miniatur|Feudel
Der Feudel, niederdeutsch Feueldoog, in Österreich (Aufreib-, Aufwisch-, Putz-)Fetzen, (Scheuer-)Hader (in Sachsen und Thüringen) ist ein (Putz)lappen, -lumpen oder -tuch zur Feuchtreinigung des Fußbodens. Die Tätigkeit wird „feudeln“ genannt. Der Ausdruck ist auch in der Seemannssprache gebräuchlich.
Der Feudel ist kein Wischmopp, sondern dessen Vorläufer, ein grobes Tuch, das meist um einen Schrubber geschlagen wird.
Sprachgebrauch Für „Reinigungstuch“, „Scheuertuch“ bzw. „Wischtuch“ sind in der deutschen Sprache zahlreiche Begriffe gebräuchlich:
In Ostdeutschland ist Scheuerlappen die gängige Bezeichnung, in manchen ostmitteldeutschen Dialekten, vor allem in der thüringisch-obersächsischen Dialektgruppe, ist Hader, im Erzgebirge Hoder gebräuchlich.
In anderen Regionen wird zumeist vom Putzlappen gesprochen; daneben ist gängig:"Zweite Runde - Putzlumpen", Atlas zur deutschen Alltagssprache (AdA), Phil.-Hist. Fakultät, Universität Augsburg, 22. Oktober 2008.
im Ruhrgebiet: Aufnehmer in Rheinland-Pfalz und im Saarland: Botzlabbe, Botzlombe, Butzlumbe in Hessen: Butzlabbe, Butslumbe, Potzlombe in Baden-Württemberg und Bayern: Putzlumpen, Hadern in der Schweiz: Bodelumpe in Österreich: Putzfetzen in Nordfriesland: Wischmopp
Siehe auch Zumsel – Sketch von Dieter Hallervorden
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Einzelnachweise
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