmal in der Halbliterklasse. 1938 gewann Serafini auf einer kompressorgeladenen-500-cm³-Vierzylinder-Gilera Rondine zu zweiten Mal das Circuito-del-Lario-Rennen. In der wegen des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges nicht zu Ende geführten Motorrad-Europameisterschaftssaison 1939 gewann Serafini drei der sieben ausgetragenen Halbliter-Grands-Prix und sicherte sich damit vor „Schorsch“ Meier (BMW) seinem Landsmann und Teamkollegen Silvio Vailati den EM-Titel in der 500-cm³-Klasse.
Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg Serafini auf vier Räder um und überlebte in einem Maserati einen schweren Unfall beim Grand Prix du Comminges 1947 nur knapp.
Ende des Jahres 1949 ging Serafini zu Ferrari, wo er vor allem Sportwagenrennen bestritt. Mit dem Großen Preis von Italien in Monza fuhr er während der Formel-1-Saison 1950 sein einziges zur Weltmeisterschaft zählendes Rennen und landete dabei auf dem zweiten Platz, nachdem er seinen Wagen an Alberto Ascari hatte abtreten müssen, um seinem favorisierten Landsmann eine bessere Platzierung zu ermöglichen. Die Punkte wurden bei diesem Verfahren geteilt.
Schwere Arm- und Beinverletzungen, die er bei einem Unfall bei der Mille Miglia im Jahr 1951 in einem Ferrari 340 America Barchetta Touring erlitten hatte, führten zum Ende seiner Karriere.
Statistik Motorrad-Titel 1933 – italienischer 175-cm³-Meister auf M.M. 1936 – italienischer 500-cm³-Meister auf Bianchi 1939 – 500-cm³-Europameister auf Gilera
Statistik in der Automobil-Weltmeisterschaft Gesamtübersicht Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.Rennrunden Punkte WM-Pos. 1950 Scuderia Ferrari Ferrari 375F1 Ferrari 4.5 V12 1 − 1 − − − 3 13. Gesamt 1 − 1 − − − 3
Einzelergebnisse Saison 1 2 3 4 5 6 71950 2
Le-Mans-Ergebnisse Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund 1950 Ferrari 195 Sport Touring Berlinetta Le Mans Ausfall Elektrik
Weblinks
(englisch) Dorino Serafini bei 24-en-piste.com (französisch) Dorino Serafini bei 8w.forix.com (englisch)
Dorino Serafini bei motorsportmemorial.org (englisch) Dorino Serafini bei racingsportscars.com (englisch) Dorino Serafini bei statsf1.com (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Formel-1-Rennfahrer (Italien) Kategorie:Motorrad-Rennfahrer (Italien) Kategorie:Rennfahrer des 24-Stunden-Rennens von Le Mans Kategorie:Europameister (Motorradsport) Kategorie:Italienischer Meister (Motorradsport) Kategorie:Italiener Kategorie:Geboren 1909 Kategorie:Gestorben 2000 Kategorie:Mann