150px|rechts|Stadtwappen
In den folgenden Listen werden die Ergebnisse verschiedener Wahlen in Cottbus aufgelistet. Es werden die Ergebnisse der Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung ab 1990, zum Oberbürgermeister ab 2002 und die Ergebnisse weiterer Wahlen ab 2004 angegeben.
Es werden nur diejenigen Parteien und Wählergruppen aufgelistet, die bei wenigstens einer Wahl über 1,5 Prozent der gültigen Stimmen gekommen sind. Bei mehrmaligem Überschreiten dieser Grenze werden auch Ergebnisse ab einem Prozent aufgeführt. Das Feld der Partei, die bei der jeweiligen Wahl die meisten Stimmen bzw. Sitze erhalten hat, ist farblich gekennzeichnet.
Kommunalwahlen mini|links|Neues Rathaus: Sitz des Oberbürgermeisters und der Stadtverwaltung mini|Stadthaus: Tagungsort der Stadtverordnetenversammlung zwischen 1996 und 2012 mini|Neues Stadthaus: Tagungsort der Stadtverordnetenversammlung seit 2013 An der Spitze der Stadt Cottbus stand wohl schon seit dem 13. Jahrhundert ein Bürgermeister, doch sind nur einige Namen überliefert. Sie fungierten wohl als Sprecher der Bewohner und waren dem Schlossherrn unterstellt. Spätestens seit dem 16. Jahrhundert gab es auch einen Rat, der aus Ratsmännern und vier Bürgermeistern bestand. Später änderte sich die Zahl der Bürgermeister. Seit dem 19. Jahrhundert trug das Stadtoberhaupt meist den Titel „Oberbürgermeister“. Der Rat trug dann die Bezeichnung Stadtverordnetenversammlung.
Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberbürgermeister nach den Bestimmungen der Deutschen Gemeindeordnung von der NSDAP eingesetzt und die Stadtverordnetenversammlung aufgelöst. Nach dem Zweiten Weltkrieg bildete die sowjetische Besatzungszone den „Rat der Stadt“ mit einem Oberbürgermeister. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde die Stadtverordnetenversammlung wieder frei gewählt. Sie ist das Hauptorgan der Stadtverwaltung und wurde zuletzt in der Kommunalwahl am 28. September 2008 von den Bürgern für sechs Jahre gewählt. Das Gremium wählt aus seiner Mitte den Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung. Der Oberbürgermeister wird direkt vom Volk gewählt.
Wahlen zum Oberbürgermeister
Wahl 2002 Bei der Oberbürgermeister-Wahl am 24. Februar 2002 konnte sich kein Kandidat durchsetzen. Erst in der Stichwahl am 17. März 2002 wurde die parteilose Karin Rätzel gewählt. Sie war früher ein Mitglied der SPD.
Stimmenanteile der Bewerber in Prozent Wahltag Klaus Zacharias (SPD) Karin Kühl (PDS) Markus Derling (CDU) Hans-Joachim Weißflog (Grüne) Martin Neumann (FDP) Sven Pautz Karin Rätzel André Schneider 24.02.2002Ergebnisse der Oberbürgermeisterwahl vom 24. Februar 2002 und Stichwahl vom 17. März 2002 der Stadt Cottbus (S.14 & 17) (PDF; 1,2 MB) 16,48 12,58 17,04 5,94 11,62 4,62 29,76 1,97 17.03.2002 (Stichwahl) 33,67 66,33
Die Enttäuschung über die Kommunalpolitik der Parteien führte bei der Kommunalwahl 2003 zu der sehr geringen Wahlbeteiligung von 28,41 Prozent und dem Stimmengewinn der parteilosen Liste „Aktive Unabhängige Bürger“.
