Der Zeiss Research Award (Eigenschreibweise ZEISS Research Award, bis 2013 Carl-Zeiss-Forschungspreis) ist ein Preis für „herausragende Leistungen auf dem Gebiet internationaler Forschung“. Der Preis wird seit 2016 von dem Unternehmen Carl Zeiss AG gesponsert und vergeben. Er soll alle zwei Jahre verliehen werden.

Geschichte Der Carl-Zeiss-Forschungspreis wurde 1987 als internationaler Preis im Bereich der Optikforschung ins Leben gerufen und existierte unter diesem Namen bis 2013. Die Verleihung alternierte im Zwei-Jahres-Rhythmus mit dem Otto-Schott-Forschungspreis für besondere Leistungen in der Glasforschung. Der Carl-Zeiss-Forschungspreis war zuletzt mit 25.000 Euro dotiert und wurde vom Ernst-Abbe-Fonds im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verliehen.

Seit 2016 zeichnet der Carl Zeiss Award for Young Researchers vielversprechende Nachwuchswissenschaftler aus, die herausragende Beiträge auf dem Gebiet der Optik und Photonik leisten. Dieser Preis wird im Rahmen des Zeiss Research Award vergeben und wird ebenfalls aus dem Ernst-Abbe-Fonds finanziert.

Bedeutung Der Zeiss Research Award soll dazu beitragen, das Bewusstsein für Optik und Photonik in der Wissenschaft und Technologie zu stärken. Durch die Unterstützung vielversprechender Forschungsprojekte fördert der Award zudem die Entwicklung innovativer Technologien. Da der Preis in Zusammenarbeit mit verschiedenen akademischen Einrichtungen verliehen wird, erhalten die Preisträger außerdem die Chance, ihr Wissen zu erweitern und sich mit anderen Forschern zu vernetzen.

Jury Die derzeitige Jury besteht aus hochqualifizierten und renommierten Persönlichkeiten aus der Forschung. Darunter sind Alain Aspect, Cornelia Denz sowie Stefan Hell.

Preisträger

Träger des Carl-Zeiss-Forschungspreises 1990: Philippe Grangier aus Orsay, James R. Taylor aus London, Norbert Streibl aus Erlangen 1992: Ahmed Zewail aus Pasadena, Yoshihisa Yamamoto aus Tokio 1994: Heinrich Bräuninger aus Garching, Bernd Aschenbach aus Garching 1996: Eric A. Cornell aus Boulder, Dieter Pohl aus Zürich 1998: Ursula Keller aus Zürich, Ferenc Krausz aus Wien 2000: Ursula Schmidt-Erfurth aus Lübeck, Shuji Nakamura aus Santa Barbara 2002: Stefan Hell aus Göttingen 2004: Mark A. Kasevich von der Stanford-Universität in Kalifornien 2006: Kurt Busch vom Institut für Theoretische Festkörperphysik an der Universität Karlsruhe, Martin Wegener vom Institut für Angewandte Physik an der Universität Karlsruhe 2007: Jun Ye vom National Institute of Standards and Technology Universität von Colorado in Boulder 2009: Rainer Blatt von der Universität Innsbruck, Juan Ignacio Cirac Sasturain vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching bei München 2011: James G. Fujimoto vom Massachusetts Institute of Technology in Cambridge (Massachusetts) 2013: Anne L’Huillier von der Universität Lund

Träger des Zeiss Research Award 2016: Fedor Jelezko, Jörg Wrachtrup 2018: Tobias Kippenberg, Jean-Pierre Wolf 2020: Jian-Wei Pan 2023: Immanuel Bloch 2025: Jelena Vučković, Yuri Kivshar

Träger des Carl Zeiss Award for Young Researchers 2016: Robert Brückner, Georg Heinze, Robert Keil 2018: Irene Costantini, Kilian Heeg, Fabian Stutzki 2020: Christian Haffner, Stefan Heist, Fabian Wolf 2023: Simon Baier, Arindam Ghosh, Dasha Nelidova

Weblinks ZEISS Research Award

Einzelnachweise

Kategorie:Physikpreis Kategorie:Wissenschaftspreis (Deutschland) Kategorie:Erstverleihung 1990 Research Award Research Award