Dieser Artikel beschreibt bestehende, ehemalige sowie geplante Bahnhöfe und Haltepunkte in der Großstadt Hamm in Nordrhein-Westfalen.

Bahnhöfe und Haltepunkte mit Personenverkehr Hamm (Westfalen) Hauptbahnhof mini|Empfangsgebäude (2013) Hamm (Westfalen) Hauptbahnhof in der Hammer Innenstadt (Tarifbezeichnung Hamm (Westf) Hbf, bis 2019 Hamm (Westf), bahnbetrieblich Hamm (Westf) Pbf) ist der wichtigste Bahnhof der nordrhein-westfälischen Stadt Hamm. Er ist Teil des Netzes der Deutschen Bahn AG. Die Anlage dient gleichzeitig als einer der wichtigsten Eisenbahnknoten in Nordrhein-Westfalen, besonders für das östliche Ruhrgebiet. Von dort aus ist ein Umstieg in den Regional- und Fernverkehr Richtung Münsterland sowie Ostwestfalen-Lippe und die Soester Börde möglich.

Der Hauptbahnhof von Hamm liegt an folgenden Bahnstrecken:

Strecke Dortmund–Hamm () Strecke Hamm–Minden () Strecke Münster–Hamm (, ) Strecke Hamm–Warburg () Strecke Hagen–Hamm () Strecke Oberhausen-Osterfeld–Hamm

Bahnhof Hamm-Bockum-Hövel Der Bahnhof Hamm-Bockum-Hövel ist ein Bahnhof der Deutschen Bahn AG an der Strecke Hamm–Münster im Hammer Stadtbezirk Bockum-Hövel. Er diente ursprünglich nicht der Erschließung Bockum-Hövels, sondern sollte lediglich das Haus Ermelinghof an das Verkehrsnetz anbinden. Deshalb hieß der Bahnhof zunächst Bahnhof Ermelinghof.

2008 hat die Stadt Hamm eine bauliche Modernisierung des Bahnhofsumfeldes mit zahlreichen Verbesserungen für die Fahrgäste abgeschlossen:

Erweiterung der Parkmöglichkeiten auf 100 Park-&-Ride-Plätze mehr Fahrrad-Plätze durch eine neue, diebstahlsichere Abstellanlage Bau einer Buswendeschleife, die erstmals die Verknüpfung von Bus und Bahn in Bockum-Hövel ermöglicht besseres Erscheinungsbild des gesamten BahnhofsumfeldesStadt Hamm

Der Bahnhof Hamm-Bockum-Hövel wird täglich von ca. 350 Pendlern benutzt.http://www.hammtv.de/?CID=00001331

Bis 1985 gab es am gegenüber dem Empfangsgebäude liegenden Gleis der Werne–Bockum-Höveler Eisenbahn einen Haltepunkt, an dem täglich ein Güterzug mit Personenbeförderung abfuhr.

Bahnhof und Haltepunkt Hamm-Heessen Der Bahnhof Hamm-Heessen ist ein ehemaliger Personenbahnhof und heutiger Betriebsbahnhof an der Bahnstrecke Hamm–Minden. Er liegt im Stadtbezirk Hamm-Heessen der Stadt Hamm.

An der Personenstrecke (VzG-Nummer 1700) befindet sich der Haltepunkt Hamm-Heessen, ein Nahverkehrssystemhalt. Bahnbetrieblich heißt er Heessen Hp.

An der Güterstrecke (VzG-Nummer 2990) befindet sich ein Gleisanschluss der Eurobahn. Über diesen Anschluss werden die Elektrotriebwagen des Maas-Rhein-Lippe-Netzes und des Hellweg-Netzes dem Betriebswerk Hamm-Heessen zur Wartung und Reinigung zugeführt.

Bedienungsangebot Im Schienenpersonennahverkehr wird der Haltepunkt Heessen von zwei Linien im Stundentakt bedient:

Rhein-Weser-Express (RE 6) Ems-Börde-Bahn (RB 69)

Der Regional-Express wird von National Express, die Regionalbahn von der Eurobahn betrieben.