Wahl 2006 150px|mini|Frank Szymanski 150px|mini|Holger Kelch Am 3. Mai 2006 stimmten die Stadtverordneten über die Einleitung eines Bürgerentscheides zu Abberufung der Oberbürgermeisterin ab. Dieser Antrag wurde mit 41 Ja-Stimmen, 6 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung angenommen. Frau Rätzel wurden kostspielige Fehler im Zusammenhang mit den defizitären Stadtwerken und einem Schwimmbadneubau vorgeworfen. Der Bürgerentscheid fand am Sonntag, dem 2. Juli 2006, statt. Das Abwahlbegehren war erfolgreich, da sich mehr als das erforderliche Viertel der 87.925 Wahlberechtigten gegen die Amtsinhaberin entschieden. Von den 31.311 abgegebenen Stimmen (Wahlbeteiligung von 35,61 %) votierten 27.901 (89,11 %) gegen Frau Karin Rätzel als Oberbürgermeisterin. 3229 (10,31 %) stimmten für ihren Verbleib im Amt. Ihre Amtszeit endete mit Feststellung des amtlichen Wahlergebnisses am 6. Juli 2006. Einen Tag später wurden dem Beigeordneten des Dezernates Sicherheit, Ordnung und Umwelt, Holger Kelch (CDU), von der Stadtverordnetenversammlung die Aufgaben des allgemeinen Vertreters des Oberbürgermeisters der Stadt Cottbus bis zur Neuwahl des Stadtoberhauptes übertragen.
Am 22. Oktober 2006 fand die vorgezogene Wahl zum Oberbürgermeister statt. Nur zwei Kandidaten wurden vom Landeswahlausschuss zugelassen, Einsprüche gegen die Nichtzulassung von weiteren Bewerbern wurden aus formalen Gründen abgewiesen. Für die SPD kandidierte der brandenburgische Minister für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr, Frank Szymanski, der auch von den Grünen unterstützt wurde. Sein Kontrahent war der amtierende Oberbürgermeister Holger Kelch, Kandidat des „Bündnis Cottbus“. Hinter diesem Bündnis stand eine Listenvereinigung von fünf in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien und politischen Vereinigungen. Das waren Linkspartei.PDS, CDU, Aktive unabhängige Bürger (AUB), FDP und Frauenliste. Eine Besonderheit war dabei die gegen starke Widerstände der Landes-CDU erfolgte Einigung der lokalen CDU mit der Linkspartei.PDS.
Nach dem Endergebnis der Wahl des Oberbürgermeisters der Stadt wählten 13.509 Bürger Holger Kelch und 21.273 Bürger Frank Szymanski.
Stimmenanteile der Bewerber in Prozent Jahr Frank Szymanski Holger Kelch 2006 61,16 38,84 Von den 87.532 Wahlberechtigten gaben 35.325 (40,36 %) ihre Stimme ab.
Die Ernennung Szymanskis zum Oberbürgermeister der Stadt Cottbus fand am 29. November 2006 statt. Die Ernennung verzögerte sich, da wegen der Benutzung von Wahlcomputern bei der Wahl Einspruch erhoben worden ist, welcher aber abgelehnt wurde. Nach acht Jahren – am 14. September 2014 – musste sich Szymanski einer Wiederwahl stellenGesetz über die Kommunalwahlen im Land Brandenburg – § 74 Amtszeit der hauptamtlichen Bürgermeister und Oberbürgermeister, die er verlor. Neuer Oberbürgermeister der Stadt Cottbus wurde der ebenfalls wieder angetretene Holger Kelch.
Wahl 2014 Stimmenanteile der Bewerber in Prozent Jahr Frank Szymanski Holger Kelch Lars Krause 2014 37,27 50,66 12,07 Von den 85.141 Wahlberechtigten gaben 40.736 (48,82 %) ihre Stimme ab.
Wahl 2022 Der erste Wahlgang der Oberbürgermeisterwahl fand am 11. September 2022 statt. Der bisherige Amtsinhaber Holger Kelch trat aus gesundheitlichen Gründen nicht erneut an. Für die CDU trat der Ordnungsdezernent der Stadt Cottbus, Thomas Bergner, an, für die SPD der Geschäftsführer des Stadtsportbundes Cottbus, Tobias Schick, für die FDP der Unternehmer Felix Sicker und für die AfD der Landtagsabgeordnete Lars Schieske. Weitere Kandidaten waren Sven Benken (Unser Cottbus), Lysann Kobbe (dieBasis) sowie Johann Staudinger als parteiloser Kandidat.
