100px|rechts|Wappen von Bern
In der Tabelle finden sich die Ergebnisse der Kommunalwahlen in Bern.
Parteien und politische Gruppierungen AL: Alternative Linke, seit 2008 AP: Autopartei, in der Stadt Bern ab 1987/88, 1994 Umbenennung in →FPS ARP: Arbeitnehmer- und Rentnerpartei, ab 1995 Bezeichnung für den Zusammenschluss →VK / RSMBarth et al., S. 349. BDP: Bürgerlich-Demokratische Partei, Gründung 2008, 2021 Zusammenschluss mit →CVP zur →Mitte BGB: Bürgerpartei der Stadt Bern (Stadtberner Sektion der Bauern-, Gewerbe- und BürgerparteiBarth et al., S. 347.), seit 1919, 1920 Kandidatur auf der →VBL, vor 1959 inkl. →CSP, ab 1971 →SVP BHB: Schweizerische Bauernheimatbewegung (auch als «Jungbauern» bekannt), kleinbäuerliche Protestbewegung aus den 1930er-Jahren. Ihr einziger Vertreter im Stadtrat könnte eine gewisse Nähe zum Frontismus gehabt haben.Catherine Arber: Frontismus und Nationalsozialismus in der Stadt Bern. Viel Lärm, aber wenig Erfolg (PDF; 342 kB). Univ. Bern, Historisches Institut, Lizentiatsarbeit [Brigitte Studer], 2002, leicht gekürzt in: Berner Zeitschrift für Geschichte. 01/03, , S. 12–14, 24. CSP: Stadtberner Sektion der Konservativ-Christlichsozialen Volkspartei (früherer Namen der CVP Schweiz), vor 1959 Kandidatur auf Listen der →BGB,Der Bund. 7. Dezember 1959, Abendausgabe, S. 3: „Die neue Verteilung der Stadtratsmandate“.Vgl. auch bspw. Der Bund. 9. Dezember 1947, Abendausgabe, S. 3: „Die personelle Erneurung des Stadtrates“. 1971 Umbenennung in →CVPBarth et al., S. 348. CVP: Christlichdemokratische Volkspartei, ab 1971 (Umbenennung der →CSP), bei Stadtratswahl 2008 inkl. Liste «Die Liberalsozialen» In: liberalsozial.ch, abgerufen am 10. April 2019., 2021 Zusammenschluss mit →BDP zur →Mitte DA: Demokratische Alternative, 1976 gegründet, 1989 Umbenennung in →GPB-DA DP: Demokratische Partei, trat 1943 und 1947 bei den Gemeindewahlen an, 1951 Kandidatur auf Liste der FDPBerner Stadtrat bleibt bürgerlich. In: Der Bund. 4. Dezember 1947, Morgenausgabe, S. 3–4. EDU: Eidgenössisch-Demokratische Union, ab 1980 in der Stadtpolitik aktiv EVP: Evangelische Volkspartei, seit 1919, vorher →PVCB FDP: FDP. Die Liberalen, vor 1895 →VF, 1895–2009 Freisinnig-Demokratische Partei, inkl. Jungfreisinnige FPS: Freiheitspartei der Schweiz (Namen der Auto-Partei von 1994 bis 2009) FWB: Freiwirtschaftsbund der Stadt Bern, ab 1935, nach Spaltung des schweizerischen FWB 1946 Beitritt zur →LSP GaP: radikalgrüne, radikaldemokratische Partei, ab 2017 (Umbenennung der→ GPB-DA, 1976 gegründet als →DA), 2024 Verzicht auf erneute Stadtratskandidatur GB: Grünes Bündnis, gründete sich 1987 als Zusammenschluss der →SAP, von →POCH-Mitgliedern sowie Personen aus verschiedenen neuen sozialen Bewegung GfB: «Die Mitte – Gemeinsam für Bern», 2008 angetretene