Ausstattung Der Bahnsteig Richtung Bielefeld ist ebenerdig zugänglich, der Bahnsteig Richtung Hamm ist nur über eine Treppe erreichbar. Am Zugang zum Bahnsteig befindet sich ein Fahrkartenautomat.

Im Jahre 2009 wurden über 600.000 Euro für die Sanierung des Haltepunktes bereitgestellt. Seit dem Jahr 2019 erfolgt eine erneute umfassende Umbaumaßnahme mit Blick auf die RRX-Anbindung.

Eine Verknüpfung mit dem Städtischen Nahverkehr Hamms ist über die Haltestelle Heessen Bahnhof, auf der Ahlener Straße etwa 120 m vom Bahnhof entfernt, gegeben. Hier verkehren die Buslinien 11 und 12 der Stadtwerke Hamm.

Geschichte Der erste Zug hielt am 1. Juni 1891 in Heessen. Im Jahr 1916 wurde das Empfangsgebäude errichtet. 1947 hielten täglich fünfzig Züge in Heessen. 1949 wurde ein Güterbahnhof eingerichtet.

Am 17. Januar 1960 stellte der Westfälische Anzeiger und Kurier fest: Der Bahnhof Heessen ist nur noch ein Zusatzgeschäft. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits Restaurant und Wartehalle geschlossen worden. Es hielten täglich noch dreißig Personenzüge in Heessen. Der Tagesbetrieb im Bahnhof wurde von Bundesbahnsekretär Fritz Vorrath und Bundesbahnbetriebswart Günter Klüner aufrechterhalten.

Im April 1961 wurde das Empfangsgebäude abgebrochen. Ein Jahr später errichtete man ein neues, das 1983 abgerissen und durch einen Warteraum mit Fahrkartenautomat ersetzt worden ist. Am Haltepunkt hielten nur noch zwanzig Züge täglich. Im Fahrplanjahr 2012 hielten wieder 74 Züge in beiden Richtungen am Tag.KBS 400 des elektronischen Kursbuchs der DB, abgerufen am 24. Juli 2012.

Haltepunkt Hamm-Westtünnen mini|224x224px|Die Einfahrt des ersten in Westtünnen haltenden Zuges von Hamm (Westf.) Hbf kommend, am 10. Oktober 2024 Im Stadtteil Westtünnen wurde 2022 mit dem Bau eines neuen Haltepunktes begonnen. Zeitgleich mit der Station erfolgte der Bau einer Unterführung des Südfeldwegs, sowie eines neuen Kreisverkehres gegenüber dem Haltepunkt an der Von-Thünen-Straße, wozu auch die Dambergstraße voraussichtlich 2025 verlängert wird. Zusätzlich wurde die südlich des Haltepunkts liegende Verdistraße, welche vorher nur ein Wirtschaftsweg war großzügig ausgebaut, sodass eine bessere Erreichbarkeit für die Park-and-Ride Parkplätze der Südseite gegeben ist. Angestrebt wurde ursprünglich ein Baubeginn im Jahre 2013.Berichterstattung des Westfälischen Anzeigers vom 4. Februar 2011.

Die Baumaßnahmen an Haltepunkt sowie Unterführung wurden kurz nach der offiziellen Eröffnung am 10. Oktober 2024 komplett abgeschlossen, sodass von Westtünnen aus jeweils halbstündlich durch die Ems-Börde-Bahn eine direkte Verbindung über den Hauptbahnhof nach Münster, sowie in Gegenrichtung über die Soester Börde nach Paderborn geschaffen wurde. Angeknüpft an den Hammer Busverkehr ist der Haltepunkt über die in Nähe gelegene Haltestelle Dambergstraße, welche durch die Verkehrsgesellschaft Breitenbach halbstündlich von der Buslinie 4 zur Innenstadt sowie alle zwei Stunden von der Ringbuslinie bedient wird. Des Weiteren verkehrt seit Eröffnung die zweistündliche Taxi-Bus Linie T2 über Berge nach Rhynern, welche an jeweils unmittelbar hinter den Bahnsteigen errichteten Bushaltestellen beginnt, beziehungsweise endet.