Da im ersten Wahlgang keiner der Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit erreichen konnte, wurde am 9. Oktober 2022 eine Stichwahl durchgeführt, die Tobias Schick gegen Lars Schieske gewann.
Stimmenanteile der Bewerber in Prozent Jahr Lars Schieske (AfD) Thomas Bergner (CDU) Tobias Schick (SPD) Sven Benken (UC!) Felix Sicker (FDP) Lysann Kobbe (dieBasis) Johann Staudinger (parteilos) 11. September 2022Wahl der Oberbürgermeisterin oder des Oberbürgermeisters der Stadt Cottbus/Chóśebuz. Stadt Cottbus, abgerufen am 22. Oktober 2022. 26,4 24,6 31,8 5,9 5,7 3,9 1,7 9. Oktober 2022Stichwahl des Oberbürgermeisters der Stadt Cottbus/Chóśebuz. Stadt Cottbus, abgerufen am 22. Oktober 2022. 31,4 68,6
Im ersten Wahlgang gaben von 42.087 Wähler (53,3 %) ihre Stimme ab, im zweiten Wahlgang lag die Wahlbeteiligung mit 43.397 Wählern bei 55,0 Prozent.
Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung Partei / Wählergruppe Ergebnis2024Amtliches Ergebnis der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung in Cottbus am 9. Juni 2024. Wahlleiter des Landes Brandenburg, abgerufen am 7. Juli 2024. Sitze2024 Ergebnis2019Wahlen der Vertretungen in den Städten und Gemeinden im Land Brandenburg am 26.05.2019. Wahlleiter des Landes Brandenburg, abgerufen am 14. Januar 2024. Sitze2019 Ergebnis2014Wahlen der Vertretungen in den Städten und Gemeinden im Land Brandenburg am 25.05.2014. Wahlleiter des Landes Brandenburg, abgerufen am 14. Januar 2024. Sitze2014 Ergebnis2008Wahlen zu den Kreistagen der Landkreise und Stadtverordnetenversammlungen der kreisfreien Städte. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Potsdam 2008, S. 12. Abgerufen am 14. Januar 2024. Sitze2008 Ergebnis2003Wahlen zu den Kreistagen der Landkreise und Stadtverordnetenversammlungen der kreisfreien Städte. Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg, Potsdam 2003, S. 8–16. Abgerufen am 14. Januar 2024. Sitze2003 Ergebnis1998Ergebnisse der Kommunalwahlen 1990, 1993 und 1998. Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg, Potsdam 2003, S. 10. Abgerufen am 14. Januar 2024. Sitze1998 Ergebnis1993 Sitze1993 Ergebnis1990 Sitze1990 AfD 29,3 % 14 22,3 % 11 7,2 % 3 – – – – – – – – – – SPD 19,6 % 9 15,6 % 8 20,9 % 10 28,6 % 14 20,0 % 10 36,4 % 18 28,5 % 14 20,6 % 18 CDU 16,0 % 7 17,2 % 9 27,7 % 13 18,2 % 9 24,1 % 12 23,8 % 12 20,1 % 10 30,4 % 27 Unser Cottbus! 