Liste zur Unterstützung des von seiner Partei nicht wieder nominierten FDP-Gemeinderats Stephan Hügli, ihr einziger Stadtrat trat später der →glp beiClaude Grosjean, siehe Ergebnisse unter https://web.archive.org/web/20121022003720/http://www.bern.ch/leben_in_bern/stadt/wahlen/archiv/wahlen_2008/resultate GFL: Grüne Freie Liste, seit 1997 (Umbenennung von →JBFL) GLP: Grünliberale Partei (inkl. Junge Grünliberale), seit 2008 GPB-DA: Grüne Partei Bern – Demokratische Alternative, 1989 benannte sich die →DA um, 2017 erneute Umbenennung in Grün alternative Partei GaP, Grütli: Grütliverein, kandidierte 1920 und 1921 unter dem Namen «Sozialdemokratische Volkspartei / Grütliverein» auf einer eigenen Liste für den Stadtrat Härd: Härdlütli, 1971 angetretene Liste von jungen Leuten aus der alternativ-nonkonformistischen hippienahen Künstlerszene.Barth et al., S. 154.. In: xn--hrdltli-5wa3t.ch, abgerufen am 9. April 2018. Hofer: Liste Jimy Hofer, 2008 angetretene Liste um Jimy Hofer, Gründer des Berner Motorcycle Club Broncos und lokale Bekanntheit, profilierte sich vor allem mit Law-and-Order-Themen und dem Einsatz für Anliegen von Autofahrern. Kandidierte 2016 noch einmal erfolglos unter dem Namen «Mir si Bärn» («Wir sind Bern»). JA!: Junge Alternative, links-alternative Jugendpartei, seit 2020 Stadtberner Sektion der Junge Grünen Kanton Bern JB: Junges Bern, in den 1950er-Jahren gegründete Mitte-links Gruppierung, schloss sich 1991 der Freien Liste Kanton Bern an und benannte sich in →JBFL um, seit 1997 →GFL JBFL: Junges Bern Freie Liste, Bezeichnung des →JB nachdem es sich 1991 der Freien Liste Kanton Bern angeschlossen hatte, 1997 Umbenennung in →GFL KDP: Konservativ-demokratische Partei, entstand 1898 aus den →VK (Rekonstruktion und Änderung der Bezeichnung des Wahlvorschlags 1904), 1920 Kandidatur auf der →VBL, 1921 Anschluss an →BGBBarth et al., S. 119, 137, 346 f. LdU: Landesring der Unabhängigen (1937–1998), 1998 Auflösung der Berner Ortsgruppe und Übertritt der Behördenmitglieder in die →GFL LSP: Liberalsozialistische Partei, Nachfolgerin des →FWB, Vertreterin freiwirtschaftlichen Gedankenguts, Auflösung Ende 1950er-Jahre Mitte: Die Mitte, gegründet 2021 als Zusammenschluss von und →CVP und →BDP NA: Nationale Aktion für Volk und Heimat, 1990 Umbenennung in Schweizer Demokraten (→SD) PdA: Partei der Arbeit, nach dem Zweiten Weltkrieg als prokommunistische Partei gegründet, von den 1950er- bis Mitte 1970er-Jahre nicht in der Stadtpolitik aktiv, mehrere erfolglose Stadtratskandidaturen von 1976 bis 1992, danach wiederum vorübergehender Rückzug aus der Stadtpolitik, zweite Reaktivierung 2004 POCH: Progressive Organisationen der Schweiz, seit 1973/74 in der Stadt Bern aktiv, Ende 1980er-Jahre Übertritt vieler Mitglieder in das →GB, 1990 