Bahnhof Hamm (Westf) RLG Der Bahnhof Hamm (Westf) RLG der AG Ruhr-Lippe-Eisenbahnen (heute Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH) war einst der Ausgangspunkt eines meterspurigen Kleinbahn-Netzes, das über Lippborg und ebenfalls über Werl zweiseitig bis nach Soest und über Ostönnen nach Neheim-Hüsten reichte. Von diesem Streckennetz existiert heute nur noch die bis 1940 auf Normalspur umgebaute Strecke Hamm RLG–Lippborg. Im Bahnhof Hamm RLG befindet sich heute ein Lokschuppen für die Ortslok der RLG, die den Güterverkehr zu den Anschließern Du Pont Uentrop und Kraftwerk Westfalen abwickelt. Zwei weitere Gleisanschlüsse werden von der Museumseisenbahn Hamm genutzt. Eine Verbindungskurve ermöglicht Rangierfahrten von Hamm RLG zum Bezirk Hrw des Rangierbahnhofs Hamm. Der neu erbaute Bahnsteig am alten Lokschuppen wird von den Hammer Eisenbahnfreunden als Hamm Süd bezeichnet. Der eigentliche Bahnhof Hamm Süd befand sich wenige Kilometer entfernt.

Bahnhof Uentrop bzw. Bahnhof Mark 1904 eröffnete die Ruhr-Lippe-Eisenbahn den Personenverkehr zwischen Uentrop und Lippborg. Der Bahnhof Mark befand sich in der Nähe des Burghügels. Auch auf dieser Bahnstrecke verkehrten „Pengel Anton“ genannte Dampfzüge. Am Samstag, den 26. September 1964 gab es einen „großen Bahnhof“ für den „Pengel Anton“. Dieser startete um 9:11 Uhr zum letzten Mal in Richtung Lippborg. Um 11:04 Uhr war die letzte Rückfahrt beendet.

Die Bahnstrecke wird heute noch für Güterzüge zum Kraftwerk Westfalen benutzt. Außerdem verkehren hier gelegentlich Dampfzüge der Eisenbahnfreunde Hamm.

Bahnhöfe ohne Personenverkehr Hamm (Westfalen) Rangierbahnhof mini|Ablaufanlage Hamm Rbf Hso mini|Bremsturm Hamm Rbf, 1975 Der Rangierbahnhof Hamm (Westf) Rbf, der unmittelbar südlich in direkter Nachbarschaft des Hauptbahnhofs liegt, wurde im Jahre 1882 angelegt. Infolge des starken Anwachsens des Zugverkehrs reichten die Kapazitäten des Bahnhofs bald nicht mehr aus. So wurde ab dem Jahre 1911 ein großangelegter Umbau in Angriff genommen, der 1929 abgeschlossen war. Der alte Rangierbahnhof wurde durch einen etwas weiter südlich gelegenen Neubau mit drei Rangiersystemen ersetzt: Hso und Vmo jeweils für die West-Ost-Richtung, Hvw (später Hro) für die Ost-West-Richtung. Zusätzlich existierten im Bahnhof drei Nebenablaufberge für Sonderaufgaben (zum Beispiel Nachsortierung). Nach den Umbaumaßnahmen zählte die Anlage mit 9,3 Kilometer Länge und bis zu 430 m Breite bei einer Gesamt-Gleislänge von 325 Kilometern und einer Kapazität von 10.500 Wagen pro Tag zu den größten ihrer Art in Europa. Das Rangiersystem Hvw erhielt im Jahre 1925 einen der ersten mit Gleisbremsen mechanisierten Ablaufberge.