9,0 % 4 9,4 % 5 – – – – – – – – – – Die Linke 7,1 % 3 13,7 % 7 21,0 % 10 26,9 % 14 26,8 % 13 23,9 % 12 27,9 % 14 24,3 % 22 Bündnis 90/Die Grünen 4,9 % 2 9,1 % 4 6,3 % 3 4,8 % 2 6,1 % 3 5,8 % 3 6,0 % 3 11,5 % 10 Aktive Unabhängige Bürger – BVB/Freie Wähler 4,3 % 2 5,9 % 3 6,3 % 3 8,4 % 4 14,0 % 7 – – – – – – Mittelstandsinitiative Brandenburg 4,1 % 2 – – – – – – – – – – – – – – FDP 2,0 % 1 4,1 % 2 3,1 % 1 5,7 % 3 4,8 % 2 3,1 % 1 5,0 % 3 4,8 % 4 Sozialer Umbruch 1,9 % 1 1,8 % 1 2,2 % 1 – – – – – – – – – – Zukunftssicheres Cottbus 1,7 % 1 – – – – – – – – – – – – – – Die Heimat – – 0,8 % – 2,7 % 1 3,0 % 2 – – – – – – – – Frauenliste Cottbus – – – – 2,5 % 1 3,1 % 2 3,2 % 2 4,0 % 2 5,5 % 3 – – DSU – – – – – – – – 1,1 % 1 1,5 % 1 1,6 % 1 2,6 % 2 BürgerBündnis freier Wähler – – – – – – – – – – 1,5 % 1 4,9 % 2 – – Sonstige – – – – – – – – – – – – – – 5,8 % 6 Insgesamt 100 % 46 100 % 50 100 % 46 100 % 50 100 % 50 100 % 50 100 % 50 100 % 89 Wahlbeteiligung 62,6 % 56,3 % 39,7 % 42,7 % 28,4 % 78,2 % 57,6 % 64,0 %
Stadtverordnetenversammlung seit 2024
Die Stadtverordnetenversammlung besteht seit der Kommunalwahl am 9. Juni 2024, wie bereits in der Wahlperiode zwischen 2014 und 2019, aus 46 Stadtverordneten und dem Oberbürgermeister. Von 1993 bis 2014 sowie von 2019 bis 2024 hatte die Stadtverordnetenversammlung 50 Mitglieder. Tagungsort ist das Stadthaus am Erich-Kästner-Platz 1.
Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung ist Wolfgang Bialas (CDU), seine Stellvertreter sind Kerstin Kircheis (SPD) und Benjamin Hantschke (Unser Cottbus!).Stadtverordnetenversammlung. Ratsinformationssystem Cottbus, abgerufen am 6. Juli 2024.
Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung 1990–1994: Klaus Bernhard Friedrich (CDU) 1994–1998: Reinhard Beer (SPD) 1998–2003: Siegfried Kretzsch (SPD) 2003–2008: Michael Wonneberger (CDU) 2008–2024: Reinhard Drogla (SPD) seit 2024: Wolfgang Bialas (CDU)
Ortsbeiratswahlen Branitz Partei / Wählergruppe Ergebnis2024 Sitze2024 Ergebnis2019 Sitze2019 Ergebnis2014 Sitze2014 Ergebnis2008 Sitze2008 Wählergruppe Branitz 78,2 % 2 86,1 % 3 – – – – AfD 21,8 % 1 – – – – – – SPD – – 13,9 % – – – – – CDU – – – – 77,5 % 2 – – Die Linke – – – – 22,5 % 1 – – Bürgerverein Branitz – – – – – – 100 % 3 Wahlbeteiligung 78,7 % 69,3 % 49,7 % 53,0 %
Dissenchen Partei / Wählergruppe Ergebnis2024 Sitze2024 Ergebnis2019 Sitze2019 Ergebnis2014 Sitze2014 Ergebnis2008 Sitze2008 Einzelbewerber Bernd Hockwin 48,6 % 1 39,4 % 1 22,2 % 1 30,6 % 1 Einzelbewerber Sascha Rumpel 17,5 % 1 34,3 % 1 – – – – Einzelbewerber Toni Wilke 12,6 % 1 – – – – – – Einzelbewerberin Iris Otto 12,0 % – 26,2 % 1 – – – – Einzelbewerber Paul Wukasch 9,3 % – – – – – – – Einzelbewerber Roland Hoffmann – – – – 50,1 % 1 32,6 % 1 Einzelbewerberin Steffi Hiersick-Anders – – – – 27,7 % 1 36,8 % 1 Wahlbeteiligung 72,4 % 65,0 % 45,9 % 47,2 %
Döbbrick