mini|Thomas Schmauser (2023) Thomas Schmauser (* 30. November 1972 in Burgebrach) ist ein deutscher Schauspieler.
Leben und künstlerische Karriere Thomas Schmauser wuchs in Oberfranken auf und absolvierte nach dem Realschulabschluss eine Ausbildung bei der Sparkasse. Er arbeitete in der Immobilienabteilung, bis er kündigte und sich für eine Schauspiel-Ausbildung bewarb.Judith Liere: Ein Wolf im Städtchen. Süddeutsche Zeitung vom 28. Dezember 2011 Er studierte von 1992 bis 1996 an der Otto Falckenberg Schule, abgerufen am 25. Januar 2022 und war bereits zu dieser Zeit in den Münchner Kammerspielen zu sehen, wo er unter anderem in Katzelmacher von Rainer Werner Fassbinder mitspielte.
Nach dem Schauspielstudium erhielt Schmauser Engagements am Niedersächsischen Staatstheater Hannover (1997–2000) und am Thalia Theater in Hamburg (ab 2000/2001). Seit 2007 ist er festes Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele, mit einem zwischenzeitlichen Wechsel an das Residenztheater (München) (2017–2019). An den Münchner Kammerspielen inszenierte Schmauser 2012 auch das Stück DU MEIN TOD – Eine wahre Geschichte, nacherzählt von Thomas Schmauser. 2025 wurde Thomas Schmauser vom Fachmagazin Theater heute für seine künstlerische Leistung als Hendrik Höfgen in Mephisto zum Schauspieler des Jahres gekürt.
Neben seiner Theaterkarriere spielte Schmauser zahlreiche Film- und Fernsehrollen. Sein Filmdebüt gab er 1995 in Hans-Christian Schmids „Nach fünf im Urwald“. Weitere prägende Rollen hatte er u. a. in „Ein todsicheres Geschäft“, „Die Einsamkeit der Krokodile“, „Freiwild. Ein Würzburg-Krimi“, „Der große Rudolph“ und mehrfach im „Tatort“. Seine Vielseitigkeit zeigte sich auch in Fernsehproduktionen wie „Mein Leben im Off“ und „Räuber Kneißl“.
Theater (Auswahl)
Münchner Kammerspiele
2015: Der Spieler (als Aleksej). Nach dem Roman von Fjodor Michailowitsch Dostojewski. Inszenierung: Christopher Rüping 2015: Der Kaufmann von Venedig (als Kaufmann Antonio/Bassanio). Nach William Shakespeare. Inszenierung: Nicolas Stemann 2017: On the Road – Unterwegs. Nach dem Roman von Jack Kerouac. Inszenierung: David Marton 2020: Passing – It’s so easy, was schwer zu machen ist (div. Rollen). Von René Pollesch und Ensemble. Inszenierung: René Pollesch 2021: Die Politiker. Von Wolfram Lotz. Inszenierung: Felicitas Brucker 2022: Die Freiheit einer Frau (als Vater, Mutter, Sohn). Von Édouard Louis. Inszenierung: Felicitas Brucker 2022: Nora (als Krogstad). Ein Thriller von Sivan Ben Yishai, Henrik Ibsen, Gerhild Steinbuch und Ivna Žic. Inszenierung: Felicitas Brucker 2023: Oberland. Von Paula Kläy. Inszenierung: Felicitas Brucker (Leseperformance im Rahmen des „Münchner Förderpreises für neue Dramatik“) 2023: Der Sturm / Das Dämmern der Welt (als Prospero/Onoda). Ein Gipfeltreffen von William Shakespeare.und Werner Herzog. Inszenierung: Jan-Christoph Gockel 2023: Die Vaterlosen [Platonow] (als Pferdedieb Ossip). Von Anton Pawlowitsch Tschechow. Inszenierung: Jette Steckel 2024: Asche. Von Elfriede Jelinek. Inszenierung: Falk Richter 2024: Baumeister Solness (als Baumeister Solness). Nach Henrik Ibsen mit Texten von Gerhild Steinbuch und Ensemble. Inszenierung: Felicitas Brucker 2025: Mephisto (als Hendrik Höfgen). Nach dem Roman von Klaus Mann. Inszenierung: Jette Steckel
Residenztheater München
2018: Ein Volksfeind (als Doktor Tomas Stockmann, Badearzt). Von Henrik Ibsen. Inszenierung: Mateja Koležnik
Filmografie (Auswahl)
Regiearbeiten 2012: Du mein Tod. Eine wahre Geschichte, Münchner Kammerspiele 2014: Blut am Hals der Katze, Bayerische Theaterakademie Hörspiele / Features 2021: Saal 101, 12-stündiges Dokumentarhörspiel zum NSU-Prozess – Regie: Ulrich Lampen. Bayerischer Rundfunk für die ARD und DLF 2015/2021.. In: br.de.
Auszeichnungen mini|Thomas Schmauser (2018) 1998: O.E.-Hasse-Förderpreis der Akademie der Künste BerlinBiografie bei der Agentur Heppeler (PDF-Datei; 398 kB) 2010: „Publikumsbiber“ bei den Biberacher FilmfestspielenThomas Schmauser bei der Agentur Heppeler 2018: Hessischer Fernsehpreis – Auszeichnung in der Kategorie Bester Schauspieler für Der große Rudolph. Abgerufen am 13. Oktober 2018. 2019: Deutscher Fernsehpreis – Nominierung in der Kategorie Beste Schauspieler für Der große Rudolph 2025: Schauspieler des JahresJahresbestenliste 2025 von Theater heute, Nachtkritik, 28. August 2025. 2025: Deutscher Theaterpreis Der Faust in der Kategorie Beste darstellerische Leistung im Schauspiel für Mephisto als Hendrik Höfgen an den Münchner Kammerspielen 2025: Gertrud-Eysoldt-Ring
Literatur (Auswahl)
2026: Christine Dössel: Porträt eines Besessenen. In: Süddeutsche Zeitung Nr. 102 (2026) vom 5. Mai 2026: S. 10
Weblinks
Thomas Schmauser bei castforward.de Thomas Schmauser auf den Seiten seiner Agentur Porträt auf den Seiten des Bayerischen Rundfunks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Ensemblemitglied des Schauspiels Hannover Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1972 Kategorie:Mann