Im Laufe der 1960er Jahre wurde der Rangierbahnhof teilweise modernisiert. Noch 1974 wurden in Hamm insgesamt rund 1,9 Millionen Güterwagen zu neuen Zügen formiert. Nach der Übergang von Deutscher Bundesbahn zu Deutscher Bahn wurden von den drei Ablaufanlagen diejenigen bei den Stellwerken Hro (früher Hvw) und Vmo stillgelegt. Der Ablaufberg Hso wird als EOW-Anlage weiterbetrieben. Damit konnte auch auf das letzte der elektromechanischen Stellwerke im Bahnhof verzichtet werden. Der Rangierbahnhof wird seitdem komplett aus den beiden Gleisbildstellwerken Hrw und Hro gesteuert (beide Bauart Spurplan 60).

Bis vor wenigen Jahren wurden große Teile des Rangierbahnhofs vom DB-Stillstandsmanagement für die Abstellung von ausgemusterten und von der Revision zurückgestellten E-Loks, Dieselloks, Reisezugwagen und Dieseltriebwagen benutzt. Der Rangierbahnhof arbeitet nur mehr mit 10 % der ursprünglichen Kapazität von fast 10.000 Güterwagen täglich. Die überregionalen Zugbildungsaufgaben sind auf den Rangierbahnhof Hagen-Vorhalle übergegangen, dem Hamm Rbf als Knotenbahnhof angegliedert ist. Zum Rangierbahnhof gehörte einst das Bahnbetriebswerk Hamm G mit zwei Schiebebühnen und einem Rechtecklokschuppen. Bereits 1966 wurde es mit dem nahen Bw Hamm P zu einer einheitlichen Dienststelle „Bw Hamm (Westf.)“ zusammengelegt. Bereits ab Ende der 50er Jahre begann man, die Schnellzugdampfloks des Bw Hamm durch Diesellokomotiven der Baureihe V 200.0 zu ersetzen. Der besonders lange Lokschuppen des ehemaligen Bw Hamm P eignete sich gut für die Wartung kompletter Triebzüge, weswegen die Baureihen 601 und 403 in Hamm beheimatet wurdenEisenbahn-Kurier 5/2001 Nr. 344 S. 8: Lok- und Güterwagenwerkstätten Hamm (Westf) aufgelöst. Nach der Ausmusterung der genannten Fahrzeuge verschob sich der Schwerpunkt der Instandhaltung im Bw Hamm auf Rangierlokomotiven und Nebenfahrzeuge. Nachdem in den Jahren zuvor noch die Rangierlokbestände der Betriebswerke Bielefeld und Münster übernommen worden waren, endete die Triebfahrzeuginstandhaltung und -Beheimatung im Bw Hamm am 31. März 2001. Seine Aufgaben wurden vom Betriebswerk Hagen übernommen. Hamm ist jedoch nach wie vor eine wichtige Personaleinsatzstelle der DB Cargo Deutschland, da viele durchlaufende Güterzüge einen Zwischenstopp zum Personalwechsel im Rangierbahnhof Hamm einlegen. Ein umfassender Umbau des Rangierbahnhofes Hamm zu einem multimodularen Logistikknotenpunkt, welcher als „Multi-Hub Westfalen“ bezeichnet wird, befindet sich in Planung. Dieser soll auf einer Fläche von 60 Hektar der aktuell nicht genutzten 85 Hektar des Rangierbahnhofes entstehen. Aufgrund noch nicht erschlossener Förderquellen von insgesamt rund 500 Millionen Euro, welche auch Straßenbaumaßnahmen einschließen, ist mit einem Baubeginn erst ab Mitte der 2020er Jahre zu rechnen. In Kombination mit dem Maxi Terminal im Hafen von Hamm, welches als trimodulares Containerterminal und Baustein des „Multi Hub“ fungiert, wurde als Ziel gesetzt, bis zu 170.000 LKW-Fahrten überflüssig zu machen.

Bahnhof Pelkum