mini|hochkant|Die ICC World Twenty20 Trophy Die ICC World Twenty20 2010 wurde vom 30. April bis zum 16. Mai 2010 in den West Indies ausgetragen. Es war das dritte Weltmeisterschaftsturnier im T20I-Cricket, der vom Weltverband International Cricket Council (ICC) organisiert wird. Damals noch ICC World Twenty20 genannt, wird die Weltmeisterschaft seit dem Turnier 2021 als T20 World Cup bezeichnet. Das Turnier der Männer fand parallel mit dem Turnier der Frauen statt und sowohl die Halbfinals und das Finale wurden am selben Tag im selben Stadion ausgetragen. Spielorte waren Barbados, St. Lucia und Guyana. Nach dem Cricket World Cup 2007 war es das zweite Cricketturnier in den West Indies.

Obschon die World Twenty20 seit dem ersten Turnier 2007 alle zwei Jahre ausgetragen wurde, wurde das für 2010 geplante ODI-Turnier Champions Trophy in den West Indies in das T20I-Format abgeändert, nachdem die Champions Trophy 2008 in Pakistan aufgrund von Sicherheitsbedenken verschoben und der internationale Turnierkalender angepasst werden musste. Demzufolge fand die World Twenty20 2010 nur zehn Monate nach der vorhergehenden World Twenty20 2009 staat.

Das Turnierformat von 2007 und 2009 blieb unverändert und zwölf Cricket-Nationalmannschaften nahmen an der ICC World Twenty20 2010 teil: Die damals zehn Test-Nationen (Australien, Bangladesch, England, Indien, Neuseeland, Pakistan, Simbabwe, Sri Lanka, Südafrika und die West Indies), zusammen mit den Gewinnern des World Twenty20 Qualifier 2010 (Afghanistan und Irland). Afghanistan qualifizierte sich erstmals für eine ICC World Twenty20 und damit für sein erstes internationales Cricketturnier.

Während der World Twenty20 2010 wurden 27 Spiele absolviert, darunter zwölf in der Vorrunde, zwölf in der Super 8 und drei in der Finalrunde, einschließlich des Finales. Die Mannschaften wurden in vier Gruppen zu je drei Teams eingeteilt, wobei jedes einmal gegen die anderen der Gruppe antrat. Die zwei besten Mannschaften jeder Gruppe qualifizierten sich für die Super 8. Dort wurden die Mannschaften in zwei Gruppen zu je vier Teams eingeteilt, wonach die vier besten Mannschaften das Halbfinale erreichten, dessen Gewinner im Finale aufeinandertrafen.

Australien, England, Pakistan und Sri Lanka erreichten das Halbfinale. Australien besiegte den Titelverteidiger Pakistan und England Sri Lanka, wodurch erstmals in der Turniergeschichte keine südasiatische Mannschaft das Finale erreichte. England gewann das Finale im Kensington Oval in Bridgetown, Barbados, gegen Australien mit sieben Wickets und damit seinen ersten internationalen Crickettitel. Sowohl der Gastgeber der West Indies als auch Südafrika schieden in der Super 8 aus.

Vergabe Der International Cricket Council vergab die World Twenty20 2010 an die West Indies. Die West Indies sollten ursprünglich die Champions Trophy 2010 austragen, nachdem jedoch die vorhergehende Champions Trophy 2008 in Pakistan aufgrund von Sicherheitsbedenken verschoben werden musste, wurde das Turnier 2010 zur World Twenty20 abgeändert und die West Indies blieben Gastgeber.

Teilnehmer Die folgenden zwölf Mannschaften qualifizierten sich für die World Twenty20 2010: Australien, Bangladesch, England, Indien, Neuseeland, Pakistan, Simbabwe, Sri Lanka, Südafrika und die West Indies (Gastgeber) qualifizierten sich als Vollmitglieder des International Cricket Council mit Test-Cricket-Status automatisch für die World Twenty20 2010. Afghanistan und Irland qualifizierten sich während des World Twenty20 Qualifier 2010. Afghanistan qualifizierte sich erstmals für ein wichtiges Cricketturnier, während die führenden assoziierten Mitglieder die Niederlande und Schottland das Turnier verpassten. Da sich Simbabwe von der vorhergehenden World Twenty20 2009 zurückgezogen hatte, bekam es keinen Losplatz zugewiesen.