Zusammenschluss der Restpartei mit →GPB/DA PVCB: Politische Vereinigung christlicher Bürger, 1917 von religiös-protestantisch ausgerichteten Mitgliedern der →KDP gegründet, ging 1919 in der →EVP aufBarth et al., S. 346. SAP: Sozialistische Arbeiterpartei, ursprünglich trotzkistische Gruppierung, 1980 erste (noch erfolglose) Stadtratskandidatur, 1987 Mitbegründerin des →GB SD: Schweizer Demokraten, seit 1990 (Umbenennung der →NA) SP: Sozialdemokratische Partei (inkl. Jungsozialist*innen), vor 1890: Vertreter verschiedener Arbeitervereine auf Liste der →VF (gemeinsame Fraktion noch bis 1892), 1890–1899 Arbeiterunion und Sozialdemokratische ParteiBarth et al., Fn. 49, S. 121, S. 123, S. 127, S. 346. SVP: Schweizerische Volkspartei, seit 1971 (Umbenennung der →BGB) TIF: Tier im Fokus, Organisation, die sich für Tierrechte einsetzt VBL: Vereinigte bürgerliche Liste, Wahlkoalition von →BGB und →KDP bei den Stadtratswahlen 1920 VF: Vereinigte Freisinnige der Stadt Bern, bis 1892 gemeinsame Fraktion mit →SP, ab 1895 →FDP VK: Vereinigte Konservative der Stadt Bern, Wahlkoalition der traditionell-patrizischen Stadtkonservativen (Otto von Büren), der Stadtberner Anhänger des Populisten Ulrich Dürrenmatt sowie des liberalkonservativen Vereins der Unabhängigen (Edmund von Steiger), 1898 Gründung der →KDPBarth et al., S. 118 f., 346. VK/RSM: Vertreter der Kleinverdiener / Rentner sprechen auch mit (1990–1995), die beiden Gruppierungen kandidierten für die Stadtratswahlen jeweils gemeinsam und fusionierten 1995 zur →ARP
Gemeinderat (Exekutive) Die Namen der Gemeinderäte seit 1920 finden sich im Artikel Gemeinderat (Bern).
1888–1920 (9 Mitglieder, Majorz) Partei 1888 1891 1895 1899 1903 1907 1911 1915 Partei VF/FDP 8 7 6 5 5 5 5 5VF/FDP VK/KDP 1 2 2 2 22 1 1VK/KDP SP 1 2 2 23 3SP
1920–2004 (7 Mitglieder, Proporz) Partei 1920 1923 1927 1931 1935 1939 1943 1947 1951 1955 1959 1963 1967 1971 1976 1980 1984 1988 1992 1996 2000 Partei SP 3 3 3 3 3 33 3 3 4 4 3 3 3 3 3 3 2 2 2 3SP FDP 2 2 2 2 2 2 2 2 2 1 1 2 1 2 1 2 2 2 2 1 1FDP BGB/SVP 2 2 2 2 22 2 2 2 2 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1BGB/SVP JB/GFL 1 1 1 1 1 1 1 JB/GFL LdU 1 1 LdU CVP 1 1 1 1 1CVP GB 1 1 1GB parteilos 1 1 parteilos
Ab 2004 (5 Mitglieder, Proporz) Partei 2004 2008 2012 2016 20202024 SP 2 2 2 2 22 GB 1 1 1 1 11 GFL 1 11GLP1 CVP 1 1 1 1 FDP 2 1 1
Wähleranteile seit 2004 Partei 2004 2008 2012 2016 20202024 SP 49,2 % 56,3 % 59,0 % 61,8 % 63,7 %66,9 % GB GFL GLP 18,2 % 13,1 % 19,5 %33,1 % BDP EVP CVP/Mitte 33,6 % 33,2 % FDP 22,8 % 11,4 % 15,0 % SVP 10,7 % SD 2,0 % 0,4 % Übrige 15,2 % 10,5 % 2,6 % 1,8 %
