Arbesbach ist eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Zwettl in Niederösterreich.
Geografie Arbesbach liegt im Waldviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 54,98 Quadratkilometer. 48,59 Prozent der Fläche sind bewaldet. Die Gemeinde ist Teil der Kleinregion Waldviertler Hochland.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende 12 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):
und ebenfalls 12 Katastralgemeinden (Fläche Stand ):
Nachbargemeinden
Geschichte Die Burg Arbesbach, genannt „Stockzahn des Waldviertels“, steht auf über auf einer Granitformation. Sie entstand am Ende des 12. Jahrhunderts inmitten des Arbesbacher Waldes an der damaligen Fernstraße von Spitz nach Freistadt und wurde um 1190 von den Kuenringern der Linie Weitra-Rappottenstein erbaut.
Arbesbach entstand Anfang des 13. Jahrhunderts unterhalb dieser Burg als wirtschaftlicher und seelsorglicher Mittelpunkt der Herrschaft. 1246 wurde die Pfarre „Arwaizpach“ erstmals urkundlich erwähnt. Die Marktrechte des Ortes sind seit Ende des 14. Jahrhunderts bezeugt.
1593 wurde als Ersatz für die Burg das Herrenhaus Arbesbach als Herrensitz errichtet.
Die Pfarrkirche St. Ägidius wurde an der Schmalseite eines regelmäßigen Rechteckplatzes erbaut. An ihrer Stelle wurde nach einem Brand im Jahr 1756 der heutige Barockbau errichtet (1761–1772).
Am südwestlich der Ortschaft gelegenen Galgenberg befindet sich in einem Wald ein Galgen, welcher im Jahr 1728 zuletzt für eine Hinrichtung benutzt wurde. Der Galgen steht auf einem Granitfelsen und besteht aus drei Steinsäulen und einem Mauerkreis mit Durchgang.Die Geschichte von ArbesbachStefan Lefnaer: Erhaltene Galgen in Österreich, in: Jost Auler (Hrsg.): Richtstättenarchäologie 2. archaeotopos-Verlag, Dormagen 2010, ISBN 978-3-938473-12-2Detaillierte Beschreibung Im Jahr 1938 waren in der Ortsgemeinde Arbesbach ein Arzt, vier Verkehrsunternehmer, vier Bäcker, zwei Fleischer, ein Friseur, fünf Gastwirte, vier Gemischtwarenhändler, eine Hebamme, ein Modehaus, ein Landmaschinenhändler, zwei Obsthändler, ein Schlosser, zwei Schmiede, drei Schneider und eine Schneiderin, fünf Schuster, drei Schweinehändler, vier Tischler, ein Uhrmacher, vier Viehhändler, zwei Viktualienhändler, ein Wagner, ein Zimmerer und mehrere Landwirte ansässig.Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 194
Die Eingemeindung von Purrath und Rammelhof erfolgte am 1. Jänner 1967, die von Pretrobruck und Wiesensfeld am 1. Jänner 1970.
Einwohnerentwicklung 2026 lebten hier nur noch 1572 Einwohner.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Burgruine Arbesbach, auch als „Stockzahn des Waldviertels“ bezeichnet mini|Schmiedemuseum im Ortsteil Kamp
Burgruine Arbesbach Herrenhaus Arbesbach Galgen Katholische Pfarrkirche Arbesbach hl. Ägidius Bärenwald Arbesbach
Sport Der URA (Union Volleyball Arbesbach) spielt in der österreichischen Bundesliga. Der UFCA (Union Fußball Club Arbesbach) spielt in der 2. Klasse Waldviertel Süd – Abstieg im Sommer 2010 von der 1. Klasse Waldviertel.UFC Arbesbach Außerdem gibt es einen Stockschützen-, Tennis- und Tischtennisclub.Sportunion Arbesbach Durch Arbesbach verlaufen mit dem Nord-Süd-Weitwanderweg und dem Eisenwurzenweg zwei österreichische Weitwanderwege.
Wirtschaft und Infrastruktur Arbeitsplätze In Arbesbach gab es im Jahr 2011 insgesamt 542 Arbeitsplätze. Davon entfielen auf die Landwirtschaft und auf den Dienstleistungssektor jeweils vierzig Prozent und zwanzig Prozent auf den Produktionssektor.
Berufspendler Von den 885 Erwerbstätigen, die im Jahr 2011 in Arbesbach wohnten, hatte etwas weniger als die Hälfte ihren Arbeitsplatz in der Gemeinde, die übrigen pendelten aus. Aus der Umgebung kamen 134 Menschen, um in Arbesbach zu arbeiten.
Öffentliche Einrichtungen In der Gemeinde gibt es zwei Kindergärten, einen davon in Purrath, eine Volksschule und eine Mittelschule.
Politik mini|Gemeindeamt von Arbesbach Gemeinderat Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP und 5 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 ÖVP, 1 SPÖ und 1 FPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP, 2 FPÖ und 1 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 ÖVP und 2 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 ÖVP, 1 SPÖ und 1 FPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP, 2 SPÖ und 1 FPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 ÖVP, 1 SPÖ und 1 FPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP und 3 FPÖ.
Bürgermeister
bis 2009 Josef Weidmann (ÖVP) 2009–2020 Alfred Hennerbichler (ÖVP) seit 2020 Martin Frühwirth (ÖVP)
Persönlichkeiten Ehrenbürger 1987: Franz Holzmann (1927–2020), Bürgermeister von Arbesbach 1975–1990Trauer um Holzmann, www.noen.at, abgerufen am 26. Dezember 2020. 2020: Alfred Hennerbichler, Altbürgermeister von ArbesbachAlfred Hennerbichler für Engagement geehrt, www.noen.at, abgerufen am 7. Dezember 2020. Söhne und Töchter der Gemeinde Augustin Bernhauser (1928–2004), Geologe und Paläontologe
Weblinks
Offizielle Website der Gemeinde Arbesbach
Einzelnachweise
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