Die zehn Test-Nationen sind automatisch qualifiziert. Die letzten beiden Teilnehmer wurden in einem Qualifikations-Turnier ermittelt, dem ICC World Twenty20 Qualifier, das vom 9. bis 13. Februar 2010 in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfand. An diesem Turnier nahmen außer dem Gastgeber noch Irland, Schottland, Afghanistan, die Vereinigten Staaten, die Niederlande, Kenia und Kanada teil. Afghanistan und Irland qualifizierten sich als Sieger bzw. Zweiter dieses Turniers für die Endrunde in der Karibik.

mini|400px|Teilnehmende Länder der World Twenty20 2010; insgesamt 20 Teams nahmen teil. LandQualifikationsgrundlageTurnierteilnahmeLetztmalige TeilnahmeBestes ErgebnisGastgeberDritte2009Halbfinale (2009)VollmitgliederDritte2009Halbfinale (2007)Dritte2009Super 8 (2007)Dritte2009Super 8 (2007, 2009)Dritte2009Weltmeister (2007)Dritte2009Halbfinale (2007)Dritte2009Weltmeister (2009)Zweite2007Vorrunde (2007)Dritte2009Finalist (2009)Dritte2009Halbfinale (2009)World Twenty20 Qualifier 2010Erste –DebütZweite2009Super 8 (2009)

Austragungsorte Die Spiele wurden in drei Staaten ausgetragen, wobei das Stadion in Guyana ausschließlich in der Vorrunde Verwendung fand.

Gros Islet, Bridgetown, Georgetown, Beausejour Stadium Kensington Oval Providence-Stadion Kapazität: 20.000 Kapazität: 28.000 Kapazität: 15.000 150px 150px 150px

Format Die World Twenty20 2010 wurde über 17 Tage zwischen zwölf verschiedenen Mannschaften über 27 Spiele ausgetragen. Sie begann am 30. April 2010 im Providence-Stadion in Georgetown, Guyana, mit dem Eröffnungsspiel zwischen Neuseeland und Sri Lanka. Das Turnier endete am 16. Mei im Kensington Oval in Bridgetown, Barbados, mit dem Finale zwischen Australien und England, wobei England die World Twenty20 2010 gewann. Dasselbe Turnierformat kam bei den World Twenty20s 2007 und 2009 zur Anwendung.

Spielplan Die nachfolgende Tabelle zeigt das tägliche Programm der World Twenty20 2010. Dabei steht ein violettes Kästchen für Vorrundenspiele, ein zyanblaues Kästchen für die Super 8, ein grünes Kästchen für Finalrundenspiele und ein gelbes Kästchen für das Finale.

+ Anzahl täglicher Spiele während des TurnieresVorrundeApril/MaiFr.30.Sa.1.So.2.Mo.3.Di.4.Mi.5.Gruppe A | | bgcolor=#c364f3| 1 | bgcolor=#c364f3| 1

| bgcolor=#c364f3| 1Gruppe B | bgcolor=#c364f3| 1

| bgcolor=#c364f3| 1 | bgcolor=#c364f3| 1 |Gruppe C | | bgcolor=#c364f3| 1 | bgcolor=#c364f3| 1

| bgcolor=#c364f3| 1Gruppe D | bgcolor=#c364f3| 1

| bgcolor=#c364f3| 1 | bgcolor=#c364f3| 1 |Super 8MaiDo.6.Fr.7.Sa.8.So.9.Mo.10.Di.11.Gruppe E | bgcolor=#7DF9FF| 2 | | bgcolor=#7DF9FF| 2 | | bgcolor=#7DF9FF| 2 |Gruppe F | | bgcolor=#7DF9FF| 2 | | bgcolor=#7DF9FF| 2 | | bgcolor=#7DF9FF| 2FinalrundeMaiMi.12.Do.13.Fr.14.Sa.15.So.16.Finalrunde | | bgcolor=#00cc33| 1 | bgcolor=#00cc33| 1 | | bgcolor=#ffcc00| 1Farblegende

Gruppen Gruppe AGruppe BGruppe CGruppe D

Die Vorrunde war unter den Spielorten folgendermaßen aufgeteilt: Gruppe A: Gros Islet und Bridgetown Gruppe B: Georgetown Gruppe C: Gros Islet und Bridgetown Gruppe D: Georgetown

Turniermodus Die Vorrunde bestand aus vier Gruppen à 3 Teams, in der jeweils Jeder gegen Jeden ein Spiel absolvierte. Dabei gab es für die siegreiche Mannschaft zwei, für die unterlegene keine Punkte. Konnte kein Sieger festgestellt werden (beispielsweise durch Abbruch wegen Regens) erhielten beide Mannschaften je einen Punkt. Falls nach den abgeschlossenen Innings beider Mannschaften beide die gleiche Anzahl von Runs erzielt hatten, folgte ein Super Over.

Die zwei ersten Mannschaften jeder Gruppe qualifizierten sich für die Zwischenrunde, die sogenannte Super 8, in der diese jeweils noch drei Spiele austrugen. Danach folgte Halbfinale und Endspiel. Die Gruppeneinteilung der Super 8 und die entsprechenden Spielpaarungen bezogen sich auf die Setzlisten der Vorrunde, nicht auf die Platzierungen. So wurde beispielsweise Pakistan auch dann als „A1“ behandelt, als die Mannschaft nur Zweiter in ihrer Gruppe wurden. Nur wenn der Erst- oder Zweitgesetzte sich nicht für die nächste Runde qualifiziert, wie beispielsweise in Gruppe A Bangladesch, wurde dessen Setzlistenplatz von der ungesetzten Mannschaft eingenommen.