Stadtrat (Legislative) Sitzverteilung 1888–1910 Von 1888 bis 1910 wurde (von den ersten Stadtratswahlen vom 29. Januar 1888 abgesehen) jedes Jahr in einer Erneuerungswahl ein Viertel der Stadtratsmitglieder (20 Sitze) gewählt. Die untenstehende Tabelle gibt jeweils die gesamthafte Zusammensetzung des Stadtrats wieder. Bis 1894 fanden die Wahlen im Majorz-, danach im Proporzsystem statt.Barth et al., S. 128. Die Bedeutung der Parteiabkürzungen und Informationen zu den Parteien finden sich oben. Partei 18881888 1889 1890 1891 1892 1893 1894 1895 1896 1897 1898 1899 1900 1901 1902 1903 1904 1905 1906 1907 190819091910Partei SP 1010 4 3 3 44 7 10 15 22 25 24 25 24 24 25 26 28 30 31 323434SP VF / FDP 5050 56 57 57 55 55 55 53 48 42 36 36 36 36 37 37 35 35 33 33 343335VF / FDP VK / KDP 2020 20 20 20 21 21 18 17 17 16 19 20 19 20 19 18 19 17 17 16 141311 VK / KDP
Sitzverteilung 1911–1929 Von 1911 bis 1929 wurde alle zwei Jahre in einer Erneuerungswahl die Hälfte der Stadtratsmitglieder (40 Sitze) gewählt. Untenstehende Tabelle gibt jeweils die gesamthafte Zusammensetzung des Stadtrats wieder. Die Bedeutung der Parteiabkürzungen und Informationen zu den Parteien finden sich oben. Partei 19111913 1915 1917 1920 1921 1923 1925 1927 1929Partei SP 3635 37 42 41 3838 38 40 41SP FDP 3536 34 28 20 15 18 21 22 21FDPVBL / BGB162322191616VBL / BGB KDP 99 9 9 KDPPVCB / EVP1222222PVCB / EVPGrütli12Grütli
Sitzverteilung seit 1931 Seit 1931 wird der gesamte Stadtrat (80 Sitze) alle vier Jahre neu gewählt. Standardmässig sortiert ist die Tabelle nach der Gesamtsumme der seit 1931 von der jeweiligen Partei erzielten Mandate (d. h. nach der ungefähren Bedeutung der Partei über den gesamten Zeitraum). Die Bedeutung der Parteiabkürzungen und Informationen zu den Parteien finden sich oben. Partei 1931 1935 1939 1943 1947 1951 1955 1959 1963 1967 1971 1976 1980 1984 1988 1992 1996 2000 2004 2008 2012201620202024Partei SP 39 39 38 39 3335 37 37 35 33 33 27 27 23 20 23 28 28 24 20 23242327SP FDP 21 19 18 15 18 18 16 17 17 16 17 16 17 18 17 15 15 18 15 10 8988FDP BGB / SVP 18 18 17 19 17 17 16 10 10 8 9 9 9 7 8 8 8 11 10 8 10976 BGB / SVP JB / GFL 2 4 4 5 5 7 6 6 7 5 4 5 1098876JB / GFL GB 4 6 7 6 88991010GB LdU 2 3 6 5 5 6 7 11 7 5 3 3 2 2 2 LdU CSP / CVP / Mitte 4 5 5 4 5 5 4 4 3 2 3 3 3 2225CSP / CVP / Mitte EVP 2 2 2 1 1 2 2 2 2 2 4 4 4 3 2 3 2 2 222222 EVPGLP 478119 GLP NA / SD 4 4 9 7 4 4 3 21 NA / SDJA! 1 2 2 221233JA!BDP 6732 BDP DA / GPB-DA / GaP 1 2 2 2 2 1 1 12111 DA / GPB-DA / GaP FWB / LSP 2 2 2 2 2 2 FWB / LSPPOCH 2 3 4 2 POCHAP / FPS 4 52 AP / FPSPdA 2 1 111111 PdAAL 1232ALVK/RSM / ARP 2 2 1 1 VK/RSM / ARPEDU 1 1 1 11 EDUHofer 2 HoferDP 1 1 DPTIF1TIFGfB 1 GfBSAP 1 SAPHärd 1 HärdBHB 1 BHB
Wähleranteile seit 1992 Die untenstehende Tabelle gibt eine Übersicht über die Wähleranteil der politischen Parteien und Gruppierungen seit 1992. Die Bedeutung der Parteiabkürzungen und Informationen zu den Parteien finden sich oben.