Vorrunde und Super 8 Die World Twenty20 2010 wurde zwischen zwölf Nationalmannschaften ausgespielt. Für die Vorrunde wurden die Mannschaften in vier Gruppen zu je drei Mannschaften eingeteilt. In welche Gruppe jede Mannschaft eingeteilt wurde, wurde in der Auslosung festgelegt. Jede Mannschaft bestritt ein Spiel gegen jede andere seiner Gruppe. Für einen Sieg gab es zwei Tabellenpunkte, für ein Unentschieden oder No Result einen Punkt, für eine Niederlage keinen Punkt. Im Falle eines Unentschiedens (d. h. wenn beide Mannschaften dieselben Anzahl Runs am Ende ihrer jeweiligen Innings erzielt hatten), wurde das Spiel durch ein Super Over entschieden. Dies galt für alle Phasen des Turnieres. Hatten zwei Mannschaften dieselbe Anzahl an Tabellenpunkten, wurde der Tabellenrang anhand der Net Run Rate, gefolgt von der Net Bowl Rate und dem direkten Vergleich ermittelt.

Am Ende der Vorrunde qualifizierten sich die jeweils beiden besten einer Gruppe für die Super-8-Runde. In dieser wurden die acht Mannschaften in zwei Gruppen zu je vier Teams aufgeteilt, wobei jedes einmal gegen jedes andere der Gruppe antrat. Die Qualifikation erfolgte anhand derselben Kriterien wie in der Vorrunde.

Finalrunde Ab dieser Phase nahm das Turnier ein K.-o.-System an, für das sich die jeweils besten beiden Mannschaften einer Gruppe qualifizierten.

Umpires und Match referees Während des Turnieres wurden 13 Umpires und drei Match referees eingesetzt.

Umpires Steve Davis (Australien) Simon Taufel (Australien) Rod Tucker (Australien) Ian Gould (England) Shavir Tarapore (Indien) Billy Bowden (Neuseeland) Tony Hill (Neuseeland) Aleem Dar (Pakistan) Asad Rauf (Pakistan) Asoka de Silva (Sri Lanka) Marais Erasmus (Südafrika) Rudi Koertzen (Südafrika) Billy Doctrove (West Indies)

Match referees Alan Hurst (Australien) Andy Pycroft (Simbabwe) Ranjan Madugalle (Sri Lanka)

Kaderlisten Die Mannschaften benannten die folgenden Kader vor dem Turnier. Twenty20 Nowroz Mangal (K) Asghar Afghan Dawlat Ahmadzai Hameed Hasan Karim Sadiq Mirwais Ashraf Mohammad Nabi Mohammad Shahzad (wk) Nasratullah Nasrat Noor Ali Zadran Raees Ahmadzai Samiullah Shinwari Shabir Noori Shafiqullah (wk) Shapoor Zadran Michael Clark (K) Daniel Christian Brad Haddin (wk) Nathan Hauritz David Hussey Michael Hussey Mitchell Johnson Brett Lee Dirk Nannes Tim Paine Steve Smith Shaun Tait David Warner Shane Watson Cameron White Shakib Al Hasan (K) Abdur Razzak Aftab Ahmed Imrul Kayes (wk) Jahurul Islam Mahmudullah Mashrafe Mortaza Mohammad Ashraful Mushfiqur Rahim (wk) Naeem Islam Rubel Hossain Shafiul Islam Suhrawadi Shuvo Syed Rasel Tamim Iqbal Paul Collingwood (K) James Anderson Ravi Bopara Tim Bresnan Stuart Broad Craig Kieswetter (wk) Michael Lumb Eoin Morgan Kevin Pietersen Ajmal Shahzad Ryan Sidebottom Graeme Swann James Tredwell Luke Wright Michael Yardy Mahendra Singh Dhoni (K, wk) Piyush Chawla Gautam Gambhir Ravindra Jadeja Dinesh Karthik (wk) Zaheer Khan Praveen Kumar Vinay Kumar Ashish Nehra Yusuf Pathan Suresh Raina Rohit Sharma Harbhajan Singh Yuvraj Singh Murali Vijay William Porterfiel (K) Andre Botha Peter Connell Alex Cusack George Dockrell Trent Johnston Nigel Jones Gary Kidd John Mooney Kevin O’Brien Niall O’Brien Boyd Rankin Paul Stirling Andrew White Gary Wilson Daniel Vettori (K) Shane Bond Ian Butler Martin Guptill Gareth Hopkins (wk) Brendon McCullum (wk) Nathan McCullum Kyle Mills Rob Nicol Jacob Oram Aaron Redmond Jesse Ryder Tim Southee Scott Styris Ross Taylor Shahid Afridi (K) Abdul Razzaq Fawad Alam Hammad Azam Kamran Akmal (wk) Khalid Latif Misbah-ul-Haq Mohammad Amir Mohammad Asif Mohammad Hafeez Saeed Ajmal Salman Butt Umar Akmal Mohammad Sami Abdur Rehman Prosper Utseya (K) Andy Blignaut Chamu Chibhabha Elton Chigumbura Charles Coventry Graeme Cremer Craig Ervine Greg Lamb Timycen Maruma